12/12 GeForce 9300 im Test : Integrierte Grafik von Nvidia schneller als von AMD

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Fazit

Nachdem Nvidia längere Zeit kein Intel-Mainboard mit einer integrierten Grafikeinheit mehr im eigenen Portfolio hatte und es immer wieder zu Verschiebungen bei der Einführung des MCP7A-Chipsatzes gekommen ist, meldet man sich nun mit dem „GeForce 9300“- sowie dem „GeForce 9400“-Chipsatz eindrucksvoll zurück. Nicht nur die 3D-Performance mit einer zusätzlichen Grafikkarte liegt auf dem Niveau des AMDs 790GX-Chipsatz, auch die Leistung der integrierten Grafikeinheit weiß zu gefallen.

So konnte sich die bei uns im Test befindliche GeForce 9300 auf dem MSI P7NGM-Digital in 1024x768 ohne Anti-Aliasing sowie der anisotropen Filterung durchschnittlich um neun Prozent vom Pendant im 790GX aus dem Hause AMD setzen. Grundsätzlich sind, solange man die Details reduziert, sämtliche 3D-Anwendungen auf einer GeForce 9300 spielbar (obwohl man natürlich größere Einbußen bei der Grafikqualität und nicht allzu hohe Frameraten in Kauf nehmen muss). Mit den beiden qualitätssteigernden Features kann sich die GeForce 9300 gar um 34 Prozent vom 790GX absetzen, allerdings ist auf beiden Chips kein Spiel mehr vernünftig spielbar.

Von Hybrid-SLI sowie Hybrid-CrossFire wollen wir übrigens dringend abraten. Denn durch die geringe Performance neigen beide Techniken immens zu Mikrorucklern, wodurch der IGP alleine meistens ein flüssigeres Spielerlebnis ermöglicht. Sich geradezu eindrucksvoll selbst besiegt hat der G45-Chipsatz von Intel. Die meisten Spiele starten gar nicht erst und wenn eines dann doch mal nicht den Dienst verweigert, liegt die Performance spürbar unter dem Niveau einer GeForce 9300 oder Radeon HD 3300. Der schuldige Teil ist der Treiber, der immer noch voller Fehler steckt.

MSI P7NGM-Digital
MSI P7NGM-Digital

Bei der Leistungsaufnahme kann der GeForce-9300-Chipsatz nicht ganz so überzeugen, liefert aber noch ein akzeptables Ergebnis, nicht weit entfernt vom 790GX. Hier kann Intels G45 punkten – kein anderer Chipsatz (mit IGP) benötigt so wenig Leistung. Einen Pluspunkt kann das GeForce-9300-Mainboard durch die Unterstützung von CUDA und PhysX einfahren. Während für letzterer der Grafikchip oft zu langsam ist, gibt es diverse CUDA-Anwendungen, die mit einer ausreichenden Performance und oft schneller als auf einer CPU funktionieren. Folding@Home wäre unter anderem zu nennen und in den nächsten Wochen werden weitere interessante Programme wie der PowerDirector von CyberLink oder Carmel von MotionDSP folgen.

Davon abgesehen macht der GeForce 9300 bei den Multimedia-Fähigkeiten wie der 790GX von AMD eine gute Figur. H.264 sowie VC1 werden durchweg von der GPU beschleunigt, die Bildqualität einer HD DVD oder Blu-ray ist einwandfrei und zudem ist es möglich, 7.1-LPCM-Sound (inklusive der neuen HD-Tonformate) über den HDMI-Anschluss wiederzugeben. Nvidia hat darüber hinaus die auf den Grafikkarten vorhandene Limitierung entfernt, dass man für letzteres ein extra SPDIF-Kabel von der Soundkarte zur Grafikkarte legen muss. Der Intel G45 muss in dieser Disziplin leicht in der Bildqualität federn lassen.

Zusammenfassend hält Nvidia mit dem GeForce-9300- und dem GeForce-9400-Chipsatz zwei hochwertige Produkte im eigenen Portfolio. Solange am PC nur gearbeitet werden soll, empfehlen wir aufgrund der niedrigen Leistungsaufnahme zwar weiterhin den G45-Chipsatz von Intel, sobald aber etwas Rechenleistung gefordert wird, seien es Spiele oder Multimedia-Funktionen, und man keine separate Grafikkarte kaufen möchte, ist man mit dem GeForce-Produkt deutlich besser beraten. Wir sehen die GeForce-9300-Platine leicht vor dem AMD-790GX-Chipsatz, da unter anderem die 3D-Performance etwas höher ist. Zusätzlich erhält man die Möglichkeit, CUDA-Programme zu verwenden. Bei Multimedia-Anwendungen geben sich die beiden Mainboards hingegen nichts.

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