News : AMD: Neuer Single-Core-Prozessor noch 2009

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Auch einige Jahre nach der Einführung von Mehrkernprozessoren sieht AMD weiterhin einen Markt für Single-Cores. Deshalb wird noch in diesem Jahr ein Single-Core-Prozessor mit dem Codenamen „Sargas“ als Nachfolger der Sempron ins Feld ziehen.

Grundlage für den dann eventuell „Sempron II“ getauften Prozessor ist die 45-nm-Fertigung und der aktuelle Sockel AM3. Der Speichercontroller in der CPU versteht sich deshalb sowohl mit DDR2 als auch mit DDR3 im Dual-Channel. Soweit bekannt sieht AMD den Chipsatz 760G als besten Partner für Sargas. Dieser Chipsatz wurde zu Beginn des Jahres vorgestellt und findet aktuell bereits in verschiedenen Systemen, unter anderem auch Barebones, Verwendung. Dahinter verbirgt sich aktuell ein RV610-Grafikchip, auch als Radeon 3000 bekannt.

Für einen möglichen Starttermin steht das vierte Quartal im Raum. Über die genauen Taktraten ist bisher noch nichts bekannt, Gerüchte aus dem Frühjahr sprachen von etwa 2,7 GHz bei einer TDP von nur 45 Watt.

Wir danken Sven
für die Einsendung dieser News!

208 Kommentare
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Ergänzungen aus der Community

  • MountWalker 15.07.2009 00:49
    Dieser 2,6 GHz Single-Core dürfte mit Abstand mehr Rechenleistung pro Sekunde haben, als jeder Dual-Core mit gleich kleiner Chipfläche und damit ist punkt aus fertig ende im gelände. Nach dem teilweise unsinnig übertriebenen GHz-Wahn scheint "Multicore" das neue zauberwort geworden zu sein, ohne das in den Augen der verblendeten Masse keine Leistunsgsteigerung mehr möglich wäre - Leute macht mal halblang. Wenn ihr schon Wattvergleiche anstellt, dann sagt mal konkrete Integerleistung oder FLOPS pro Watt - Apple konnte das anno 2005 pro Intel, wenn auch geschönt. Es interessiert nen Furz ob die FLOPS in einer multithreaded Anwendung aus einer Single- oder Multicore-CPU kommen, es ist heutzutage kein Problem mehr, mehr Threads gleichzeitig zu bearbeiten, als der rechner Prozessoren hat (dank dem zauberwort "Preemptive Multitasking",das seinen Einzug schon in AmigaOS vor zwanzig Jahren hatte). Probleme in der Benutzung entstehen, wie bereits vor mehreren Seiten der Diskussion gesagt, nur, wenn die Prioritäten falsch gesetzt sind. Einen Viren-Hintergrundwächter, der mir 100% CPU-Last raubt und andere Anwendungen nicht mehr an die rechenleistung heran lässt, würde ich ganz einfach "boykottieren", ein so schweres Geschütz hat einfach keine vernünftige Kosten-Nutzen-Bilanz (und mit Avast ist mir sowas auch noch nie passiert).

    Was die Kritik an Vistatauglichkeit betrifft, kann ich die Einwände der Multicorevergötterer auch nicht verstehen, denn ich habe die komplette CTP-Phase von Vista Vista auf einem Athlon XP 2400+ mit 1 GiB DDR400 RAM getestet und das lief wunderprima - mein damaliges Arbeitsnotebook mit Athlon4 1600+ (1,4 GHz) und 768 MiB RAM lief dagegen mit XP grottenlahm - im Vergleich zu Vista auf dem 2400+. (was sicherlich auch mit an der jeweiligen Festplatte liegt) Auf dem Rechner mit dem 2400+ läuft heute, im Gegensatz zu früher, YouTube nicht mehr flüssig, das liegt aber in diesem Fall nicht an YouTube oder der Hardware, sondern daran, dass auf dem Rechner heute ausschließlich Linux läuft, und die Performance des Adobe Flashplayer für Linux so grottig ist, wie die des Flashplayers für Mac. (mein G4 im iBook hat theoretisch auch sehr hinreichend Leistung für YouTube, wenn man vergleicht mit welchen Prozessoren das unter Windows flüssig läuft - leider ist erst mit Apples Intelumstieg breit bekannt geworden, wie schlecht die Macversion von Adobe Flashplayer im Vergleich zur Windows-Version arbeitet und geändert hat sich seit dem Umstieg leider noch nicht viel)
  • Kelshan 15.07.2009 01:25
    In vielen unternehmensbereichen wird auch mal ein Softwareupdate vorgenommen. Ausser Office laufen z.B. Videostudios (Pinnacle Liquid, Avid Xpress) etc. Auch für diese ist SC totaler blödsinn. Photoshop kann auch nix damit anfangen, schon gar nicht Cinema4D. Sentionline
    Und diese Programme braucht jetzt auch jede Tippse im Büro? Ich glaube kaum. Mag sein, dass auch solche Programme in vielen Unternehmen irgendwo gebraucht werden. Aber dafür haben sie dann auch spezielle deutlich leistungsfähigere Rechner, dafür muss man nicht gleich den ganzen Rechner-Bestand bis in Keller-Büro 0815 hochzüchten.

    Mein Lappi hat auch noch einen Single-Core Celeron, na und? Ich vermisse da absolut gar nichts. Im Gegenteil, gegenüber dem Quad in meinem Desktop-Rechner fand ich ihn vom Start weg überraschend schnell (der Quad ist klar schneller und flüssiger, bezweifelt keiner, aber der SC macht sich deutlich besser als eigentlich erwartet). Für Office-Dinge langt das lockerst hin, für Internet sowieso und Virenscanner kann man in der Regel so konfigurieren, dass sie - wenn sie schon automatisch scannen, dies im Hintergrund tun ohne den PC groß zu belasten. Und überhaupt lastet das eher die Festplatte aus, wenn man von der gleichen Platte dann noch ein Programm öffnen will, dauert das eben länger. Da könnte ein DC dann auch nichts mehr reißen, weil der Prozessor nicht der Flaschenhals ist. Okay, vielleicht wenn man Norton nutzt... Und wer scannt den ganzen Tag lang den Rechner?

    Oh und man könnte ja auch mal eine DVD brennen (was eh kaum den Prozessor belastet) - hatte ich aber auch nie ein Problem mit.

    Manche Leute sollten sich mal wieder einen SC-Rechner anschauen. Vielleicht merken sie dann, dass die so schlecht nun auch wieder nicht sind. Aber was man nicht sehen will, das sieht man auch nicht, nicht wahr?

    Und zum Thema "ihr glaubt wohl dass es ewig Single Cores geben wird" - ja, das glaube ich. Mindestens im Embedded Bereich (und der ist massig größer als viele denken) wird es auch dabei bleiben, da braucht man schlichtweg keine DCs und wird sie in vielen Fällen wohl auch nie brauchen. Außer die Leute brauchen Photoshop auf ihrer Waschmaschine... :D

    Also kommt mal runter. Für euch mag es sinnlos scheinen, weil ihr es nicht kaufen würdet, ist okay. Ihr müsst aber nicht immer von euch auf andere schließen. Wenn AMD keine Abnehmer sehen würde, würden sie das nicht machen.