5/6 SideWinder X4 im Test : Weniger Ghosting für weniger Stress

, 167 Kommentare

Ergonomie

Die integrierte Handballenauflage des Gehäuses ist mit fast 20° Steigung relativ steil, dank der eingeprägten Struktur aber recht rutschfest. Im weiteren Verlauf hat das Tastenfeld noch einen Anstieg von ca. 4°. Flach auf den Tisch gelegt, sind die Tasten also immer noch leicht zum Nutzer hin geneigt.

Handballenauflage der SideWinder X4
Handballenauflage der SideWinder X4
Profil der SideWinder X4
Profil der SideWinder X4

Außerdem wurden der SideWinder X4 Aufstellfüße spendiert, so dass man den Auflagewinkel der Hände noch vergrößern kann. Wenn die X4 auf den stabilen, ausklappbaren Füßen steht, liegt sie oben nicht mehr auf den Gummifüßen auf und verrutscht daher leichter; beim Tippen merkt man jedoch nichts davon. Ohne die Füße klebt die Tastatur auf ihren vier Gummiauflagen auf dem Tisch.

Die dreistufig rote Beleuchtung der Tasten ist tagsüber kaum zu erkennen, im Dunkeln hebt sie sich dagegen je nach Helligkeitsstufe leicht bis sehr gut ab. Bei normalen Lichtverhältnissen ist die lichtdurchlässige, weiße Tastenbeschriftung auch ohne Beleuchtung kontrastreich und gut ablesbar. Die Status-Leuchten neben Reihenschalter-, Makrorecorder- und Rechnertaste sind gut sichtbar, aber nicht störend.

Beleuchtung hell
Beleuchtung mittel
Beleuchtung schwach
Die Tastenausleuchtung auf hellster, mittlerer und schwacher Stufe

Das Tastenlayout stellt auch Vielschreiber vor keine großen Herausforderungen, sogar die Escape-Taste ist im Vergleich zur X6 wieder ins Tastenfeld über die Zirkumflex-Taste zurück gewandert. Die Tastenknöpfe sind rutschfest, durch die schrägen Seiten tippt man aber leicht mal zwischen zwei Tasten.

Einzeltaste im Profil
Einzeltaste im Profil

Die Schaltmattentastatur vermittelt das für dieses Konstruktionsprinzip typische Schreibgefühl. Die SideWinder X4 benötigt vergleichsweise viel Kraft zum Überwinden des Schaltpunktes. Dies erschwert unbeabsichtigte Eingaben, streng aber mehr an beim Schreiben. Der Hub ist für die Bauart normal, die Rückstellkräfte fallen ebenfalls nicht unangenehm auf. Der Anschlag ist deutlich und auch akustisch auffällig, für Fans leiser Tastaturen ist die X4 also weniger geeignet. Immerhin, zum Klappern neigt die X4 glücklicherweise nicht. Die Tastenführung ist stabil und nahezu reibungslos.

Die Entwickler der SideWinder X4 haben nicht am Material gespart. Insgesamt 21 Schrauben halten die Tastatur zusammen. Die X4 ist stabil und verwindungssteif, nur bei sehr starken Kräften gibt das Gehäuse nach. Störende Spieglungen durch die Hochglanzoberfläche wären vermeidbar.

Auf der nächsten Seite: Fazit