4/8 Corsair H50 im Test : Kompakte, starke AiO-Wasserkühlung

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Lüfter und Lautstärke

Die Serienbelüftung ist nicht die einzige Lärmquelle
Die Serienbelüftung ist nicht die einzige Lärmquelle

Mit der Corsair H50 erspart sich der Anwender aufgrund der Nutzung des Gehäuse- als Radiatorlüfter zwar einen zweiten Ventilator, nicht allerdings eine zweite Lärmquelle, da auch die Pumpe mit wahrnehmbaren Laufgeräuschen aufwartet. Zunächst ist beim Einschalten des Kühlsystems leicht zu vernehmen, wie sich die Flüssigkeit in Bewegung setzt. Im Betrieb reduziert sich das emittierte Geräusch dann auf ein unterschwelliges Rattern der Pumpe. Wer sich daran stört, kann dieses durch Spannungsdimmung wirksam abschwächen, muss allerdings wie beim Drehzahlabsenken des Lüfters mit Leistungsverlusten rechnen. Allerdings ist auf diese Weise eine ideale Anpassungsmöglichkeit der H50 im Bezug auf Betriebsgeräusch und Performance gegeben.

Als Serienlüfter setzt Corsair auf ein 120-mm-Modell mit PWM-Funktion und einem unglaublich breiten Drehzahlspektrum. Maximal waren bei unserem Modell 1680 U/min, minimal überaus beachtliche 270 U/min zu erreichen. Als Anlaufdrehzahl stehen derweil etwa 450 U/min zu Buche. Bemerkenswert ist darüber hinaus das im Vergleich zu anderen Lüftern sehr niedrige Betriebsgeräusch des Serienventilators, das auch durch unsere Schalldruckmessungen belegt wird. Selbst bei Laufgeschwindigkeiten über der neuralgischen 1000-U/-min-Marke fallen nur geringe Luftverwirbelungen und Antriebsgeräusche auf. Unter dieser Schwelle überzeugt unser Modell durch nahezu nebengeräuschsfreien Betrieb – lediglich vertikal treten minimale Klackergeräusche auf, während das für den gedimmten Betrieb typische Rotorschleifen vollkommen ausbleibt. Unter etwa 700 U/min ist die Belüftung im Allgemeinen nicht mehr wahrnehmbar.

Als leichte Kehrseite der Medaille zeigt der Ventilator ein etwas schwächeres Geschwindigkeits-/Drehzahlverhalten als bisher getestete Modelle. Auf Basis dieser Luftgeschwindigkeiten lässt sich der Luftdurchsatz pro Stunde in Abhängigkeit von der Drehzahl abschätzen. Der Corsair-H50-Lüfter mit einem Außenradius von lediglich 5,5 cm und einem Rotorradius von 2,2 cm besitzt somit eine Durchstromfläche von etwa 79,8 cm². Daraus ergebe sich bei maximaler Drehzahl von 1680 U/min und den gemessenen 12,7 km/h Luftgeschwindigkeit (angenommen, diese sei homogen über die Querschnittsfläche) ein abgeschätzter Luftdurchsatz von 101,4 m³/h (Der Lüfter des CoGaGe True Spirit erreicht bei gleicher Drehzahl etwa 132 m³/h, also knapp ein Drittel mehr).

Ungenauigkeiten in den Diagrammen dieser Seite ergeben sich, neben den normalen Messtoleranzen, vorrangig aus nicht exakt einstellbaren Lüfterdrehzahlen (Toleranz +/- 30 U/min).

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