2/40 Intel Core i7-980X Extreme Edition im Test : Klotzen, nicht kleckern!

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Überblick

1,17 Milliarden Transistoren schwer ist das neue Flaggschiff aus dem Hause Intel. Diese hohe Anzahl an Transistoren, die wie üblich zum größten Teil auf den schnellen Zwischenspeicher – Cache – zurückgeht, verpackt Intel in einem 248 mm² großen Die. Damit ist der Die des Sechs-Kern-Prozessors deutlich kleiner als der eines „Lynnfield“-Quad-Core-CPUs, der es auf 296 mm² bringt. Auch die sockelgleichen „Bloomfield“ werden mit einer Die-Größe von 263 mm² noch unterboten. Rein rechnerisch entspricht der Neuling damit fast genau dem dreifachen der „Clarkdale“-Zwei-Kern-Prozessoren, die eine Die-Größe von 81 mm² besitzen. Der Faktor drei ist auch bei den Transistoren fast 1:1 zu sehen, denn ein Clarkdale bringt es auf 384 Millionen, der Gulftown bekanntlich auf 1,17 Milliarden. Einfach betrachtet stimmt also die Rechnung „Gulftown = 3 x Clarkdale“.

Bildvergleich: Die beschrifteten Einzelheiten des Prozessors

Doch ganz so einfach ist es wie fast immer im Leben dann aber auch wieder nicht. Denn Intel setzt den neuen Sechs-Kern-Prozessor auf die High-End-Plattform rund um den Sockel LGA1366, während Lynnfield und Clarkdale auf den neuen Mainstream-Sockel LGA1156 vertrauen. Der 210 Kontaktflächen größere Sockel verspricht die Anbindung von Triple-Channel-DDR3-Speicher. Dieser wird ab Werk jedoch wie bei Bloomfield mit maximal 1.066 angesprochen, von DDR3-1333 fehlt beim neuen Flaggschiff weiterhin jede Spur. Dies scheint jedoch erst einmal der einzige Makel zu sein.

Rein von der Plattform her soll es laut Intel und auch diverser Boardpartner keine Probleme mit dem Sechs-Kern-Prozessor zu geben. Hier standen für diverse X58-Mainboards bereits seit einigen Monaten entsprechend aktualisierte BIOS-Varianten bereit. Unser 18 Monate altes Asus P6T Deluxe hatte deshalb mit aktuellem BIOS keinerlei Probleme bei der Erkennung des Gulftown.

Der erste Hexa- bzw. Six-Core-Prozessor startet mit satten 3,33 GHz. Damit ist er rein vom Takt genau so schnell wie das bisherige Flaggschiff auf Basis des gleichen Sockels. Doch der 32-nm-Neuling bringt einige Zusätze mit. Bedingt durch die Kerne steigt der gesamte L2-Cache auf 1,5 MByte, der L3-Cache sogar auf satte 12 MByte. Damit wird die Linie der ersten 32-nm-CPUs auf Basis des „Clarkdale“ fortgeführt, die pro Kern ebenfalls 512 KByte L2-Cache und je zwei Kerne 4 MByte L3-Cache vorweisen können. Der QPI-Takt des neuen Flaggschiffes wird mit den 6,4 GHz zudem auf den höchsten Takt festgelegt, den Intel aktuell bei den Prozessoren anbietet. Die Featurepalette umfasst alle aktuellen SSE-Instruktionen, Virtualisierung beherrschen die Gulftown ebenfalls. Zu den Funktionen wie Turbo, Hyper-Threading und den AES-NI verlieren wir im kommenden Abschnitt ein paar Worte.

Intels Hexa-Core-Prozessor „Gulftown“

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