News : OCZ bringt „Vertex Ex“-SSDs mit SLC-Chips

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Mit den SSDs der Vertex-Serie hat OCZ ein schlagfertiges Produkt für den Desktop- und Notebook-Markt im Portfolio, auf Grund des verwendeten MLC-Speichers eignen sich die Vertex-SSDs jedoch nicht für den Servermarkt. Diesem Umstand trägt OCZ nun mit der „Vertex Ex“-Serie Rechnung, die auf NAND-Chips vom Typ SLC setzt.

Verglichen mit MLC-Chips sind diese schneller, halten aber vor allem deutlich mehr Schreibzyklen aus, was bei den hohen Datenaufkommen in Serversystemen von großer Bedeutung ist. Als Interface kommt auch bei den Servermodellen SATA zum Einsatz. Beim Controller dürfte OCZ wohl wieder auf den bereits von den normalen Vertex-Modellen bekannten „Barefoot“ von Indilinx setzen, der bei den „Mainstream“-SSDs bereits durch gute Leistungen überzeugen konnte.

OCZ Vertex Ex
OCZ Vertex Ex

Entsprechend hoch fallen auch wieder die Angaben für die maximalen sequenziellen Lese- und Schreibraten der vorerst zwei Modellvarianten aus. Beim 60-GB-Modell sollen sie 260 respektive 200 MB/s betragen. Im Vergleich dazu soll das 120-GB-Modell beim Schreiben sogar noch ein wenig schneller zu Werke gehen und bis zu 210 MB/s schaffen. Fortwährende Schreibvorgänge sollen beide Modelle mit bis zu 100 MB/s ausführen können. Als weitere Eckdaten nennt OCZ Suchzeiten von unter 0,1 Millisekunden, eine MTBF von 1,5 Millionen Stunden sowie eine zweijährige Garantie.

Preislich sind die Vertex Ex auf dem Desktop-Markt derzeit höchstens für Enthusiasten interessant. Die unverbindliche Preisempfehlung für die Variante mit 60 GB liegt zwischen 650 und 700 Euro, womit man im Handel letztendlich wieder etwas unterhalb der Konkurrenz aus dem Hause Intel liegen sollte, deren X25-E mit 64 GB Kapazität derzeit ab rund 700 Euro verkauft wird. Für die Vertex Ex mit 120 GB muss man dann aber schon eine vierstellige Summe auf den Tisch legen. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt derzeit bei rund 1.250 Euro.

33 Kommentare
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Ergänzungen aus der Community

  • TheK 21.04.2009 12:16
    650€ für eine 64GB SLC ist schon arg günstig (zumal, wenn sich das Ding dann auch wie 'ne SLC verhält und nicht wie die gerne in Tests auftauchende Samsung). Bei Servern, wo die Dinger reinkommen, fällt der Preis auch nicht mehr auf - für RAM und das 10GBit-Netzwerk werden eh schon ganz andere Summen ausgegeben. Und den Rest fressen die 4 Xeons...

    Nur wieso hat das Ding ein billiges SATA-Interface und kein SAS?

    Und zum Thema Preise fallen zu langsam: Ich erinnere mich daran, dass ich vor 2-3 Jahren mal überlegt hatte, einen Rechner mit einer CF-Karte als Festplatte zu bestücken. Selbiges dann aber aufgegeben, weil für den Zweck (4GB!) geeignete CF-Karten weit über 150€ kosteten. Und heute? 4GB-Karten, die von USB-2- oder DMA/33-Controllern eingebremst werden, gibt es für 35€...