Creative GigaWorks im Test: Drei Mal Größenwahn auf kleinem Raum

 6/6
Jirko Alex
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Fazit

GigaWorks, der Name lässt große Taten vermuten. Es bleibt aber größtenteils bei deren Ankündigung, wirklich überwältigt wird man von keinem der Systeme. Zwar gibt sich keines der 2.0- oder 2.1-Systeme die Blöße, ganz vorne mitspielen möchten sie aber auch nicht. Während es beim GigaWorks T3 vor allem das Zusammenspiel zwischen dem Subwoofer und den Satelliten ist, das nicht recht zu überzeugen weiß, so gibt es beim GigaWorks T20 und dem GigaWorks T40 zwar nichts, was wirklich stört, aber eben auch nichts, was besonders hervor sticht. Zu vielen kleineren Schwächen – wie der Tendenz zu einer überspitzten Wiedergabe und einem dünnen Mitteltonbereich – stehen keine hervorhebenswerten Eigenschaften entgegen.

Zugute halten muss man allen Systeme allerdings eine tadellose Verarbeitung, auch wenn das Gros der Lautsprecher nur aus Plastik besteht. Die Oberflächenqualität ist, vor allem auf den lackierten Vorderseiten, gut und Steuerelemente oder Anschlüsse sind sauber eingepasst und sitzen fest. Besonders gefallen hat in diesem Zusammenhang die Kabelfernbedienung des GigaWorks T3, die das System tatsächlich direkt in den Standby-Modus versetzt, wenn es per Drehregler ausgeschaltet wird. Ebenfalls löblich sind die gebotenen Anschlüsse inklusive zweitem Klinkeneingang und einem Kopfhörerausgang.

Creative GigaWorks T20 Series II
Creative GigaWorks T20 Series II

Den insgesamt besten Eindruck hinterlässt das GigaWorks T20 Series II, was jedoch aus dem Zusammenspiel aus Preis und Leistung resultiert. So ist der klangliche Abstand zum GigaWorks T40 verschmerzbar, spart man dadurch doch bare Münze. Für etwas anspruchsvollere Ohren empfiehlt sich dennoch das GigaWorks T40 Series II, auch weil es im Grenzbereich noch etwas beherrschter zu Werke geht. Wunder sollte man von beiden Systemen allerdings nicht erwarten. Der Verzicht auf einen Subwoofer fällt ins Gewicht und wird vor allem jene stören, die basslastige Musik mögen.

Das GigaWorks T3 ist hingegen ein reines Spielersystem, das schon bei der Filmwiedergabe etwas außerhalb des eigenen Metiers betrieben wird. Musik ist im Allgemeinen nicht der Freund des 2.1-Systems, so man denn noch etwas anderes als den Subwoofer hören will.

Schlussbemerkung

Wir sind uns völlig darüber im Klaren, dass ohne hochwertige Messtechnik und schalloptimierte Räumlichkeiten, wie die großen Audio-Zeitschriften-Labore sie besitzen, keine absolut objektiven, messtechnisch optimierten Tests durchgeführt werden können, bilden uns aber ein, ein halbwegs geschultes Gehör zu besitzen, um ebenfalls aussagekräftig testen zu können. Unser Soundcheck soll dem geneigten PC-Audio-Freak dabei helfen, ein für Ihn geeignetes Lautsprecher-System zu finden und in dazu einladen, eine kleine Reise in die große Welt der audiophilen Genüsse zu unternehmen. Nicht mehr und nicht weniger.

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