3/6 Teufel Concept E 400 im Test : Der neue König im Ring

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Detailbetrachtung

Nicht nur der Klang eines Lautsprechersystems zählt, auch Optik, Verarbeitung und Ausstattung sollten stimmen, damit dem Klangvergnügen die optischen Reize beistehen. Da Teufel die hauseigene Concept-Serie mit dem neuen Design völlig neu entworfen hat, gilt es auch, einmal mehr ganz genau hinzusehen.

Concept E 400

Der Postbote hat nicht wenig zu tun, wenn er das Concept E 400 bis zur Haustür wuchten muss. Ein Paket nicht unerheblicher Größe und mit einem Gesamtgewicht von 28 kg will bewegt werden. Hauptverantwortlich sowohl für das Gewicht als auch die Größe ist der neue Subwoofer des Lautsprechersystems, der nicht einmal entfernt an seine Vorgänger erinnert. Statt einen breiten, mäßig hohen Tieftonexperten aufzustellen wie beim Concept F oder dem Concept E Magnum will nun ein kleiner Turm am PC oder neben dem Fernseher Platz finden. Der Subwoofer des Concept E 400 ist fast 60 cm hoch und beinahe genauso tief, dafür aber etwas schmaler als die bekannten PC-Subwoofer von Teufel. Das Gehäusevolumen des für ein Multimediagerät unüblich großen Subwoofers beträgt dann auch 63 Liter – manch erwachsener Heimkino-Subwoofer fällt kleiner aus.

Gesamtansicht Subwoofer
Gesamtansicht Subwoofer
Subwoofer im Größenvergleich mit einem Midi-Tower
Subwoofer im Größenvergleich mit einem Midi-Tower
Anschlüsse und Kühlkörper
Anschlüsse und Kühlkörper
Steuerelemente des Subwoofers
Steuerelemente des Subwoofers
Detailverarbeitung an den Kanten
Detailverarbeitung an den Kanten
30-mm-Basschassis
30-mm-Basschassis
Abdeckgitter für das Tieftonchassis
Abdeckgitter für das Tieftonchassis
Bassreflex-Ausgang am Subwoofer
Bassreflex-Ausgang am Subwoofer

Auch technisch ist dem CE 400 SW, so der Name des schwarzen Turms, nicht zum Kleckern zumute. Ein 300-mm-Basschassis soll für ein beachtliches Bassfundament sorgen und die sechs Endstufen befeuern das komplette Lautsprechersystem mit einer Gesamtausgangsleistung von 300 Watt Sinus. Das soll auf Seiten des Tieftonexperten genügen, um eine untere Grenzfrequenz von 32 Hz (bei -3 dB) zu realisieren – deutlich weniger als etwa bei älteren, aber teils nicht günstigeren Lautsprechersystemen der Berliner. So liegt die untere Grenzfrequenz weiterer Produkte aus Teufels Portfolio zwischen 35 bis 37 Hz (Concept F, Concept E Magnum, Motiv 5) beziehungsweise 39 bis 41 Hz (Motiv 2), jeweils bei -3 dB. Auch die Satelliten sollen gegenüber den bisherigen Versionen einen höheren Wirkungsgrad aufweisen; das gesamte System weise zudem einen lineareren Frequenzgang als alte Concept-Systeme auf.

Anschlüsse und Kühlkörper
Anschlüsse und Kühlkörper
Gute Kantenverarbeitung auch an der Rückseite
Gute Kantenverarbeitung auch an der Rückseite
Netzanschluss am Subwoofer
Netzanschluss am Subwoofer

Optisch ist davon natürlich wenig zu sehen, hier glaubt man lediglich dem Subwoofer, dass dieser seine Vorfahren übertrumpfen kann. Das gilt übrigens auch hinsichtlich der Verarbeitungsqualität sowie in puncto Optik und Haptik: Der Subwoofer ist aus massiven MDF-Platten gefertigt und an der Vorderseite in edler Klavierlackoptik aufbereitet. Augenscheinlich dominieren nur drei Drehregler sowie ein mächtiger Bassreflex-Eingang die Front, tatsächlich handelt es sich bei den Steuerelementen jedoch nur um zwei Drehregler für die Gesamtlautstärke und den Bass sowie um einen Druckknopf für den Standby-Modus. Anders als früher lässt sich das System nun also direkt in den Ruhemodus verfrachten, wo es dann auch nicht mehr bis zu 20 Watt verbraucht, sondern nur noch derer zwei. Das ist zwar immer noch keine Weltspitze, aber eine sehr deutliche Verbesserung, die nur begrüßenswert ist. Auf den Einsatz einer Einschaltautomatik wurde verzichtet. Das System begibt sich aber weiterhin selbstständig in den Standby-Modus, wenn es für 15 – 20 Minuten kein Signal erhält.

Anders als früher lässt sich das 5.1-System aber auch nicht mehr per Fernbedienung steuern. Eine solche gibt es schlicht nicht mehr, weshalb alle Einstellungen am Zuspieler vorgenommen werden müssen. Das mag einleuchten, wenn das Set am PC verwendet wird, ist aber selbst dort nur komfortabel, wenn man etwa über eine Multimediatastatur verfügt und so die Lautstärke oder die Stummschaltung vornehmen kann. Bereits das Einpegeln einzelner Kanäle – bis auf den LFE-Kanal, der mittels des Bass-Reglers konfiguriert werden kann – ist nicht mehr am System selbst möglich. Teufel begründet dies mit einer Kundenumfrage, gemäß derer die Fernbedienung der bisherigen PC-Sets kaum benutzt wird.

Center-Lautsprecher
Center-Lautsprecher
Satellit des Concept E 400
Satellit des Concept E 400
Satelliten sind drehbar
Satelliten sind drehbar
Veränderte Stoffabdeckung für den Center
Veränderte Stoffabdeckung für den Center
Detailverarbeitung an den Satelliten
Detailverarbeitung an den Satelliten

Neu ist auch, dass die Satelliten nun inklusive Standfuß und einer (simplen) Wandhalterung ausgeliefert werden. Die Standfüße aller Satelliten sind identisch, sie sind allerdings so konstruiert, dass der Center-Lautsprecher wahlweise aufrecht oder um 90° gedreht montiert werden kann. Für beide Zwecke liegt dem System eine Frontblende bei, die auch den Teufel-Schriftzug dreht, sodass dieser stets lesbar ist. Für die Wandmontage wird ein einfaches Winkelstück mitgeliefert, dessen eines Ende mit dem Satelliten verschraubt werden kann und auf dessen anderer Seite die Schraubverbindung zur Wand befestigt wird. Das System ist simpel, funktioniert aber.

Die Satelliten selbst sind vergleichsweise leicht und wiegen pro Stück nur noch etwa ein halbes Kilogramm. In ihrer Größe unterscheiden sie sich allerdings nicht etwa von den Satelliten des Concept E Magnum. Eine Ausnahme bildet hier der Center-Lautsprecher, der nicht mehr mit zwei Tiefmitteltönern bestückt ist sondern identisch zu allen Satelliten bleibt. Hinsichtlich der Homogenität hat dies Vorteile, da alle Frontlautsprecher (konkret sogar alle fünf Satelliten) gleich klingen und sich keine Klangverfärbungen zwischen dem vorderen Paar und dem Center-Lautsprecher ergeben. Es kann sich aber auch ein klanglicher Nachteil ergeben, da der zuvor doppelt bestückte Center-Lautsprecher theoretisch besser für die wichtige Stimmenwiedergabe in Filmen geeignet ist. Hier muss die neue Konstruktion erst zeigen, dass Dialoge nun nicht lebloser wirken als vorher. Die neuen Satelliten weisen eine leicht gewölbte Front auf und verfügen nun erstmals über ein leicht demontierbares Abdeckgitter – ein auf ein Plastikskelett gespannter Stoff. Genauso wie der Subwoofer sind die Gehäuse der kleinen Lautsprecher schwarz lackiert; ihre Front ist allerdings silber.

Insgesamt gibt es an der Verarbeitung nichts zu meckern. Das Set weist gleichmäßige Spaltmaße an allen Komponenten, einen guten Lack sowie eine saubere Einpassung aller Chassis auf. Der sich hier ergebende Eindruck wird der Preisklasse mindestens gerecht.

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