3/5 Aerocool V-Touch Pro im Test : Das Gehäuse mit 400-mm-Lüfter

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Ausstattung innen

Der Innenraum ist recht konservativ aufgebaut, mit einem Layout, wie man es seit den Anfängen von ATX kennt: Das Netzteil ist hinten oben befestigt, darunter auf einem nicht heraus nehmbaren Träger das Mainboard im Standard- oder Micro-ATX-Format untergebracht. Hinter der Front gibt es einen Käfig für vier 5,25“-Laufwerke, darunter einen eigentlich längst überholten 3,5“-Steckplatz mit Frontblende und am Boden hinter dem Frontlüfter einen quer montierten Käfig für fünf 3,5“-Festplatten, die auf Kunststoffschienen und mit den Anschlüssen Richtung linke Seitenwand montiert werden. So wie die Festplatten an ihren Schienen können auch die anderen Laufwerke sowohl schraubenlos als auch mit Schrauben montiert werden – im Auslieferungszustand sind allerdings noch keine Befestigungsvorrichtungen eingebaut, man findet sie in der obligatorischen Zubehör-Pappschachtel. Bei den Lüftern und bei den Erweiterungssteckkarten (deren Platinen bis zu 265 mm lang sein dürfen) wurde auf schraubenlose Montage oder Rändelschrauben leider verzichtet. Da einige High-End-Karten zusätzlich zur Platinenlänge je nach Bauform oft auch zusätzliche Stromstecker benötigen, kann es hier durchaus knapp werden. Bei der maximalen Höhe von CPU-Kühlern ist bereits bei 165 Millimetern Schluss.

Aerocool V-Touch Pro – Innenraum
Aerocool V-Touch Pro – Innenraum
Aerocool V-Touch Pro – Innenraum
Aerocool V-Touch Pro – Innenraum
Aerocool V-Touch Pro – Innenraum
Aerocool V-Touch Pro – Innenraum
Aerocool V-Touch Pro – zerlegt
Aerocool V-Touch Pro – zerlegt
Aerocool V-Touch Pro – Touchscreen-Platine
Aerocool V-Touch Pro – Touchscreen-Platine
Aerocool V-Touch Pro – Verstärkung
Aerocool V-Touch Pro – Verstärkung
Aerocool V-Touch Pro – HDD-Schienen
Aerocool V-Touch Pro – HDD-Schienen
Aerocool V-Touch Pro – Verriegelungen
Aerocool V-Touch Pro – Verriegelungen
Aerocool V-Touch Pro – Verriegelungen
Aerocool V-Touch Pro – Verriegelungen

Erfahrungen

Durch die kompakten Abmessungen, die Wahl von Stahl als Grundmaterial, einige Verstärkungen in den Ecken sowie verbundene Laufwerkskäfige ist das Aerocool V-Touch Pro grundsätzlich sehr stabil, auch die Verarbeitung von Stahl und Kunststoff ist weitgehend gut. Bei der Wahl der Materialien und Oberflächen dürften allerdings bei den wenigsten Käufern Begeisterungsstürme zu erwarten sein, denn die Soft-Touch-Front und vor allem der Kasten um den Seitenlüfter herum wirken nicht sehr hochwertig. Das beschränkt sich allerdings auf die Optik, was die Benutzbarkeit nicht einschränkt und zudem Geschmackssache ist.

Weitere Kunststoffteile, die wir leider bemängeln müssen, sind die Verriegelungen der optischen Laufwerke. Diese werden im arretierten Zustand von zwei winzigen Plastiknasen gehalten, welche allerdings nach ein- oder zweimaligem Verriegeln oft abbrechen, sodass an dieser Stelle irgendwann auf Schrauben zurückgegriffen werden muss. Das haben wir bei anderen Herstellern schon wesentlich besser gesehen. Ansonsten gab es beim Einbau der Testhardware keine Probleme. An dieser Stelle ein Hinweis: Das Seitenteil sollte man nie mit laufendem Lüfter abnehmen oder ansetzen, da der Rotor aufgrund seines Durchmessers und seiner Trägheit bei geringer Lageänderung der Seitenwand schon an seinem Kunststoffgitter schleift und unschöne Geräusche verursacht.

Aerocool V-Touch Pro – Testsystem
Aerocool V-Touch Pro – Testsystem
Aerocool V-Touch Pro – Testsystem
Aerocool V-Touch Pro – Testsystem
Aerocool V-Touch Pro – Testsystem

Kommen wir nun zu dem Element, das alle V-Touch-Modelle ausmacht: den Touchscreen. Sobald der Rechner mit Strom versorgt, allerdings noch abgeschaltet ist, sind nur das Symbol für das Power-Tastfeld und ein Herstellerlogo, welches sich direkt über dem festen Emblem befindet und ähnlich groß ist, schwach beleuchtet. Da das Display nicht komplett blickwinkelstabil ist, sieht man allerdings aus manchen Winkeln auch im ausgeschalteten Zustand alle Anzeigefelder. Auch das Backlight des Displays scheint an den Rändern etwas durch. Ein Druck auf das Power-Feld schaltet den PC an, die Helligkeit des Displays wird stark erhöht und auch die restlichen Anzeige- und Steuerfelder werden sichtbar.

Aerocool V-Touch Pro – Logo
Aerocool V-Touch Pro – Logo
Aerocool V-Touch Pro – Touchscreen
Aerocool V-Touch Pro – Touchscreen
Aerocool V-Touch Pro – Touchscreen
Aerocool V-Touch Pro – Touchscreen
Aerocool V-Touch Pro – Touchscreen
Aerocool V-Touch Pro – Touchscreen

Vorhanden sind jeweils drei Anzeigen für Temperaturen und Lüfterdrehzahlen. Ein leichter Druck auf einen dieser Werte aktiviert den Einstellungsmodus, mittels „+“- und „-“-Tasten kann man nun die Warntemperatur bzw. die gewünschte Lüfterdrehzahl einstellen. Diese liegt minimal bei 60 Prozent der maximalen Drehzahl bei 12 Volt Spannung. Da die Lüftersteuerung den Lüfter anhand seines Drehzahlsignals (PWM) und nicht nur mittels einer eingestellten Spannung regelt, sind Lüfter ohne dieses Drehzahlsignal nicht mit der Steuerung verwendbar. Dies betrifft insbesondere den 40-cm-Lüfter in der Steuerwand. Der verfügt zwar über ein Lötfeld für ein entsprechendes dreipoliges Kabel, allerdings wird dieses nicht genutzt. Aerocool empfiehlt in der Anleitung auch, den Lüfter aufgrund seiner geringen Nenndrehzahl nicht an die Lüftersteuerung anzuschließen. Auch die Leistungsaufnahme von über sieben Watt dürfte hierbei eine Rolle spielen. Davon abgesehen funktionierten Temperaturwarnung und Lüfterregelung gut, auch wenn das Gehäuse beim Rechnerstart eine Weile braucht um die Lüfter auf ihre vorgegebene Drehzahl zu bringen.

Aerocool V-Touch Pro – Touchscreen
Aerocool V-Touch Pro – Touchscreen
Aerocool V-Touch Pro – Seitenwand
Aerocool V-Touch Pro – Seitenwand
Aerocool V-Touch Pro – Lüfterdetail
Aerocool V-Touch Pro – Lüfterdetail
Aerocool V-Touch Pro – Platzverhältnisse
Aerocool V-Touch Pro – Platzverhältnisse

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