7/8 Asus N53SV im Test : Intel „Sandy Bridge“ im Notebook

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Akkulaufzeit

Auf dem Papier wirkt der mitgelieferte Sechs-Zellen-Akku mit seiner Kapazität von 48 Wattstunden deutlich unterdimensioniert. Dort schreien ein Vierkern-Prozessor und ein DirectX-11-Grafikchip förmlich nach Energie, auf der anderen Seite weckt die in die CPU integrierte Grafiklösung Hoffnung auf einem maßvollen Umgang mit dem Inhalt des Akkus – zumindest bei weniger anspruchsvollen Aufgaben.

Getestet wurde mit dem eigens für die Messung von Notebook-Laufzeiten geschriebenen Programm Battery Eater in Version 2.7. Battery Eater erlaubt die Simulation einer Vollast-Situation – CPU und Grafikkarte werden voll ausgelastet – und im sogenannten „Reader's Test“ die Ermittlung der Laufzeit bei geringer Systembelastung. In beiden Fällen wird bei einer Helligkeit von 140 cd/m² gemessen, um mit anderen Geräten vergleichbare Bedingungen zu schaffen. Zusätzlich ist das WLAN-Modul aktiviert.

Akku
Angaben in Stunden, Minuten
  • Hochleistung (Classic Test):
    • Asus N53SV (Core i7-2720QM, Geforce 540M, HDD)
      0:59
    • HP ProBook 5320m (Core i3-350M, GMA HD, HDD)
      1:04
    • HP ProBook 5320m (Core i5-450M, GMA HD, SSD)
      1:30
    • Acer Aspire Timeline X 5820TG (Core i5-480M, HD6550M, HDD)
      1:33
      Hinweis: mit AMD 6550M
    • Lenovo Thinkpad X201 (Core i5-540M, GMA HD, HDD)
      2:21
  • Energiesparmodus (Reader's Test):
    • Asus N53SV (Core i7-2720QM, Intel HD 3000, HDD)
      3:48
    • HP ProBook 5320m (Core i5-450M, GMA HD, SSD)
      4:35
    • HP ProBook 5320m (Core i3-350M, GMA HD, HDD)
      4:46
    • Acer Aspire Timeline X 5820TG (Core i5-480M, HD6550M, HDD)
      5:28
      Hinweis: mit Intel GMA HD

Im Hochleistungstest bewahrheiten sich dann die Befürchtungen. Mit knapp einer Stunde Laufzeit erweist sich der Akku als deutlich zu klein. Allerdings erhält man in den ermittelten 59 Minuten Dank der Nvidia 540M eine sehr hohe Systemleistung. Bei geringer Belastung – hier reicht der Intel-HD-3000-Chip – verfehlt das N53SV die Marke von vier Stunden.

Zwar ist diese Zeit für viele Fälle ausreichend, trotzdem stellt sich an dieser Stelle die Frage, warum auf einen so kleinen Akku zurückgegriffen wird. Denn auch mit optimalen Einstellungen – unter anderem deaktiviertes WLAN, minimale Display-Helligkeit – verlängert sich die Laufzeit nur um eine gute halbe Stunde.

Immerhin bietet das Gerät die Möglichkeit, per Sondertaste zwischen den programmierbaren Betriebsmodi zu wechseln. Hier können neben der Display-Helligkeit auch die mini- und maximale Leistung des Prozessors eingestellt werden. Leider lässt sich auf diesem Wege aber nicht die zu verwendende Grafikeinheit festlegen, dies muss vor jedem Programmstart über das Kontextmenü festgelegt werden.

Lautstärke

Angesichts der Leistung erwartet man beim N53SV zumindest unter Last einen lauten Lüfter, immerhin werden die maximalen Verlustleistungen mit 45 (Prozessor), beziehungsweise 35 Watt (Nvidia 540M) angegeben.

Lautstärke
Angaben in dB(A)
  • Leerlauf:
    • Acer Aspire Timeline X 5820TG (Core i5-480M, HD6550M, HDD)
      30,0
      Hinweis: Lüfter läuft permanent
    • Asus N53SV (Core i7-2720QM, Intel HD 3000, HDD)
      31,0
      Hinweis: Lüfter läuft permanent
  • Vollast:
    • Asus N53SV (Core i7-2720QM, Geforce 540M, HDD)
      41,0
    • Acer Aspire Timeline X 5820TG (Core i5-480M, HD6550M, HDD)
      43,0
  • Optisches Laufwerk:
    • Asus N53SV (Core i7-2720QM, Intel HD 3000, HDD)
      46,0
    • Acer Aspire Timeline X 5820TG (Core i5-480M, HD6550M, HDD)
      52,0

Leider – wie bei vielen aktuellen Geräten mit leistungsstarken Prozessoren – läuft der Lüfter permanent, auch im „Express Gate“-Modus. Allerdings fällt das leise Rauschen kaum auf und stört beim konzentrierten Arbeiten nicht. Unter Vollast verzeichnet das Messgerät dann aber nicht überhörbare 41 Dezibel. Dieser Wert wird vom verbauten optischen Laufwerk bei maximaler Geschwindigkeit noch leicht übertroffen.

Temperatur

Dass der verbaute Lüfter nicht nur Lärm produziert, sondern auch für Kühlung sorgt, zeigen die ermittelten Temperaturen. Beim Erreichen von zu hohen Werten würden zwar die in den jeweiligen Komponenten Schutzfunktionen – zum Beispiel das Senken der Taktraten – greifen, auf lange Sicht leidet darunter aber die Lebenserwartung des Notebooks.

Temperatur
Angaben in °C
  • Höchster Wert Oberseite, Leerlauf:
    • Asus N53SV (Core i7-2720QM, Intel HD 3000, HDD)
      28,3
    • Acer Aspire Timeline X 5820TG (Core i5-480M, HD6550M, HDD)
      29,8
  • Höchster Wert Unterseite, Leerlauf:
    • Acer Aspire Timeline X 5820TG (Core i5-480M, HD6550M, HDD)
      26,1
    • Asus N53SV (Core i7-2720QM, Intel HD 3000, HDD)
      26,6
  • Höchster Wert Oberseite, Last:
    • Asus N53SV (Core i7-2720QM, Geforce 540M, HDD)
      27,8
    • Acer Aspire Timeline X 5820TG (Core i5-480M, HD6550M, HDD)
      39,0
  • Höchster Wert Unterseite, Last:
    • Acer Aspire Timeline X 5820TG (Core i5-480M, HD6550M, HDD)
      30,3
    • Asus N53SV (Core i7-2720QM, Geforce 540M, HDD)
      31,2
  • Höchste gemessene Temperatur:
    • Asus N53SV (Core i7-2720QM, Geforce 540M, HDD)
      53,4
      Hinweis: Luftauslass
    • Acer Aspire Timeline X 5820TG (Core i5-480M, HD6550M, HDD)
      58,2
      Hinweis: Luftauslass

Im Leerlauf – gemessen wurde nach einer halben Stunde bei Raumtemperatur – erwärmt sich das Gehäuse nur unwesentlich. Oberhalb der verbauten Festplatte – der wärmste Punkt auf der Oberseite – konnten 28,3 Grad Celsius ermittelt werden.

Unter Last wird dann deutlich, wie effektiv die Kühlung ihre Arbeit verrichtet: Auf der Oberseite gibt es in Bezug auf den Höchstwert kaum Veränderungen, die Durchschnittstemperatur hingegen ist minimal niedriger als im Leerlauf-Betrieb.

Wer das Gerät im laufenden Betrieb auf dem Schoß hat, muss keine Verbrennungen oder ähnliches befürchten. Zwar wird die Unterseite insgesamt etwas wärmer als im Leerlauf, mit 31,2 Grad Celsius ist der wärmste Punkt – etwa auf Höhe des Luftauslasses – aber weit davon entfernt, gefährlich oder unangenehm zu werden.

Der höchsten Wert konnte – wie nicht anders zu erwarten – am Lüfter gemessen werden. Hier zeigte das Thermometer 53,4 Grad Celsius an.

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