News : Clarkdale mit 3,06 GHz: Theoretisch verdammt schnell

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Auch wenn der „Lynnfield“ als Wachablösung für die Quad-Core-Prozessoren noch nicht einmal auf den Markt ist, wird schon wild über den ersten 32-nm-Prozessor mit dem Codenamen „Clarkdale“ spekuliert. Ein umfangreicher Test eines dieser Dual-Core-Modelle mit 3,06 GHz zeigt auf, was die Modelle können.

Bei dem Test der Kollegen kam ein Clarkdale mit 3,06 GHz inklusive SMT, aber ohne Turbo-Funktion zum Einsatz. Dies wird Anfang 2010 ein sogenannter „Core i3“ mit noch unbekanntem Nummernzusatz, der im Handel 143 US-Dollar kosten soll. Er wird damit direkter Nachfolger der in der Mittelklasse bei Intel sehr stark agierenden Core 2 Duo E7000.

Intels Core i7, Core i5 und Core i3 alias Bloomfield, Lynnfield und Clarkdale
Familie Modell Codename Takt / mit Turbo Kerne/Threads L3-Cache Sockel TDP DDR3-Speicher Preis
Core i7 Extreme Edition 975 XE Bloomfield 3,33 / 3,60 GHz 4C/8T 8 MB LGA1366 130 W 1.066 / 800 MHz $999
Core i7 Extreme Edition 965 XE Bloomfield 3,20 / 3,46 GHz 4C/8T 8 MB LGA1366 130 W 1.066 / 800 MHz $999
Core i7 960 Bloomfield 3,20 / 3,46 GHz 4C/8T 8 MB LGA1366 130 W 1.066 / 800 MHz $562
Core i7 950 Bloomfield 3,06 / 3,33 GHz 4C/8T 8 MB LGA1366 130 W 1.066 / 800 MHz $562
Core i7 940 Bloomfield 2,93 / 3,20 GHz 4C/8T 8 MB LGA1366 130 W 1.066 / 800 MHz $562
Core i7 920 Bloomfield 2,66 / 2,93 GHz 4C/8T 8 MB LGA1366 130 W 1.066 / 800 MHz $284
Core i7 870 Lynnfield 2,93 / 3,60 GHz 4C/8T 8 MB LGA1156 95 W 1.333 / 1.066 MHz $562
Core i7 860 Lynnfield 2,80 / 3,46 GHz 4C/8T 8 MB LGA1156 95 W 1.333 / 1.066 MHz $284
Core i7 860s Lynnfield 2,53 / 3,46 GHz 4C/8T 8 MB LGA1156 82 W 1.333 / 1.066 MHz $337
Core i5 750 Lynnfield 2,66 / 3,20 GHz 4C/4T 8 MB LGA1156 95 W 1.333 / 1.066 MHz $196
Core i5 750s Lynnfield 2,40 / 3,20 GHz 4C/4T 8 MB LGA1156 82 W 1.333 / 1.066 MHz $259
Core i5 N/A Clarkdale 3,46 / 3,73 GHz 2C/4T 4 MB LGA1156 73 W 1.333 / 1.066 MHz $284
Core i5 N/A Clarkdale 3,33 / 3,60 GHz 2C/4T 4 MB LGA1156 73 W 1.333 / 1.066 MHz $196
Core i5 N/A Clarkdale 3,20 / 3,46 GHz 2C/4T 4 MB LGA1156 73 W 1.333 / 1.066 MHz $176
Core i3 N/A Clarkdale 3,06 / – GHz 2C/4T 4 MB LGA1156 73 W 1.333 / 1.066 MHz $143
Core i3 N/A Clarkdale 2,93 / – GHz 2C/4T 4 MB LGA1156 73 W 1.333 / 1.066 MHz $123
Pentium N/A Clarkdale 2,80 / – GHz 2C/2T 3 MB LGA1156 73 W 1.066 MHz $87
Intel Clarkdale in 32 nm
Intel Clarkdale in 32 nm

Eben dieser fast kleinste der Clarkdale-Probanden, musste sich mit seinen 3,06 GHz einem seiner aktuellen Vorgänger stellen. Dabei kam kein geringerer Prozessor als der Core 2 Duo E8400 zum Einsatz, ein Modell, das mit 3,0 GHz wochenlang die Bestsellerlisten angeführt hatte. Laut Intels aktueller Preisliste ist das Modell mit 163 US-Dollar zudem etwas teurer gelistet, der Preis im Einzelhandel von ungefähr 130 Euro dürfte für den Clarkdale deshalb wohl auch eine der oberen Grenzen sein.

Benchmarks
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Was in dem ersten Test der chinesischen Kollegen herausgekommen ist, lässt sich schnell in wenige Worte fassen: Der Dual-Core-Prozessor mit der Unterstützung von zwei virtuellen Kernen kann in der Theorie die Messlatte sehr hoch legen. Auch im Office-Bereich kann der 32-nm-Proband viele Punkte sammeln, doch wie bei den Core i7 auf Basis des „Bloomfield“ gibt es einen Haken: die Spiele. Während hier und da einige Frames gewonnen werden, gibt es in dem begrenzten Spieleparcours auch wieder einige Vertreter, bei denen das genaue Gegenteil eintritt. Sicherlich limitiert hier und da die Grafikkarte in Form der Radeon HD 4870 mit einem Gigabyte Speicher völlig, doch nichts anderes dürfte die Zielgruppe dieses Einsteiger- und Untere-Mittelklasseprozessors vorrätig haben. Die Leistungsaufnahme des Clarkdale-Prozessors ist im Test zudem, trotz auf dem Papier höherer TDP von 73 Watt im Gegensatz zu den 65 Watt des E8400, niedriger, was einmal mehr zeigt, dass die TDP allein nichts über den Verbrauch des Prozessors aussagt.

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Am Ende steht bei vier Spielen quasi ein Patt – der Nachfolger ist schnell wie der Vorgänger. Nimmt man jedoch die guten Leistungen im theoretischen und vor allem im Office-Bereich, den (wahrscheinlich) geringeren Preis und die noch dazu geringere Leistungsaufnahme des Prozessors mit ins Boot, steht der Sieger in Form des 32-nm-Prozessors am Ende doch recht eindeutig fest. Zudem sollte immer noch bedacht werden, dass es sich bei den Prozessoren um sehr frühe Validierungs-Samples handelt, mit denen Mainboardhersteller ihre Platinen verfeinern können. In mehr als einem halben Jahr kann in dieser Richtung also noch das Ein oder Andere passieren. Alle ersten Ergebnisse der Kollegen von it168.com gibt es im Bilderpool.

Intel „Clarkdale“ in 32 nm mit 3,06 GHz im Test