3/5 Xigmatek Utgard im Test : Ein Bruder für Midgard und Asgard

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Ausstattung innen

Im Innenraum des Utgard erwartet den Käufer eine einfache Raumaufteilung auf der Höhe der Zeit. Die gesamte Front wird von einem durchgehenden 5,25"-Käfig eingenommen, der neun Einbauschächte bietet. Einen dedizierten 3,5"-Schacht gibt es nicht, man kann jedoch mittels bereits eingebautem Adapter und einer speziellen Frontblende einen Schacht für 3,5"-Geräte mit Frontblende wie Lüftersteuerungen oder Cardreader herrichten. Für Festplatten ist wie bei dieser Gehäusebauart üblich ein 4-in-3-Adapter verbaut, es finden also vier Festplatten mittels Adapter in drei 5,25"-Schächten Platz. An diesem Adapter ist ein 120-mm-Lüfter montiert, der die Festplatten direkt mit Frischluft versorgt. Jeder der 5,25"-Schächte verfügt über einen werkzeuglosen Verriegelungsmechanismus, welcher sich in knalligem Orange vom ansonsten komplett schwarzen Innenraum abhebt. In der gleichen Farbe sind die Verriegelungen der Steckkarten sowie die Rotoren der Lüfter gehalten, welche zusätzlich von weißen Leuchtdioden beleuchtet werden. Laufwerke können allerdings auch ganz konventionell beidseitig verschraubt werden.

Wie bei vielen aktuellen Gehäusen findet sich hinten am Gehäuseboden die Netzteilaufnahme, die durch den Staubfilter an der Unterseite für Netzteile mit unten einsaugendem Lüfter konzipiert ist. Davor befindet sich ein Einbauplatz für einen optionalen Lüfter, welcher 120 oder 140 Millimeter Kantenlänge aufweisen kann – allerdings können nur Lüfter des größeren Formats ohne Werkzeug verbaut werden. Diese Lüfteröffnung ist leider nicht mit einem Staubfilter ausgestattet. Zur Entlüftung dient ein 120-mm-Lüfter an der üblichen Stelle der Rückseite sowie ein 170-mm-Lüfter im Gehäusedeckel. Dieser kann durch einen oder zwei der eher üblichen 120- oder 140-mm-Ventilatoren ersetzt werden, was vor allem bei der Montage eines Radiators im Deckel ratsam ist.

Auch der Mainboardträger ist auf dem Stand der Technik, sowohl die üblichen Aussparungen für die Kabelführung als auch eine im Vergleich zur Konkurrenz sehr große Öffnung hinter dem CPU-Bereich des Mainboards sind vorhanden, um die CPU oder den Kühler ohne Demontage des Boards tauschen zu können. Herausnehmbar ist der Mainboardtray nicht, was in dieser Preisklasse auch nicht üblich ist.

Xigmatek Utgard – Innenraum hinten
Xigmatek Utgard – Innenraum hinten
Xigmatek Utgard – Innenraum vorne
Xigmatek Utgard – Innenraum vorne
Xigmatek Utgard – Gehäuseboden
Xigmatek Utgard – Gehäuseboden
Xigmatek Utgard – Innenraum oben
Xigmatek Utgard – Innenraum oben
Xigmatek Utgard – Innenraum rechts
Xigmatek Utgard – Innenraum rechts
Xigmatek Utgard – Innenraum links
Xigmatek Utgard – Innenraum links
IXigmatek Utgard – Kartenverriegelung
IXigmatek Utgard – Kartenverriegelung
Xigmatek Utgard – abgenommene Front
Xigmatek Utgard – abgenommene Front
Xigmatek Utgard
Xigmatek Utgard
Xigmatek Utgard
Xigmatek Utgard
Xigmatek Utgard – HDD-Käfig
Xigmatek Utgard – HDD-Käfig
Xigmatek Utgard – 3,5"-Adapter
Xigmatek Utgard – 3,5"-Adapter

Erfahrungen

Das Xigmatek Utgard hat wirklich alles an Bord was man für ein System bis hin zur Oberklasse braucht – die integrierte Zwei-Kanal-Lüftersteuerung mit sehr brauchbarem Regelbereich für insgesamt sechs Lüfter ist besonders hervorzuheben, aber auch die guten Platzverhältnisse für sehr viele Laufwerke, Netzteile mit Überlänge oder auch sehr lange High-End-Grafikkarten sind erwähnenswert. Bei letzteren gereicht dem Utgard vor allem der durchgehende Laufwerkskäfig zum Vorteil, der ohne Laufwerke noch Platz lässt wo andere Gehäuse bereits die Stromkabel der Grafikkarte blockieren. Für die Preisklasse typisch ist allerdings die verhältnismäßig geringe Gehäusebreite, die für den CPU-Kühler nur eine maximale Höhe von 170 mm zulässt. Das reicht zwar für die allermeisten Towerkühler, kann aber im Einzelfall zuwenig sein, vor allem wenn man zusätzliche Lüfter in der Seitenwand oder bei der Standardversion des Gehäuses eine Schalldämmung nachrüstet.

Das Gehäuse bietet also Platz für nahezu alle erdenklichen Kombinationen von der Einsteiger- bis zur High-End-Klasse – da darf auch die Möglichkeit, eine Wasserkühlung zu verbauen, nicht fehlen. Die Umsetzung vor allem der Radiatormontage zwischen dem abnehmbaren Deckel und tatsächlichen Gehäusekorpus kann überzeugen, obwohl dieser Einbauplatz die Größe des Radiators auf 240 oder 280 mm einschränkt. Durch den Platz am Gehäuseboden und den großen Laufwerkskäfig findet sich auch immer ein Platz für die Pumpe, was bei vielen Gehäusen mit einer weniger vielseitigen Innenraumgestaltung nicht der Fall ist.

Auch bei den meisten Details leistet das Utgard genau das, was man von einem guten Gehäuse erwartet – die werkzeugfreien Verriegelungen funktionieren allesamt sehr gut, lassen aber trotzdem die Möglichkeit offen, die Geräte traditionell zu verschrauben, um ein maximales Maß an Sicherheit zu erreichen. Die externen Anschlüsse, die Taster und die Lüftersteuerung sind an der Vorderkante des Gehäusedeckels perfekt erreichbar und auch die Fläche dahinter ist zum Ablegen von USB-Sticks oder anderer Speichermedien sehr nützlich. Das Einbauen der Festplatten dauert allerdings etwas länger als bei der Konkurrenz, da sie alle einzeln im 4-in-3-Käfig verschraubt werden müssen. Gegebenenfalls kollidieren sie beim Einbau auch mit der restlichen Hardware im Gehäuse, sodass man vermeiden sollte, den Festplattenkäfig auf Höhe der Erweiterungssteckkarten zu montieren. Weiter oben im Bereich von CPU und RAM gibt es bei den meisten Konfigurationen keine Probleme, auch wenn der Wechsel einer Festplatte auf jeden Fall nicht so einfach von der Hand geht wie bei Gehäusen mit quer eingebauten Festplatten, die in dieser Hinsicht die Nase vor dem Utgard haben.

Ebenfalls Anlass zur Kritik geben – wie leider so oft und nicht nur in den unteren Preisklassen – die Lüfter. Kaum ein Hersteller schafft es, verschieden große Lüfter aufeinander abzustimmen – beim Utgard sind es wieder einmal die „kleinen“ 120-mm-Lüfter, die bei gleicher Spannung wesentlich lauter sind als der große 170-mm-Lüfter, der selbst bei vollen zwölf Volt nahezu unhörbar bleibt und sich auch dementsprechend langsam dreht. Der Unterschied besteht hier in nahezu unhörbaren 750 U/min beim großen und vergleichsweise lauten 1600 U/min bei den kleinen Lüftern, jeweils bei voller Spannung. Sobald man also durch die Konfiguration gezwungen ist, verschiedene Lüfter an den gleichen Steuerungskanal anzuschließen, verschenkt man entweder Kühlpotential beim großen Lüfter, der heruntergeregelt auch nicht zuverlässig anspringt – oder nimmt eine höhere Lautstärke durch die kleineren Lüfter in Kauf. Eine Lösung des Problems ist, den großen Lüfter konstant mit zwölf Volt zu versorgen – allerdings verfehlt dies den Sinn der integrierten Lüftersteuerung ein wenig.

Xigmatek Utgard – Testsystem
Xigmatek Utgard – Testsystem
Xigmatek Utgard – Testsystem
Xigmatek Utgard – Testsystem
Xigmatek Utgard – Kabelverlegung
Xigmatek Utgard – Kabelverlegung
Xigmatek Utgard – Testsystem
Xigmatek Utgard – Testsystem
Xigmatek Utgard – Beleuchtung
Xigmatek Utgard – Beleuchtung
Xigmatek Utgard – Staubfilter
Xigmatek Utgard – Staubfilter
Xigmatek Utgard – Kabelfixierung
Xigmatek Utgard – Kabelfixierung
Xigmatek Utgard – maximale Kühlerhöhe
Xigmatek Utgard – maximale Kühlerhöhe

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