4/4 Dungeon Siege III im Test : Mit der Konsole wird hier vieles besser

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Fazit

„Dungeon Siege III“ ist ein gutes Beispiel dafür, dass die pauschale Verdammung der „Konsolisierung“ des Spiele-Marktes nicht angebracht ist. Im Gegenteil lässt sich sagen, dass die „Dungeon Siege“-Reihe mit dem dritten, in der Tat ziemlich „konsoligen“ Teil sich ins Positive entwickelt. DS III ist völlig anders als die Vorgänger – und das ist auch gut so.

Zu den positiven Merkmalen gehört konkreter eine stimmige, tragende Handlung, eine insgesamt angemessene Präsentation, ein dynamisches Kampfsystem und eine solide KI. Auch wenn der Eindruck aufgrund der relativ kurzen Spielzeit, des simplen Charaktersystems und des rudimentären Mehrspielerparts getrübt wird, ließe sich auf dieser Basis doch sagen, dass DS III für Freunde des Genres sehr interessant sein kann.

Dungeon Siege III im Test

Nur ist es so, dass die besagte „Konsolisierung“ für die Entwickler nicht nur Vorteile, sondern auch Herausforderungen mit sich bringt. Denn natürlich dürften diese sich häufig versucht sehen, den Entwicklungsaufwand für die einzelnen Plattformen möglichst gering zu halten. Mit einem solchen Denken kann zumindest erklärt werden, warum so viele Multi-Plattform-Titel an bestimmten Aspekten kranken – und warum „Dungeon Siege III“ so fulminant über die Steuerung stolpert.

Hier scheint einfach nicht genügend Zeit in die PC-Version investiert worden zu sein, weswegen sich DS III mit einem 360-Gamepad (auf anderen ist die Steuerung durch die nicht-vorhandene Layout-Anpassung ebenfalls ein Graus!) deutlich besser spielt, als mit Tastatur und Maus.

Immerhin hat man bei Obsidian angekündigt, sich des Problems über einen Patch annehmen zu wollen. Bis dieser verfügbar ist, können wir für PC-Spieler trotz des positiven Gesamtbildes keine Empfehlung aussprechen – es sei denn, echte Genre-Enthusiasten können nicht warten und möchten schon einmal mit einem 360-Gamepad bei vergleichsweise fixer Kameraführung loslegen.

Kopier- & Jugendschutz

„Dungeon Siege III“ muss zu Beginn über Steam aktiviert werden und funktioniert auch danach als Spiel der Valve-Plattform nur in Verbindung mit dem entsprechenden Account. Dies hat zwar zum Vorteil, dass keine DVD im Laufwerk liegen muss und Patches automatisch und zeitnah aufgespielt werden; ein Wiederverkauf wird dadurch aber erschwert.

In Sachen Jugendschutz gibt es keine Besonderheiten zu erwähnen – das Spiel ist nach der USK „ab 12 freigegeben“.

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