Grafikkarten-Treiber: ATi Catalyst 8.11 im Test

Wolfgang Andermahr
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Grafikkarten-Treiber: ATi Catalyst 8.11 im Test

Einleitung

Seitdem auf dem 3D-Grafikkarten-Markt ein harter Wettbewerb zwischen ATi und Nvidia herrscht, ist es mit der Entwicklung der Grafikkarte sowie der einmaligen Programmierung des Treibers nicht mehr getan. Mittlerweile müssen die Hersteller über einen längeren Zeitraum in regelmäßigen Abständen neue Treiber für einen Grafikchip entwickeln und pflegen. Mitunter ist es gar notwendig, einen Treiber für ein einziges Spiel anzupassen, damit das Spiel im günstigsten Fall etwas schneller, manchmal aber auch überhaupt erst läuft.

Darüber hinaus müssen die Treiber für neue GPUs angepasst werden, da sich deren Architektur oftmals von den Vorgängern unterscheidet und so spezielle Optimierungen unausweichlich sind. Dies ist unter anderem für die Radeon-HD-4800-Serie von ATi zutreffend, deren GPU sich vom RV670 zwar nicht komplett, aber doch entscheidend unterscheidet. Da die zukünftigen Produkte der Radeon-Hersteller auf denselben beziehungsweise einem abgespeckten Chip basieren, haben wir uns dazu entschlossen, mit einer Radeon HD 4870 regelmäßig einige Geschwindigkeitstests durchlaufen zu lassen und so zu überprüfen, ob es Änderungen gegeben hat.

Der neueste Treiber aus dem Hause ATi ist der Catalyst 8.11. Ebenfalls im Test mit von der Partie ist der Catalyst 8.10.

Da wir aktuell unser Grafikkarten-Testsystem umgestellt haben, mussten wir sämtliche Benchmarks erneuern, weswegen als Vergleichskandidat einzig der Catalyst 8.10 verwendet wird. Genauere Informationen zu älteren Treibern findet man in den älteren Vergleichstests. Der Testparcours befindet sich aktuell noch im Aufbau, weswegen es nicht für jeden Benchmark die passenden Screenshots gibt. Wir bitten dies zu entschuldigen.

ATi Catalyst 8.11

Etwas überraschend hat ATi am 12. November den Catalyst 8.11 zum Download bereits gestellt, der dieses Mal anscheinend mit einigen größeren Modifizierungen daher kommt. Der Treiber datiert auf den 28. Oktober und hat seitdem einige Tage für eine WHQL-Prüfung bei Microsoft verbracht. Die Software unterstützt sämtliche Grafikkarten ab der Radeon 9500 und kann natürlich auch die Radeon-HD-4000-Serie ansprechen. Die erst kürzlich vorgestellte Radeon HD 4830 wird unverständlicherweise nicht unterstützt.

ATi Catalyst 8.11
ATi Catalyst 8.11

Der Catalyst 8.11, der die genaue Versionsbezeichnung 8.552-081028a trägt, verrät wie auch die Vorgänger einige noch nicht vorgestellte Produkte. So stellt der Treiber unter anderem eine Radeon HD 4230, Radeon HD 4250, Radeon HD 4570, Radeon HD 4730 sowie eine Radeon HD 4750 in Aussicht. Ob diese Grafikkarten tatsächlich das Licht der Welt (und vor allem den Retail-Handel) erblicken werden, ist aber ungewiss. Mittlerweile gehen wir davon aus, dass diese Variante einzig in einigen OEM-Rechnern eingesetzt werden.

ATi ermöglicht es mit dem Catalyst 8.11 nun festzustellen, ob bei mehreren GPUs der CrossFire-X-Modus im Einsatz ist. So kann man sich auf Wunsch in einer Direct3D- oder OpenGL-Anwendung das CrossFire-X-Logo einblenden lassen, wenn dieser aktiviert ist. Bis jetzt konnte man einzig an der Geschwindigkeit überprüfen, ob CrossFire funktioniert. Darüber hinaus funktioniert HydraVision nun auch unter Windows XP und ist nicht mehr auf Windows Vista limitiert. Mittels HydraVision kann man mehrere Anwendungen effektiver auf einem oder mehreren Monitoren verteilen.

ATi Catalyst 8.11
ATi Catalyst 8.11

Darüber hinaus spricht ATi von Performanceverbesserungen im Catalyst 8.11. So soll Far Cry 2 auf einer einzelnen GPU gegenüber dem Catalyst 8.10 zwischen drei Prozent und zehn Prozent schneller laufen, während die Performance im CrossFire-Modus um acht bis 14 Prozent ansteigen soll. Diese Angaben gelten für sämtliche Radeon-HD-3000- sowie Radeon-HD-4000-Karten. Zudem läuft nun Stalker Clear Sky mit einer Single-GPU um sechs Prozent bis 18 Prozent schneller, mit zwei Rechenkernen sind es gar zehn bis 30 Prozent. Dies gilt ebenso für die Radeon-HD-3000- sowie die Radeon-HD-4000-Serie.

Den Treiber kann man wie gewohnt auf ComputerBase herunterladen.