5/5 S.T.A.L.K.E.R.: Call of Pripyat im Test : Gelungene Rückkehr ins Sperrgebiet

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Fazit

Man mag es kaum glauben, aber ausgerechnet das zweite Addon der S.T.A.L.K.E.R.-Reihe hält gleich zwei große Überraschungen bereit. Zum einen hat Call of Pripyat einen technischen Stand erreicht, der, insbesondere im Unterschied zu Clear Sky, nicht ständig die große Wut vor dem Rechner aufkommen lässt. Hier wurden offenbar einige Entwicklungsressourcen investiert, sodass nicht-auslösende Missionsscripte, billige Nebenquests und eine insgesamt instabile Umsetzung weitestgehend der Vergangenheit angehören. Wer hätte gedacht, dass man so etwas von einem Titel aus dem Hause GSC Game World sagen kann, der bisher noch keinerlei Patch-Runde erfahren hat?!

Die zweite große Überraschung bezieht sich auf den Gesamteindruck, den das Spiel hinterlässt. Da CoP auf den ersten Blick wie ein weiterer Aufguss wirkt, lag die Vermutung nahe, dass der Titel primär als Versuch angesehen werden muss, mit der S.T.A.L.K.E.R.-Reihe in Form eines neuen, dahin geklatschten Addons noch einmal ein gutes Geschäft zu machen. Stattdessen hat sich gezeigt, dass CoP dank der bereits genannten Verbesserungen und durch die gelungene Weiterentwicklung der Geschichte trotz einer staubtrockenen Präsentation durchgängig überzeugen kann.

S.T.A.L.K.E.R. – Call of Pripyat

Die Geschichte und die Atmosphäre stellen dabei weiterhin die wichtigsten Faktoren dar. So gelingt es GSC immer wieder, das spannend gewählte Setting einer mysteriösen Todeszone mit all' ihren Anomalien, Geheimnissen, Gefahren und Widrigkeiten sowie fragwürden Persönlichkeiten treffend in Szene zu setzen, mit der Folge, dass der dritte Ausflug in die S.T.A.L.K.E.R.-Welt längst nicht langweilig ausfällt.

Insofern bietet Call of Pripyat entgegen aller Befürchtungen jede Menge Anreize, auch diesem S.T.A.L.K.E.R.-Exemplar den Zuschlag zu geben. Wer also primär Wert auf die Einzelspieler-Kampagne legt und mit einem mäßigen Multiplayer ohne Koop-Modus leben kann, sollte dem Ruf von Pripyat folgen.

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