Günstige Midi-Tower im Test: Das bieten kompakte Gehäuse bis 40 Euro

 5/14
Benjamin Marks
71 Kommentare

Cooltek CT-K4

Cooltek ist insbesondere bekannt als Hersteller von Computerzubehör und besonders im Bereich Lüfter und Geräuschreduzierung tätig. Neben diversen Festplattenentkopplern und Kühlkörpern beinhaltet das Produktportfolio von Cooltek aber auch einige Gehäuse des unteren Preissegmentes, von denen es ein Kandidat im heutigen Test mit der Konkurrenz aufnehmen möchte. Mit dem CT-K4 erreichte und ein weiterer Midi-Tower als Nachzügler, der erst seit Anfang November in unserem Preisvergleich gelistet ist.

Zwar wird das CT-K4 ohne jeglichen Lüfter ausgeliefert, was besonders bei unserem semi-passiv gekühlten Prozessor schwierig werden könnte, dafür reiht sich in das durchaus stimmige Design das eine oder andere Ausstattungsmerkmal ein, welches in dieser Preisklasse nicht unbedingt zum Standard gehört. Dazu gehören unter anderen die werkzeuglose Befestigung aller Erweiterungskarten sowie aller 5,25"-Laufwerke respektive vier 3,5"-Laufwerke und dämpfende Standfüße zur Vermeidung von Vibrationen.

Cooltek CT-K4 – Front Seite rechts
Cooltek CT-K4 – Front Seite rechts

Zum Lieferumfang gehören neben einer kurzen Bedienungsanleitung (ähnlich wie bereits beim Konkurrenten aus dem Hause Cooler Master gesehen) ein Beutel mit allen notwendigen Schrauben, um die Hardware im Inneren zu verstauen.

Ausstattung außen

Bereits die Front des Cooltek CT-K4 setzt in gewisser Hinsicht Maßstäbe, denn auch wenn sie größtenteils aus Kunststoff gefertigt wurde, könnte sie durchaus von einem deutlich höherwertigen Gehäuse stammen. Grundsätzlich ist sie in zwei Bereiche unterteilt, die jeweils durch Rundungen voneinander separiert werden. Dabei wird der untere Bereich von einem Lochgitter in Mesh-Optik gebildet, welcher als Lufteinlass für einen optional zu installierenden 120-mm-Front-Lüfter dient. Dezent und damit passend zum Design fügt sich zwischen beiden Bereichen ein kleiner weißer Schriftzug des Herstellers in die Frontpartie ein. Der darüber liegende Bereich ist etwa fünf Millimeter in die Front eingelassen und bietet Platz für drei 5,25"-Laufwerkschächte sowie ein externes 3,5"-Laufwerk, die im Auflieferungszustand allesamt durch Kunststoff-Blenden abgedeckt werden. Als kleiner Übergang zum Deckel ist die eingelassene obere Partie etwas nach oben abgerundet zum Deckel hin gezogen.

Nimmt man die aufgesteckte Front vom Chassis ab, fällt zunächst die Rückseite des in der Front befindlichen Port-Kits auf, welches neben zwei USB- auch ein Paar Audioanschlüsse zum Anschluss eines Headsets beinhaltet. Außerdem sind neben dem zweifarbig beleuchteten Powerschalter zwei Schweißpunkte zu sehen, an denen der Kunststoff der Front mit dem Plexiglas des Schalters verschweißt wurde, um diesen zuverlässig in seiner Position zu halten. Dies stellt sicherlich nicht die beste dafür aber durchaus die günstigste Lösung dar. Auf der Rückseite des Lufteinlasses ist erfreulicher Weise ein Staubfilter zu finden, damit der Innenraum nach langer Benutzung angemessen sauber bleibt. Bereits an dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass das Cooltek CT-K4 eigentlich über vier 5,25"-Laufwerke verfügt, was vor der Betrachtung des Innenraums nur durch das Abnehmen der Front auffällt. Dieser vierte Slot wird allerdings durch die per Klebeband zusammengehaltenen Kabel des Port-Kits belegt.

Cooltek CT-K4 – Front Seite links
Cooltek CT-K4 – Front Seite links
Cooltek CT-K4 – Front
Cooltek CT-K4 – Front
Cooltek CT-K4 – Seitenansicht links
Cooltek CT-K4 – Seitenansicht links
Cooltek CT-K4 – Seitenansicht rechts
Cooltek CT-K4 – Seitenansicht rechts

Der Deckel ist schlicht, dort befinden sich keinerlei Öffnungen für Lüfter und auch das Port-Kit hat seinen Platz bereits in der Front gefunden. In der linken Seitenwand können optional zwei Lüfter angebracht werden. Wahlweise besteht dort die Möglichkeit jeweils einen 120-mm- oder 92-mm-Lüfter in der aus etwa 0,65 mm dickem Stahl gefertigten Seitenwand anzubringen. Auffällig ist jedoch, dass die Einschraublöcher von der Außenseite etwas gesenkt sind, um auf der einen Seite die typischen Lüfterschrauben mit Senkkopf plan an der Außenseite anliegend zu verschrauben und auf der anderen Seite den Lüfter etwa einen Millimeter von der Seitenwand distanziert anzubringen. Auf diese Weise könnten unangenehme Sauggeräusche des Lüfters gemindert werden.

Ähnlich wie beim Cooler Master Elite 310 fanden wir an den Seitenwänden leichte schwarze Lackspritzer, allerdings nur am Rand und nicht wie beim Elite 310 auch an den Bereichen aus Lochblech für die Lüfter. An der rechten Seitenwand ist außer einem etwa fünf Zentimeter breiten Bereich, der von einigen Löchern geziert ist und zur Belüftung der Festplatten beitragen soll, nichts weiter zu sehen und Cooltek verzichtet auf kleine Einbuchtungen an der Hinterseite der Seitenwände, was allerdings keine negative Konsequenzen bei der Demontage hat, da die Seitenwände nach Lösen der Thumb-Screws äußerst leicht vom Chassis zu trennen sind.

Cooltek CT-K4 – Rückseite rechts
Cooltek CT-K4 – Rückseite rechts
Cooltek CT-K4 – Rückseite
Cooltek CT-K4 – Rückseite
Cooltek CT-K4 – Rückseite links
Cooltek CT-K4 – Rückseite links
Cooltek CT-K4 – Port-Kit
Cooltek CT-K4 – Port-Kit
Cooltek CT-K4 – Lufteinlass
Cooltek CT-K4 – Lufteinlass

Die Rückseite ist einfach gestaltet. Das Netzteil befindet sich oben, darunter folgen die Bereiche für eine ATX-Blende sowie ein optionaler 80-, 92- oder gar 120-mm-Lüfter. Die sieben Slotblenden für Erweiterungskarten sind punktuell mit dem Chassis verschweißt, so dass diese zum Einbau einer Karte heraus gebrochen werden müssen und nicht wieder an ihre Stelle zurückkehren können, wenn eine Karte nicht mehr benutzt wird. Abschließend wartet die Unterseite noch mit vier Standfüßen auf, die ihren Teil zur Geräuschreduzierung im Cooltek CT-K4 beitragen sollen, da sie an der Unterseite mit dämpfendem Material überzogen sind. Auch bei diesem Kandidaten ist die Verarbeitung durchweg gut und die Lackierung gegenüber dem Cooler Master gar etwas besser.