3/4 Sharkoon Flexi-Drive Extreme Duo im Test : USB 3.0 ist kein Allheilmittel

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Benchmarks

Dateitransfer

Um die Sticks im praktischen Einsatz zu testen, haben wir verschiedene Dateitypen und -größen auf den Stick übertragen, von ihm gelesen und die benötigte Zeit mit einer Stoppuhr festgehalten. Die Ergebnisse sind das Mittel aus drei Messungen.

Dateitransfer Lesen
Angaben in Stunden, Minuten, Sekunden
  • Windows-7-ISO / 2,97 GB:
    • Super Talent Supercrypt
      0:00:18
    • Flexi-Drive Extreme Duo
      0:00:27
    • Super Talent Supercrypt (@SB850)
      0:01:37
    • Flexi-Drive Extreme Duo (@SB850)
      0:01:37
  • 195 AAC-Dateien / 1,43 GB:
    • Super Talent Supercrypt
      0:00:11
    • Flexi-Drive Extreme Duo
      0:00:15
    • Super Talent Supercrypt (@SB850)
      0:00:49
    • Flexi-Drive Extreme Duo (@SB850)
      0:00:50
  • Programmordner / 1,28 GB / 4.819 Dateien:
    • Super Talent Supercrypt
      0:00:17
    • Flexi-Drive Extreme Duo
      0:00:22
    • Super Talent Supercrypt (@SB850)
      0:00:56
    • Flexi-Drive Extreme Duo (@SB850)
      0:01:07

Die beworbenen 131 MB/s sind es zwar nicht, aber 112 MB/s beim Lesen einer ISO-Datei können sich auf jeden Fall sehen lassen. Bei kleineren Dateien nimmt der Datendurchsatz zwar ab, 98 MB/s (Musik) respektive 60 MB/s (Programmordner) lassen sich aber noch immer sehen. Im Vergleich mit dem deutlichen teureren Supercrypt ist der Sharkoon-Stick jedoch zwischen 27 und 46 Prozent langsamer. Unter USB 2.0 sieht man deutlich die durch das Protokoll gesetzten Grenzen bei der Geschwindigkeit.

Dateitransfer Schreiben
Angaben in Stunden, Minuten, Sekunden
  • Windows-7-ISO / 2,97 GB:
    • Flexi-Drive Extreme Duo
      0:00:29
    • Super Talent Supercrypt
      0:00:42
    • Flexi-Drive Extreme Duo (@SB850)
      0:01:54
    • Super Talent Supercrypt (@SB850)
      0:01:57
  • 195 AAC-Dateien / 1,43 GB:
    • Super Talent Supercrypt
      0:00:26
    • Super Talent Supercrypt (@SB850)
      0:01:01
    • Flexi-Drive Extreme Duo
      0:01:15
    • Flexi-Drive Extreme Duo (@SB850)
      0:01:56
  • Programmordner / 1,28 GB / 4.819 Dateien:
    • Super Talent Supercrypt
      0:00:39
    • Super Talent Supercrypt (@SB850)
      0:01:33
    • Flexi-Drive Extreme Duo
      0:02:39
    • Flexi-Drive Extreme Duo (@SB850)
      0:03:35

Sieht man sich nun die Transferraten beim Schreiben an, muss man klar zwischen sehr großen und kleineren Dateien unterscheiden. Beim Schreiben der ISO-Datei ist das Flexi-Drive Extreme Duo mit rund 105 MB/s sogar 32 Prozent schneller als der Supercrypt. Sobald man aber zu einer Vielzahl kleinerer Dateien wechselt, bricht der Sharkoon-Stick im Vergleich deutlich ein und ist sogar langsamer als der Supercrypt über USB 2.0. In Zahlen sind das eine fast dreimal (Musik) bzw. viermal (Programmordner) so lange Zeitspanne bis zur Beendigung der Übertragung. Eine ungefähre Vorstellung der Leistungsverhältnisse im Vergleich zu den zuletzt getesteten USB-3.0-Sticks gibt ein Blick in den letzten Artikel, wenn man den Supercrypt als Bezugspunkt nimmt. So steht Sharkoons neuer Speicherstick beispielsweise beim Transfer des Programmordners gar nicht so schlecht da, ist bei den AAC-Dateien aber lediglich schneller als der Nobility N005 von Adata.

Synthetische

Der Wechseldatenträger-Test in Sandra 2010 misst den Datendurchsatz, den die Sticks beim Lesen und Schreiben verschiedener Dateigrößen erreichen. Dabei handelt es sich um einen gemittelten Wert, in den sowohl Leistungsspitzen als auch Einbrüche einfließen.

Der Verlauf der Kurve beim Lesen spiegelt die Ergebnisse des Praxistests wider. Unter USB 2.0 kann der Supercrypt nur bei kleinen Dateien einen Vorsprung von 20 Prozent verbuchen, ist ansonsten aufgrund des Protokoll-Flaschenhalses gleich auf mit dem Flexi-Drive. Bei großen Dateien fällt Sharkoons Stick erwartungsgemäß zurück, schafft aber noch immer rund 123 MB/s.

Ebenso lässt sich der Lesedurchsatz beim Praxistest mit Sandra nachvollziehen. Das Flexi-Drive ist dem Supercrypt beim Schreiben kleinerer Dateien selbst im Vergleich USB 3.0 gegen USB 2.0 noch unterlegen. Dass es beim Schreiben der ISO-Datei wiederum schneller war, lässt sich am Verlauf in Sandra zumindest tendenziell erahnen. Der Benchmark testet jedoch nur bis 256 MB Dateigröße.

Beim Test der Eignung für das ReadyBoost-Feature von Windows Vista und Windows 7 wird die Leistung bei zufälligen Schreib- (512-KB-Blöcke) und Lesezugriffen (4-KB-Blöcke) mit dem im Betriebssystem enthaltenen Programm WinSAT getestet. Unter Windows Vista ließen sich maximal 4 GB nutzen, unter Windows 7 wurde dieses Limit auf 256 GB, verteilt auf bis zu acht Geräte, erhöht. Verglichen mit den auf unserem alten Testsystem unter Vista erzielten Ergebnissen scheinen die Transferraten unter Windows 7 durchweg niedriger zu sein. Über die Gründe können wir derzeit nur spekulieren, zur Sicherheit haben wir die Ergebnisse jedoch stichprobenartig an den USB-Ports der SB850 des Testsystems und auf einem zweiten Rechner mit einer anderen Version von Windows 7 überprüft und kamen dabei zu ähnlichen Ergebnissen.

ReadyBoost-Eignung Lesen
    • Super Talent Supercrypt
      18,85
    • Flexi-Drive Extreme Duo
      11,84
    • Super Talent Supercrypt (@SB850)
      7,84
    • Flexi-Drive Extreme Duo (@SB850)
      6,62

Im Lesetest erreicht das Flexi-Drive einen hervorragenden Wert von 11,84 MB/s. Damit ist es zwar noch ein gutes Stück vom Supercrypt entfernt, dürfte aber alle anderen zuletzt getesteten Sticks überlegen sein.

ReadyBoost-Eignung Schreiben
    • Super Talent Supercrypt
      79,01
    • Super Talent Supercrypt (@SB850)
      31,37
    • Flexi-Drive Extreme Duo
      17,42
    • Flexi-Drive Extreme Duo (@SB850)
      13,11

Die 17,42 MB/s im Schreibtest sind hingegen kein besonders hervorstechender Wert, sondern liegen auf dem Niveau anderer Sticks.

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