2/10 Zalman CNPS11X im Test : Leichtgewichtiger CPU-Kühler aus Korea

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Kühler im Detail

Auf den ersten Blick wirkt der Zalman CNPS11X wie ein herkömmlicher Single-Towerkühler im 120-mm-Format. Erst bei näherer Betrachtung offenbaren sich Besonderheiten, die den Koreaner etwas von der Masse des Marktes distanzieren.

CNPS11X Verpackung
CNPS11X Verpackung
Zalman CNPS11X Prozessorkühler
Zalman CNPS11X Prozessorkühler
Zalman CNPS11X Prozessorkühler
Zalman CNPS11X Prozessorkühler
Kunststoffabdeckung
Kunststoffabdeckung

So wartet der Hybrid-Kühler mit klassisch kupferner Wärmeaufnahme und Aluminium-Lamellenausstattung mit zwei separaten Kühltürmen auf, welche lediglich durch die fünf U-förmig aufgebogenen 6-mm-Heatpipes leitend verbunden sind. Beide Türme sind im 90°-Winkel zueinander angeordnet und bilden in der Grundflächenbetrachtung die Katheten eines gleichschenkligen, rechtwinkligen Dreiecks. Die Hypotenusenposition wird vom vorgespannten Lüfter übernommen, welcher somit nicht direkt an den Lamellen anliegt, sondern in einen relativ großen Hohlraum bläst.

In der Vergangenheit konnten sich derart große Abstände zwischen Kühllamellen und Lüfter selten behaupten, sodass man gespannt auf die Leistung des Zalman CNPS11X blicken darf.

Fünf Heatpipes und verspiegelte Wärmeaufnahme
Fünf Heatpipes und verspiegelte Wärmeaufnahme
Kunststoffabdeckung zur Lüfterhalterung
Kunststoffabdeckung zur Lüfterhalterung
90°-Verlauf der Lamellen
90°-Verlauf der Lamellen
Ebener Kupferboden spiegelnd vernickelt
Ebener Kupferboden spiegelnd vernickelt

Des weiteren wartet der Zalman-Spross mit einem sehr niedrigen Lamellenabstand von unter einem Millimeter auf. Im Zuge der Silent-Optimierungen gehen die meisten Hersteller den umgekehrten Weg und heben den Abstand zwischen den einzelnen Kühleinheiten an. Zalman setzt hier lieber auf Kühlfläche und verbaut pro Turm imposante 84 Leichtmetall-Lamellen. Dabei ist der CNPS11X mit Blick auf sein Gewicht ein wahrer Mager-Kühler: Nur 600 Gramm bringt der Koreaner inklusive Lüfter auf die Wage.

Abseits dieser eigenwilligen Charakterzüge vertraut auch Zalman auf die mittlerweile übliche, vereinheitlichende Oberflächenbehandlung. Sowohl die Aluminiumlamellen als auch die ebene Kupferbodenplatte und die Heatpipes sind mit einer dünnen Nickelschicht überzogen. Die Wärmeaufnahme hat zusätzlich eine entsprechende Polierung erfahren.

Sehr enge Lamellenstaffelung
Sehr enge Lamellenstaffelung
Lüftermontage durch Schrauben
Lüftermontage durch Schrauben
120-mm-PWM-Lüfter als Serienausstattung
120-mm-PWM-Lüfter als Serienausstattung
Speziell angepasster Lüfter mit PWM-Funktion
Speziell angepasster Lüfter mit PWM-Funktion

Neben den qualitativ gefälligen Metallteilen des Kühlers verbaut Zalman wieder reichlich Kunststoff. So wird neben der Abdeckung des Kühlkörpers auch die Halterung für den mit vier Schrauben fixierten Serienlüfter von einer Plastikhaube übernommen.

Der Serienlüfter mit 120-mm-Kantenlänge arbeitet mit maximal 1.950 U/min und verfügt über die beliebte PWM-Funktion zur automatischen Drehzahlsteuerung (minimal 1.000 U/min). Mit Hilfe des beiliegenden Adapters kann die Maximaldrehzahl auf 1.450 U/min unter Beibehaltung der PWM-Fähigkeit abgesenkt werden.

Aufgrund der verwendeten Standard-Rahmenlöcher kann der Zalman-Lüfter ohne Probleme gegen ein beliebiges 120-mm-Modell substituiert werden.

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