4/5 Samsung Wave II im Test : Ein neues Display für den Kassenschlager

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Apps & "Kies"

Was beim Wave in Sachen vorinstallierter Apps galt, gilt auch für den Nachfolger: Das Angebot deckt locker den Grundbedarf jedes konventionellen Nutzers. Neben Standard-Programmen wie den üblichen Social-Network-Widgets, einem Taschenrechner, Chat-Programm, Notizen und Voicerecorder und dem ein oder anderen Spiel findet man außerdem eine Anwendung namens „Social Hub“ vor, die auf Wunsch diverse E-Mail- und Social-Network-Konten inklusive Kontakten miteinander synchronisiert.

Darüber hinaus kann natürlich auch vom Wave II auf den „Samsung Apps“ benannten App Store zugreifen. Das Angebot umfasst mittlerweile knapp 5.000 Anwendungen, was gut 2.000 Apps hinter der für Ende 2010 gesetzten Zielmarke von Samsung zurückliegt. Dennoch dürften die meisten Nutzer im Wust der wenig-brauchbaren Angebote je nach Vorlieben durchaus die ein oder andere schmackhafte zusätzliche Applikation für sich entdecken können. Auch im Februar 2011 gilt allerdings, dass das Angebot noch einige Zeit brauchen wird, um auch nur annähernd die Güte und vor allem die Quantität der großen Konkurrenz zu erreichen.

Zur Synchronisation kommt Samsungs Kies Software zum Einsatz
Zur Synchronisation kommt Samsungs Kies Software zum Einsatz

Zur Synchronisation und für Updates kommt nach wie vor die PC Suite „Kies“ zum Einsatz. Diese ist ein wenig überladen, bietet bei der Handhabung des Gerätes aber einen nennenswerten Komfort. So können per Drag&Drop bequem Dateien wie Videos, Filme oder Fotos ausgetauscht sowie Kontakte synchron gehalten werden. Außerdem lässt sich das Wave II auf diesem Wege per Tethering als UMTS-Modem verwenden.

Multimedia

Der Multimedia-Bereich gehört zu jenen Bereichen, in denen das Wave II seinem Vorgänger nahezu gleicht. Aus diesem Grund kann an dieser Stelle ohne Probleme auf den entsprechenden Abschnitt im Wave-Test verwiesen werden.

Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang lediglich, dass weniger ambitionierte Unterwegs-Videoschauer sich über das Mehr an Displaygröße freuen dürften. Echte Enthusiasten dürften dagegen von der etwas besseren Darstellung des Vorgängers profitieren – hier ist also wieder einmal eine persönliche Abwägung notwendig, zu der im Fazit eindeutig Stellung bezogen wird.

Für E-Mail-Junkies gilt übrigens leider nach wie vor, dass der Bada-E-Mail-Client bzw. dessen IMAP-Funktion nicht zu hundert Prozent reibungslos laufen. So werden vor allem nicht standardmäßige Ordnerstrukturen entweder garnicht oder aber unübersichtlich dargestellt und auch die Synchronisation will in diesem Fall nicht so recht klappen. Immerhin ließen sich aber Nutzerberichte, wonach die Synchronisation des Hauptpostfachs auf dem Wave I nach dem Update auf Bada 1.2 nicht mehr vollständig bzw. erst nach dem Herunterladen aller abgelegten E-Mails funktionionierte, auf dem Wave II nicht reproduzieren.

Kommunikation

Auch bei der restlichen Ausstattung deckt sich das Angebot von Wave und Wave II. Dies geht aber auch völlig in Ordnung, da mit WLAN nach „Draft-n“ sowie Bluetooth 3.0 der State-of-the-Art geboten wird. Damit sind – entsprechend kompatible Geräte vorausgesetzt – theoretisch bis zu 300 Megabit pro Sekunde via WLAN sowie 24 Megabit pro Sekunde über Bluetooth möglich.

Komplettiert wird die Ausstattung von UMTS inklusive HSDPA, sodass auch mobil theoretisch mit bis zu 3,5 MB/s gearbeitet werden kann – schade aber zu verkraften, dass Samsung nach wie vor nicht auch noch den Upload-Turbo HSUPA spendiert, der in immer mehr Ballungszentren bereits verfügbar ist.

Laufzeiten

Bei den Laufzeiten hat sich trotz der Display-Umstellung bzw. der Vergrößerung der Diagonale bei einem weiterhin mit 1.500 mAh dimensionierten Akku nichts nennenswertes getan. Auch wenn zu erwarten steht, dass ein direkter, präziser Laufzeitenvergleich zu Tage befördern würde, dass das alte Wave minimal länger läuft, so lässt sich nach gut einer Woche mit dem Nachfolger sagen: Spürbar ist dieser Unterschied in der alltäglichen Nutzung nicht.

Aus diesem Grund gehört auch das Wave II zu den Power-Läufern unter jenen Geräten, die uns in den vergangenen 12 Monaten unter die Fittiche gekommen sind. Bei einer moderaten Nutzung von Funktionen wie E-Mails, GPS, Telefonieren und WLAN können deshalb auch in diesem Fall mit etwas Glück drei Arbeitstage erreicht werden, bevor das S8530 für eine gute Stunde an die Steckdose gehangen werden möchte.

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