News : Bitkom: Rekordumsatz mit Internetzugängen

, 7 Kommentare

Der Markt für Internetzugänge im Festnetz wird im Jahr 2009 in Deutschland voraussichtlich um 4,2 Prozent auf 13,8 Milliarden Euro wachsen und damit einen neuen Spitzenwert erreichen, teilt der Branchenverband Bitkom mit.

„Das Geschäft mit Internetanschlüssen boomt“, sagte Bitkom-Präsident Prof. Scheer. So soll der Umsatz mit privaten Internetzugängen im laufenden Jahr um 7,5 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro zulegen, trotz der aktuellen Wirtschaftskrise. „Immer mehr Menschen nutzen das Internet und immer mehr Haushalte steigen auf schnelle Anschlüsse per DSL oder Kabel um“, sagte Scheer. Derzeit verfügen fast 60 Prozent aller Haushalte über einen Breitbandzugang. Die Kunden profitieren von sinkenden Preisen bei gleichzeitig höherer Geschwindigkeit der Zugänge. Im vergangenen Jahr sind die Tarife für Telefon- und Internetdienste im Festnetz durchschnittlich um 3,4 Prozent gesunken. Kombipakte mit Pauschaltarifen für Telefon und schnelles Internet sind schon für 30 bis 40 Euro monatlich zu haben.

Günstigere Internetzugänge kommen auch den Geschäftskunden zugute, führen in diesem Markt aber zu einem leicht rückläufigen Umsatz. Scheer führt das darauf zurück, dass fast alle Unternehmen bereits über einen Internetanschluss verfügen und damit einhergehend das Mengenwachstum geringer ausfällt. So wechseln Kleinbetriebe oftmals von Mietleitungen zu den preiswerteren DSL-Angeboten. Daher sinkt der Umsatz mit Datendiensten für Geschäftskunden im Jahr 2009 voraussichtlich um 1,2 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro.

Nach Berechnungen des Bitkom wächst der gesamte Datenverkehr im Internet jährlich um 50 bis 60 Prozent. Insbesondere das Datenvolumen von privaten Internetnutzern steigt rapide an, da immer mehr Fotos, Videos und Filme in hochauflösender Qualität im Internet übertragen werden. Mit der wachsenden Verbreitung entsprechender Angebote steige auch die Nachfrage nach leistungsfähigeren Anschlüssen, so Scheer.

Die Daten stammen aus einer Prognose des Marktforschungsinstitut Eito (European Information Technology Observatory).