3/3 Star Trek Online im Test : Eine starke Marke macht noch kein gutes MMO

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Kosten

Star Trek Online wird von Cryptic per Download vertrieben und kostet in der Digital Deluxe Variante zunächst 59,99 Euro. Die abseits davon fälligen Abokosten variieren je nachdem, wie lange sich der Spieler binden möchte. So werden für einen Monat 14,94 Euro, für drei bzw. sechs Monate dagegen 41,37 bzw. 75,83 Euro berechnet. Gezahlt werden kann per Kreditkarte, PayPal oder elektronischem Lastschriftverfahren.

Fazit

So richtig weiß „Star Trek Online“ bisher nicht zu überzeugen. Dafür hapert es noch an zu vielen Stellen, was dazu führt, dass ein spielerischer Tiefgang nur dann spürbar wird, wenn der Spieler sich in ausgedehnter Geduld übt. So kann es schon an die fünf Stunden dauern, bis man sich mit allen Facetten des eher komplexen Spieles vertraut gemacht hat und bis vor allem die im Hintergrund wabernde Geschichte ein wenig an Kontur gewinnt. Diese Zeitspanne kam uns jedoch nicht als spannendes Erkunden, sondern als nerviges Einarbeiten vor, denn bis es endlich soweit war, galt es, sich mit ziemlich öden Missionen, einer mäßigen Technik und einer in Teilen hakeligen Steuerung auseinanderzusetzen.

Ein weiterer Grund für dieses eher kritische Fazit liegt in der nicht gelungenen Umsetzung der Bodengefechte. Sicher, im Weltraum sorgen die Schiffsschlachten gerade im Zusammenspiel mit ein paar motivierten Mitspielern für einige launige Stunden. Dafür herrscht auf den Oberflächen gähnende Langeweile, was insbesondere auch auf die nicht sonderlich charmant in Szene gesetzten Umgebungen zurückzuführen ist. Hier hätte ein bisschen mehr Vielfalt und weniger Konserve einiges retten können.

Star Trek Online im Test

All' das zusammen genommen sorgt dafür, dass wir für STO keine Empfehlung aussprechen können – solange es sich beim potentiellen Käufer nicht um einen echten Trekkie handelt. Dieser dürfte sich über das Realität gewordene Star Trek-Universum durchaus freuen, schließlich gibt es einige Parallelen zu den Episoden aus dem beliebten Fernseh- und Kinoformat, denen man bei Cryptic eigens eine eigene Erläuterung gewidmet hat. Ausschlaggebend für die Nicht-Empfehlung ist letztlich aber auch der Preis, denn für eine happige Anschaffung und nennenswerte monatliche Gebühren kriegt der durchschnittliche Spieler mit Lust auf ein neues MMO-Setting schlichtweg zu wenig geboten.

Abseits davon kann man übrigens sogar zu dem Urteil kommen, dass „Star Trek Online“ nur bedingt ein echtes MMOG ist. Dafür wird das erste M für „Massively“ inhaltlich viel zu wenig betont, denn eigentlich würde der Titel auch lokal funktionieren – die ganz großen, zusammen hängenden Massenschlachten mit der dringenden Notwendigkeit zur Abstimmung im Team finden sich hier eher selten. STO ist vor diesem Hintergrund, wenn man so will, eher ein Online-Spiel, das sich mehr auf unkomplizierte Action als auf ein länger geplantes Vorgehen fokussiert – was mit Blick auf die stark gefragten Casual-Titel in Ordnung geht, aber erwähnt werden muss.

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