5/5 Operation Flashpoint: Dragon Rising im Test : Mehr Shooter als Simulation

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Fazit

In einer Hinsicht ist „Dragon Rising“ wirklich überraschend: Es ist schon bemerkenswert, dass Codemasters in Bereichen punktet, die normalerweise ein Problem darstellen, dafür aber an anderer, eher selbstverständlicher Stelle erstaunlich viel Potential verschenkt. Dies äußert sich so, dass nicht etwa zahlreiche Bugs, die KI oder das Missionsdesign Anlass zur Kritik geben, sondern ausgerechnet der Plot und die gesamte Inszenierung.

In diesem Punkt lassen die Macher „Dragon Rising“ auf Sparflamme laufen. Dabei wäre es sicher kein allzu großes Hindernis in der Entwicklung gewesen, zumindest den Team-Mitgliedern ein klein wenig Leben einzuhauchen und mit einem Dutzend kurzer Cutscenes für mehr Zusammenhang und Atmosphäre zu sorgen. Gerade im Vergleich zum Vorgängertitel „Cold War Crisis“, aber auch mit Blick auf „Arma 2“, wirkt das neue OFP in diesem Sinne sehr klein.

Operation Flashpoint – Dragon Rising

Der Frust um die Inszenierung ist jedoch schnell vergessen, wenn man als Gruppenführer eines der beiden Teams in das Spiel einsteigt. Von einigen Hängern abgesehen punktet „Dragon Rising“ – auch das eine kleine Überraschung – vor allem mit einem wirklich gelungenen Missionsdesign. Dank aufklärendem Funkverkehr, solide gesetzten Wegpunkten und einer KI, die zumindest für keinerlei Wutausbrüche beim Spieler sorgt, entfaltet der Titel in den überwiegenden Momenten, in denen man sich im Feld befindet auch wegen der angemessenen visuellen Präsentation seine wahren Stärken.

Zusammenfassend ist „Dragon Rising“ gerade auf den ersten zwei Schwierigkeitsstufen ein gutes Einsteigerspiel für all jene, die Militärsimulationen bisher aufgrund der Komplexität gescheut haben. Neben der kaum vorhandenen Präsentation muss dabei aber auch der als rudimentär zu bezeichnende Mehrspieler-Modus in Kauf genommen werden. Für Veteranen des Genres dürfte der Zuschlag für den neuen OFP-Titel dagegen wahrscheinlich eher frustrierend ausfallen: Zu viel konventioneller Shooter und zu wenig taktische Tiefe sowie ein winziger Fuhrpark – dies sind keine Bestandteile, aus denen sich eine gute Simulation schmieden ließe.

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