News : Nvidia-Treiber verrät GeForce-300M-Familie

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Ausgerechnet Microsoft verrät mit einem vornehmlich für Windows 7 bereitgestellten Treiber-Update Details über Nvidias zukünftiges Notebook-Grafikkarten-Portfolio. So finden sich in den Tiefen des aktuellen Notebook-Treibers mit der Versionsnummer 186.91 zahlreiche Device-IDs der GeForce-300M-Familie.

Insgesamt bis zu acht neue (siehe Liste), noch unbekannte Grafikchips werden von diesem speziell für Notebooks vorgesehenen Treiber unterstützt, der auf den 1. September 2009 datiert ist. Den oberen Bereich des Spektrums wird demnach eine GeForce GTS 360M bilden. Es gilt als sicher – insbesondere in Hinblick auf vergangene Produktgenerationen –, dass Nvidia auch schnellere Lösungen ins Programm aufnehmen wird, die Frage ist nur wann.

Der Nvidia-Treiber 186.91, den Microsoft über Windows Update bereit stellt, nennt zwar Namen, wirft aber viele Fragen auf. Warum z.B. sollten – ganz entgegen bisher Produktvorstellungen – die Midrange- und Low-End-Grafikchips der neuen Generation noch vor den Highend-Derivaten an den Start gehen? Das ist ungewöhnlich. Hinzu kommt die Auffälligkeit, dass die Device-IDs vieler GeForce 300M-Karten den erst vor kurzem vorgestellten GeForce 200M-Produkten ähneln. Eine GeForce GT 230M trägt die Nummer „NVIDIA_DEV.0A28.01“, eine GeForce GT 330M soll sich als „NVIDIA_DEV.0A29.01“ melden. Dies wiederum spricht jedoch eher für ein neues Stepping des GT216-Chips (GT200-Familie) als eine komplett neue Architektur, die mit dem GT300 und der GeForce-300-Familie eigentlich erwartet wird.

Auf der anderen Seite ist die 200M-Familie bereits jetzt besonders: Sie wird in 40 nm gefertigt (sonstige GT200-Produkte 55/65 nm), unterstützt DirectX 10.1 und kann ebenso mit GDDR5 umgehen. Soll nun ein neues Stepping – wie von den Device-IDs angedeutet - ausreichen, um eine Rebranding der 200M-Familie zur 300M-Generation zu rechtfertigen und soll dieses etwa sogar das für Windows 7 passende DirectX 11 unterstützen? Auch wenn DirectX 11 höchst unwahrscheinlich ist, wird es äußerst interessant sein zu sehen, wie viel der Informationen, die der Microsoft-Treiber brachte, zur offiziellen Produktvorstellung am Ende dieses oder Anfang nächsten Jahres noch Bestand haben werden.

NVIDIA_DEV.0A29.01 = "NVIDIA GeForce GT 330M"
NVIDIA_DEV.0A2B.01 = "NVIDIA GeForce GT 330M"
NVIDIA_DEV.0A66.01 = "NVIDIA GeForce 310"
NVIDIA_DEV.0A6E.01 = "NVIDIA GeForce 305M"
NVIDIA_DEV.0A75.01 = "NVIDIA GeForce 310M"
NVIDIA_DEV.0CAF.01 = "NVIDIA GeForce GT 335M"
NVIDIA_DEV.0CB0.01 = "NVIDIA GeForce GTS 350M"
NVIDIA_DEV.0CB1.01 = "NVIDIA GeForce GTS 360M"
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  • Thomas Hübner E-Mail Twitter Google+
    … hat ComputerBase im Jahr 1999 gegründet und in der Vergangenheit selbst ausführlich über die Entwicklung der PC-Architektur geschrieben.

Ergänzungen aus der Community

  • KAOZNAKE 09.09.2009 18:57
    [...]wenns dir besser gefällt, kannst du stellvertretend für ati auch 2600xt und 4550 nehmen, da wäre die 2600xt dann wohl die bessere wahl ;)[...] Lübke
    Der Nachfolger (im Geiste) der 2600XT ist doch vielmehr die 4670. Und da stehts 7000 zu 4200 Punkten im 3Dmark06.

    Quelle

    Zudem ist diese ein "echter Abfolger" des RV770. Kein umbenannter RV670.

    Und genau DAS ist das Problem, das NVIDIA hat. Einen neuen Highend-Chip rausbringen und eine neue Gernation einläuten-->Klare Sache, so wirds gemacht. Davon dann Ableger rausbringen und ebenfalls neu bezeichnen-->Völlig logischer Schluss.

    Aber momentan kommt der Highend-Chip und dann gar nix mehr (GT200 Derivate irgendwer? Unter der GTX260 gibts keine Graka, die auf diesem Chip basiert. Alles G92 (oder andere)). Stattdessen werden die alten Garden umbenannt und als neu verkauft. Manchmal noch bissl aufgehübscht.

    Warum ich davon ausgehe, das die GT250M usw. auch nur aufgebohrte G92 sind? Weil die GTX280/260 tatsächlich darauf basieren, selbst laut NVIDIA. Bei den "neuen" GPUs darunter wird das nicht anders sein, auch wenn NVIDIA was anderes behautptet. Denn der Desktop GT200 unterstützt auch kein DX10.1 oder GDDR5. Was man da hinzufügen kann, kann man beim G92 auch einbauen.

    Weiter sind die Codenamen "identisch".

    Siehe GTX 280M Die hat den Codenamen N10E-GTX

    Die 250M hat den Codenamen N10E-GE

    Der G92b hat also den Codenamen N10..., sollte der GT200 (zumal 40nm) nicht N11... haben?

    Nichtmal Charlie blickt da durch.

    "D11 is the code name for the 40nm shrinks of, well, we aren't really sure anymore. They could be G9x derivatives, or they could be G200 based, but since they are legitimate shrinks, we'll give them the new generational name."