GTX 295 im Test: Nvidias neue Multi-GPU-Karte ist kein eindeutiger Gewinner

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Wolfgang Andermahr
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Übertaktbarkeit

Vielen dort draußen wird die gerade neu gekaufte Grafikkarte noch nicht schnell genug sein. Ein probates Mittel, dieses Bedürfnis nach noch mehr Geschwindigkeit zu befriedigen, ist die Hardware zu übertakten. Als kleine Stabilitätsprobe ließen wir den 3DMark06, der besonders grafiklastig ist, laufen und testeten nachfolgend den höchsten Takt mit Hilfe von Company of Heroes, Jericho und World in Conflict. Jedoch muss man vor den Messungen anmerken, dass sich die Ergebnisse nicht auf jede Karte desselben Typs übertragen lassen, da die Güte von Chip zu Chip unterschiedlich ist.

Übertaktbarkeit
  • Crysis Warhead:
    • Nvidia GTX 295 - Übertaktet (675/1.404/1.215)
      31,9
    • Nvidia GTX 295 - Standard (576/1.242/999)
      26,4
  • Jericho:
    • Nvidia GTX 295 - Übertaktet (675/1.404/1.215)
      45,8
    • Nvidia GTX 295 - Standard (576/1.242/999)
      38,7
  • World in Conflict:
    • Nvidia GTX 295 - Übertaktet (675/1.404/1.215)
      77,4
    • Nvidia GTX 295 - Standard (576/1.242/999)
      64,9
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS)

Der 55-nm-Prozess scheint auf dem GT200b noch einige Reserven zu haben, zumindest auf der GeForce GTX 295. Die TMU-Domäne konnten wir auf der Grafikkarte um 99 MHz auf 675 MHz erhöhen, während die Shadereinheiten ein Plus um 162 MHz auf 1.404 MHz mit machten. Der zwei Mal 896 MB große GDDR3-Speicher ließ sich von 999 MHz auf gute 1.215 MHz Übertakten, bevor erste Probleme auftauchten. Somit konnten wir aus dem 3D-Beschleuniger ein Leistungsplus von etwa 18 bis 21 Prozent heraus kitzeln.

VC-1-/H.264-Wiedergabe

Noch vor einigen Jahren standen sämtliche PCs vor der damals komplizierten Aufgabe, ein DVD-Video zu decodieren. Nachdem damals zuerst die CPU alleine ackern musste, und diese des Öfteren damit überfordert war, kam es bei den Grafikchipspezialisten in die Mode, ihre 3D-Beschleuniger mit speziellen Funktionen auszustatten, um dem Prozessor die Hauptarbeit des Dekodierens abzunehmen. Ein netter Nebeneffekt war, dass die Grafikkarten mit speziellen Algorithmen arbeiten konnten, der die Bildqualität ohne einen großen Leistungsaufwand verbessern konnte. DVDs sind mittlerweile schon längst keine Herausforderung mehr. Ein moderner PC steht mittlerweile vor deutlich schwereren Aufgaben: Das Decodieren von im VC-1- oder H.264-Codec befindlichen HD-Videos, die auf einer Blu-ray oder einer HD DVD aufgenommen worden sind (HD-Trailer haben zwar dieselben Codecs sowie eine identische Bildqualität, allerdings sind diese nicht verschlüsselt, weswegen die CPU-Auslastung um einiges geringer ausfällt). Wir haben uns als Film für „I am Legend“ (1080p, 24 Bilder pro Sekunde) entschieden, der im VC-1-Codec auf einer Blu-ray vorliegt. Wir messen sekündlich die CPU-Auslastung ab dem dritten Kapitel des Films und bilden jede fünfte Sekunde in einem Verlaufsdiagramm ab. Als Vertreter der H.264-Fraktion muss der Actionfilm „X-Men 3“ herhalten (1080p, 24 Bilder pro Sekunde). Für die Messungen haben wir die CPU auf 2,4 GHz herunter getaktet sowie nur einen einzelnen CPU-Kern aktiv gelassen.

Prozessorlast: H.264-Wiedergabe
01020304050Prozent 0:050:100:150:200:250:300:350:400:450:500:551:001:051:101:151:201:251:30
Prozessorlast: H.264-Wiedergabe
  • Maximal:
    • ATi Radeon HD 4870 X2
      42
    • Nvidia GeForce GTX 280
      46
    • Nvidia GeForce GTX 295
      47
  • Durchschnitt:
    • ATi Radeon HD 4870 X2
      26
    • Nvidia GeForce GTX 280
      27
    • Nvidia GeForce GTX 295
      27
  • Minimal:
    • ATi Radeon HD 4870 X2
      15
    • Nvidia GeForce GTX 295
      17
    • Nvidia GeForce GTX 280
      18
Einheit: Prozent

Sowohl in der VC-1- als auch in der H.264-Beschleunigung gibt es keinerlei größerer Überraschungen, da der Videoprozessor in der GeForce GTX 295 identisch zu dem in den anderen GeForce-GTX-200-Karten geblieben ist (VP2). Beim H.264-Codec liegt die GeForce GTX 295 nahe an der Radeon HD 4870 X2, muss bei einem VC-1-Film aber Federn lassen. Schwierigkeiten bei der Wiedergabe gibt es aber dennoch keine.

Prozessorlast: VC-1-Wiedergabe
01020304050Prozent 0:050:100:150:200:250:300:350:400:450:500:551:001:051:101:151:201:251:30
Prozessorlast: VC-1-Wiedergabe
  • Maximal:
    • ATi Radeon HD 4870 X2
      29
    • Nvidia GeForce GTX 295
      51
    • Nvidia GeForce GTX 280
      52
  • Durchschnitt:
    • ATi Radeon HD 4870 X2
      17
    • Nvidia GeForce GTX 295
      37
    • Nvidia GeForce GTX 280
      39
  • Minimal:
    • ATi Radeon HD 4870 X2
      8
    • Nvidia GeForce GTX 280
      28
    • Nvidia GeForce GTX 295
      28
Einheit: Prozent