Neue Desktop-CPU-Roadmap von AMD aufgetaucht

Simon Knappe 56 Kommentare

Nachdem erst vor wenigen Wochen neue Informationen über AMDs Pläne in den nächsten Monaten veröffentlicht wurden, ist nun eine aktualisierte Roadmap aufgetaucht, die AMDs Portfolio an Mainstream- und High-End-Desktop-CPUs etwas genauer als noch vor knapp einem Jahr bis ins Jahr 2011 beschreibt.

Neu sind dabei vor allem die für 2011 geplanten Plattform-Bezeichnungen mit den Namen „Scorpius“ und „Lynx“, welche in erster Linie das Mainstream- und Enthusiast-Segment bedienen sollen. Die „Scorpius“-Plattform setzt dabei auf einen Prozessor unter dem Codenamen „Zambezi“, während die „Lynx“-Plattform auf eine CPU+GPU-Fusion (APU) unter dem Namen „Llano“ aufbaut. Sowohl „Zambezi“ mit vier oder mehr CPU-Kernen und acht oder mehr Megabyte Cache (L2+L3), als auch der „Llano“ mit bis maximal vier Prozessor-Kernen werden in 32-nm-Strukturen gefertigt, womit man gegenüber dem Konkurrenten Intel, welcher bereits Anfang 2010 mit 32-nm-Prozessoren in Form der Clarkdale/Arrandale-CPUs aufwarten kann, rund ein Jahr im Verzug steht.

AMD Desktop-CPU-Roadmap
AMD Desktop-CPU-Roadmap

Als Sockel kommt zumindest beim Zambezi ein nicht näher spezifizierter „AM3r2“-Sockel zum Einsatz. Anhand des Namens lässt sich jedoch vermuten, dass es sich dabei um einen verbesserten AM3-Sockel handelt, ähnlich wie es AMD bereits mit dem AM2 und AM2+ in der Vergangenheit praktiziert hat. Beide Prozessoren sind Teil von AMDs „Bulldozer“-Generation, die neben einem komplett neuen CPU-Design auch die neuen SSE5-Befehlserweiterungen besitzt.