9/9 LG W2220P im Test : Günstiger (Fast)Alleskönner

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Fazit

LG bietet mit dem W2220P einen interessanten Monitor an, der Vieles richtig macht. Neben der guten Bildqualität, die bereits im sRGB-Modus für kleinere Grafikanwendungen taugt und mit einem Colorimeter sehr gut auf den sRGB-Farbraum getrimmt werden kann, überzeugen vor allem die gute Mechanik und die erfreulich geringen Fehltritte in fast allen Belangen. Weder Lichthöfe noch schlechte Blickwinkel oder ein grau mattiertes Schwarz stören den Gesamteindruck. Perfekt ist dieser dann allerdings doch nicht, was in erster Linie an dem eigenartigen Verhalten im Benutzermodus liegt. Da sich der Monitor so nur über das Grafikkarten-LUT in seine exzellente sRGB-Form überführen lässt, muss man zwar nicht unbedingt auf den fehlerbehafteten Modus setzen. Es ist allerdings ein wohl vermeidbarer Fauxpas, der immer dann im Wege stehen wird, wenn man den LG W2220P auf mehr als sRGB kalibrieren will (wenngleich der Farbraum für vielmehr zu klein ist).

Weitere Abstriche finden sich bei der Interpolation und dem Energieverbrauch. Gerade diese flankierenden Aspekte sind es, die das Leistungsprofil des Monitors insgesamt herunter ziehen und ihn je nach Anspruch unbrauchbar machen können. In Konkurrenz mit Bildschirmen mit LED-Hintergrundbeleuchtung oder zumindest einem Helligkeitssensor kann der LG W2220P so nämlich nicht treten. Hier muss man mit einem Blick auf den Preis von knapp unter 200 Euro aber auch anerkennend zugeben, dass es eine solche Konkurrenz kaum im Jagdrevier des 22"-Monitors gibt.

LG W2220P perspektivisch
LG W2220P perspektivisch

Wer mit den kleinen Nachteilen des LG W2220P leben kann, erhält auf der Haben-Seite also einen insgesamt erstaunlich erwachsenen Monitor. Dieser muss keine Konkurrenz aus dem TN-Lager fürchten und kann im Becken jener Displays mit IPS- oder VA-Panel dabei gemütlich seine Runden drehen, da sich die Konkurrenz weitgehend ein paar Preisklassen darüber tummelt.

LG W2220P
  • farbstabiles IPS-Panel
  • beinahe vollständiger sRGB-Farbraum
  • stabile Blickwinkel
  • drei Videoeingänge
  • umfangreiche Ergonomiefunktionen
  • vergleichsweise günstig
  • fehlerhaftes Farbverhalten im Benutzer-Modus
  • nur mittelmäßige Interpolation
  • vergleichsweise hoher Energieverbrauch

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