3/3 Corsair Flash Voyager GTR im Test : Rennwagen oder Seifenkiste?

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Fazit

Corsair will mit dem Flash Voyager GTR einem „extrem schnellen“ USB-Stick abliefern – so steht es auch auf der Verpackung. Dort ist sogar von einer „sagenhaften Lese- und Schreibgeschwindigkeit“ die Rede. Letzteres mag übertrieben sein, doch ein sehr schneller USB-2.0-Stick ist den Kaliforniern in jedem Fall gelungen. Einen GT hatten wir zum direkten Vergleich zwar nicht zur Hand, zumindest ausgehend von den Ergebnissen im Wechseldatenträgertest von Sandra dürfte der GTR ihn jedoch leicht in Schach halten. Für ReadyBoost scheint hingegen der Controller des GT besser geeignet. Bei den maximalen Transferraten wird aber einmal mehr deutlich, dass das USB-Interface in der Version 2.0 an seine Grenzen stößt. Noch höhere Transferraten versprechen eSATA und USB 3.0, die aktuell allerdings noch keine echte Alternative darstellen. Während ersteres nicht über den Status einer Nischenlösung hinaus kommt, ist USB 3.0 derzeit noch sehr rar gesät und teuer.

Corsair Flash Voyager GTR 32 GB
Corsair Flash Voyager GTR 32 GB

Den Flash Voyager GTR mit 32 GB bekommt man derzeit ab rund 86 Euro, für einen USB-3.0-Stick mit gleicher Kapazität werden dagegen rund 200 Euro fällig. Von den – allerdings deutlich höheren – Transferraten profitiert man dann auch nur, wenn das passende Gegenstück am Computer vorhanden ist, was derzeit noch recht unwahrscheinlich sein dürfte. Eine günstige Alternative bieten Sticks mit USB- und eSATA-Anschluss. Diese bieten in der Regel bereits über USB 2.0 recht hohe Transferraten und drehen nochmal deutlich auf, wenn sie über eSATA angeschlossen werden. Sie sind allerdings in den schnellen Varianten mit maximal 32 GB erhältlich. Wer auf eine möglichst kompakte und robuste Bauweise verzichten kann, sollte ohnehin lieber zu einer tragbaren Festplatte greifen, die in puncto Preis und Leistung gegenüber USB-2.0-Sticks die Nase vorne hat.

Für zukünftige GTR-Modelle wäre der Umstieg auf USB 3.0 in jedem Fall sinnvoll (und wird wohl zwangsweise irgendwann erfolgen). Den aktuellen GTR hätte man jedenfalls genauso gut als überarbeiteten GT auf den Markt bringen können – nicht nur auf Grund des bereits jetzt nicht besonders großen Preisunterschiedes. Ob die Leistungsunterschiede groß genug sind, um ihn in eine neue Produktlinie zu packen, ist Ansichtssache. Über kurz oder lang ergeben drei Produktlinien aber erst dann wirklich Sinn, wenn es sehr deutliche Unterschiede in der Leistung gibt.

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