News : Greenpeace-Liste der „grünen“ Elektronik-Firmen

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Greenpeace hat die achte Auflage seiner Umwelt-Studie mit den 18 wichtigsten Firmen in der Elektronik-Branche veröffentlicht. Dabei wurde erneut untersucht, wie umweltschonend die großen Konzerne zu Werke gehen und alle Firmen auf einer Skala von 1 bis 10 eingeordnet. Ganz so einfach, wie es sich anhört, ist es freilich nicht.

In 15 Kategorien wurden die Unternehmen bewertet, was bei einfachen Dingen wie der Verwendung erneuerbarer Energien beginnt und mit der Handhabung von Chemikalien und vielen weiteren brisanten Dingen endet. Wie in den Studien zuvor belegt Nokia den Platz an der Spitze der Charts. Nintendo ist ebenfalls wie zuletzt das Schlusslicht der Studie, was jedoch wie vor einem Jahr auf fehlende Dokumentationen beziehungsweise Informationen zurückzuführen ist, wie die letzten Seiten der Studie belegen (PDF-Dokument).

Greenpeace-Liste der grünen Elektronik-Hersteller (Dezember 2008)
Greenpeace-Liste der grünen Elektronik-Hersteller (Dezember 2008)

Insofern ist auch in diesem Jahr der Report mit einiger Vorsicht zu genießen. Es steht zweifelsohne die gleiche Frage aus dem letzten Jahr im Raum, warum Nintendo auf die Anfragen und die Zusammenarbeit mit der Umweltschutzorganisation nicht reagiert hat beziehungsweise keine Informationen preisgibt. Gleichzeitig stellt es aber auch die Vergabe von null Punkten seitens Greenpeace in der Studie in Frage.

Zu den Gewinnern zählen neben Nokia vor allem Sony Ericsson und Toshiba. Sharp konnte ebenfalls einen größeren Sprung nach vorne machen, auch bei Apple sind laut Greenpeace (kleine) Verbesserungen zu erkennen. Bei fast allen Firmen gibt es jedoch auch dort Bereiche, in denen keine oder minimale Informationen vorliegen. Dieser Bereich wurde dann ebenfalls prompt mit null Punkten bestraft. Ob sich das zur nächsten Studie, die in drei Monaten ansteht, ändert, bleibt abzuwarten. Greenpeace dürfte aber weiter auf die bisherige Methode setzen, dass die Firmen ihre Daten offen legen sollen. Ansonsten werden sie mit einem entsprechenden Punktabzug bestraft. Die genannten Firmen, unter anderem Apple, wollten deshalb zu dem Report keine Stellung nehmen und verwiesen stattdessen auf die eigene Webseite.