Grafikkarten-Treiber : Nvidia GeForce 191.03 im Test

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Grafikkarten-Treiber: Nvidia GeForce 191.03 im Test

Seitdem auf dem 3D-Grafikkarten-Markt ein harter Wettbewerb zwischen ATi und Nvidia herrscht, ist es mit der Entwicklung der Grafikkarte sowie der einmaligen Programmierung des Treibers nicht mehr getan. Mittlerweile müssen die Hersteller über einen längeren Zeitraum in regelmäßigen Abständen neue Treiber für einen Grafikchip entwickeln und pflegen. Mitunter ist es gar notwendig, einen Treiber für ein einziges Spiel anzupassen, damit das Spiel im günstigsten Fall etwas schneller, manchmal aber auch überhaupt erst läuft.

Darüber hinaus müssen die Treiber für neue GPUs angepasst werden, da sich deren Architektur oftmals von den Vorgängern unterscheidet und so spezielle Optimierungen unausweichlich sind. Dies ist unter anderem für die GeForce-GTX-200-Serie von Nvidia zutreffend, deren GPU (GT200) sich vom G8x/G9x zwar nicht komplett, aber doch entscheidend unterscheidet. Wir haben uns dazu entschlossen, mit einer GeForce GTX 260 regelmäßig einige Geschwindigkeitstests durchlaufen zu lassen und so zu überprüfen, ob es gravierende Änderungen gegeben hat.

Der neueste Treiber aus dem Hause Nvidia ist der GeForce 191.03. Ebenfalls im Test mit von der Partie sind der GeForce 185.85, der 186.18 sowie der 190.38

Nvidia GeForce 191.03

Nvidias Treiber-Team arbeitet derzeit auf Hochtouren. Da die DirectX-11-GPU G(T)300 noch nicht fertig und das Konkurrenzprodukt auf der Radeon-HD-5800-Serie (ComputerBase-Test) deswegen erstmal im Alleinflug auf Kundenfang ist, können die Kalifornier derzeit nur mit einer verbesserten Software auf sich aufmerksam machen. Der GeForce 191.03 soll es hier mit einigen Performancesprüngen richten.

Der GeForce 191.03 erblickte am 25. September das Licht der Welt, wurde jedoch bereits am 19. September fertiggestellt. Bei dem Treiber handelt es sich um eine offizielle Beta-Software, weswegen es kein WHQL-Zertifikat gibt. Ab der GeForce-6000-Serie werden sämtliche Grafikkarten unterstützt – inklusive der Quadro-Produkte. Der Treiber ist sowohl für Windows XP als auch für Windows Vista und Windows 7 in einer 32-Bit- und einer 64-Bit-Version erhältlich.

Nvidia GeForce 191.03
Nvidia GeForce 191.03

Die integrierte PhysX-Version trägt die Versionsnummer 9.09.0814. Größere Überraschungen bei den unterstützten Grafikkarten gibt es nicht. Neu hinzugekommen sind einzig GeForce G 100, GeForce 210, GeForce G 210, GeForce GT 220 sowie GeForce GTS 240, die bis jetzt aber ausschließlich in OEM-Rechnern verbaut werden. Der Treiber kann erstmals mit OpenGL in der Version 3.2 umgehen und auch CUDA wurde auf die Version 2.3 aktualisiert (letzteres ist genau genommen aber schon mit dem GeForce 190.38 geschehen).

Im Vergleich zum GeForce 190.62 soll der GeForce 191.03 in einigen Spielen die Arbeit etwas schneller verrichten können. So soll in Arma 2 die Performance um bis zu zwölf Prozent steigen und Batman: Arkham Asylum soll acht Prozent schneller rendern, solange GPU-PhysX genutzt wird. Darüber hinaus wurde angeblich die Geschwindigkeit in Call of Juarez: Bound in Blood um bis zu 50 Prozent verbessert, aber nur bei eingeschaltetem SLI.

Nvidia GeForce 191.03
Nvidia GeForce 191.03

Indoor-Szenen in Fallout 3 sollen mit dem GeForce 190.38 um bis zu 14 Prozent bei aktiviertem Anti-Aliasing schneller laufen, Far Cry 2 im DirectX-9-Modus dagegen um neun Prozent (mit Kantenglättung). Zu guter Letzt soll Prototype um bis zu 34 Prozent mit Anti-Aliasing zulegen. Die Spiele Darkfall, Dawn of Magic 2: Time of Shadows, Dreamkiller, Fuel, Majesty 2: The Fantasy Kingdom Sim, Need for Speed: Shift sowie noch einige mehr erhalten mit dem GeForce 191.03 ein neues SLI-Profil.

Zusätzlich hat Nvidia einige Bugs behoben, sodass bei Grafikkarten mit einem separaten 2D-Takt-Modus dieser nun wieder ordnungsgemäß funktioniert, wenn man eine 3D-Anwendung verlassen hat. Wer mehr Informationen über den GeForce 191.03 erfahren möchte, dem empfehlen wir einen Blick in die Release Notes. Der Treiber kann gewohnt aus unserem Download-Archiv herunter geladen werden.

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