2/5 Brothers in Arms: Hell's Highway im Test : Action und Taktik im WW II

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Technisches

Grafik

Da es sich bei „Brothers in Arms: Hell's Highway“ zunächst einmal um einen Firstperson-Shooter handelt, ist zu vermerken, dass die grafische Umsetzung einen besonders relevanten Punkt darstellt. Kommt es in anderen Genre vor allem auf Aspekte wie zum Beispiel die Spieltiefe an, lebt auch ein „Brothers in Arms“ mit Blick auf die so erstrebenswerte Authentizität in hohem Maße von der visuellen Ausgestaltung. Entsprechend gespannt waren wir auf das Aussehen des Spiels auf unserem Testsystem, das sich wie folgt zusammensetzt:

Testsystem für „Brothers in Arms: Hell's Highway“

  • Windows Vista Ultimate (32 Bit)
  • Intel Core 2 Duo E6700 @ 2,66 GHz
  • Gigabyte GA-965P-DQ6
  • Nvidia GeForce 9600 GT
  • 2 x 1024 MB Crucial Ballistix (DDR2-RAM, PC2-8000)

Herstellerempfehlung für „Brothers in Arms: Hell's Highway“

  • Betriebssystem: Windows XP oder Vista (SP 3 bzw. SP 1)
  • Prozessor: Athlon FX-55 2,6 GHz / Pentium D925 3 GHz oder höher
  • Arbeitsspeicher: 1 GB
  • Festplatte: 7 GB Festplattenspeicher
  • Grafikkarte: DX-9-kompatibel, Shader 3.0
  • Soundkarte: DX-9-kompatibel
  • DVD-ROM-Laufwerk
  • Tastatur, Maus
  • Internet-Anbindung für Multiplayer

Da die Grafik also eine enorme Rolle spielt, erscheint es umso wichtiger, dass Gearbox in dieser Hinsicht einen ansprechenden Titel abgeliefert hat. Dabei macht es sich besonders gut, dass die Protagonisten der Reihe sich dieses Mal durch das malerische Holland schlagen müssen und der Spieler somit in den Genuss des landschaftlich schönen, platten Landes sowie des mit allen Schrecken ordentlich inszenierten urbanen Eindhovens gelangt. Das auf der Unreal Engine basierende BIAHH stellt zwar mit Sicherheit keine grafische Revolution à la Crysis dar, bietet aber doch eine visuelle Umsetzung auf Höhe der Zeit.

Hell's Highway - Visuelle Umsetzung
Hell's Highway - Visuelle Umsetzung
Hell's Highway - Visuelle Umsetzung
Hell's Highway - Visuelle Umsetzung

Dazu gehören annähernd lebensechte Gesichter, authentische Explosionen, eine umfassende Map-Gestaltung, zerstörbare Gegenstände (z.B. Zäune, Sandsackbarrikaden etc.) sowie detailgetreue Texturen. All das ist in BIAHH weitgehend vorhanden, auch wenn gerade die Texturen bei näherem Hinsehen etwas verwaschen und teils ausgefranst wirken. Abgerundet wird das Ganze von einer großen Anzahl an Zwischensequenzen, die – bis auf Probleme bei der Lippen-Synchronität – ebenfalls solide umgesetzt wurden.

Dass BIAHH kein Highend-Grafiktitel ist, war eigentlich absehbar, könnte manch' verwöhntem PC-Spieler aber dennoch sauer aufstoßen. Doch darf man nicht vergessen, dass die gute, aber nicht herausragende visuelle Umsetzung dazu führt, dass das Spiel auch auf Standard-Systemen vergleichsweise gut läuft. Auf unserem nicht mehr topaktuellen System war es beispielsweise möglich, „Brothers in Arms: Hell's Highway“ in einer Auflösung von 1680x1050 bei hohen Details und 4xAA/AF mit soliden Bildraten von 35 bis 45 FPS zu spielen.

Sound- & Sprachumsetzung

Auch in puncto „Sound- & Sprachumsetzung“ kann man den Verantwortlichen keine Vorwürfe machen. Die Geräuschkulisse ist hervorragend gelungen und selbst der oft kritische Punkt der deutschen Synchronisation stellt im Falle von BIAHH kein Problem dar. Im Gegenteil: Die Sprecher machen einen guten Job. Der einzige Kritikpunkt, der übrigens bei überraschend vielen Titeln zu bemängeln ist, ist in den vielen Zwischensequenzen zu finden, in denen es faktisch keinerlei Lippen-Synchronität gibt – ein Umstand, der schwer verständlich ist und bei nahezu jeder Cutszene die Atmosphäre stört.

Jugendschutz

Während das Blut in der englischen Variante von „Brothers in Arms: Hell's Highway“ in Strömen fließt und auf menschliche Körper treffende Granaten entsprechend ihrer Sprengkraft allerlei Verunstaltungen anrichten, erwirbt der geneigte deutsche Spieler aufgrund der geltenden Jugendschutzbestimmungen eine entschärfte Version, in der sich die beschriebenen Dinge sowie alle weiteren, allzu gewalttätigen Aspekte natürlicherweise verbieten. Dazu gehört selbstredend auch, dass alle verfassungsschutzrechtlich bedenklichen Symbole aus BIAHH entfernt wurden.

Die Entschärfung von Titeln führt im Allgemeinen vor allem dazu, dass in der Spielergemeinde traditionell hitzige Diskussionen um die Notwendigkeit eines solch rigorosen Jugendschutzes geführt werden. Im Falle von BIAHH hat die unterschiedliche Ausgestaltung der Versionen aber auch technische Folgen, die im Abschnitt „Multiplayer“ näher beschrieben werden sollen.

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