3/13 Drei GPU-Kühler im Vergleich : Thermalright, Scythe und Alpenföhn

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Montagebesonderheiten

Un ein möglichst großes Kompatibilitätsfenster abdecken zu können, kommen bei Retail-Grafikkartenkühlern üblicherweise vielzählige Einzelkühler für die verschiedenen Bauteile aktueller Pixelbeschleuniger zum Einsatz. Während das Hauptaugenmerk ganz klar auf dem Grafikchip liegt, wird die Peripherie in Form von Spannungswandlern, Speicher- und Zusatzchips meist nur mit kleinen, passiven Aluminiumblöcken bedient.

Thermalright Zusatzkühler
Thermalright Zusatzkühler

In diesem Sinne liegen dem Thermalright Shaman 24 Passivkühler in verschiedenen Bauformen bei. Zwölf normale Blöcke für Speicherbausteine, sechs flachere Varianten und sechs schmale, deutlich längere Kühler für Wandlerelemente. Die Aluminiumparts sind mit relativ gut klebenden Folien ausgestattet und werden vor der Kühlermontage einfach auf die gereinigten Flächen aufgeklebt.

Wem diese Ausstattung nicht genügt, der kann den Shaman für ausgewählte Grafikkarten von AMD und Nvidia durch die Thermalright VRM-Zusatzkühler ergänzen, welche speziell für die sensiblen Spannungswandler konzipiert sind. Eine Übersicht über die erhältlichen VRM-Kühler ist der Thermalright-Webseite zu entnehmen.

Thermalright Montageanleitung und -Zubehör
Thermalright Montageanleitung und -Zubehör
Angenehme Rückplattenbefestigung
Angenehme Rückplattenbefestigung
Thermalright Shaman
Thermalright Shaman

Abseits dieser Optionen ist der übrige Montageakt schnell vollzogen (deutschsprachige Anleitung). Über die Auflistung in der Montageanleitung (oder durch Experimentieren) wird der grafikkartenspezifische Bohrlochabstand ermittelt und die entsprechenden Haltebolzen am Boden des Thermalright Shaman eingeschraubt. Mit den passenden Isolierringen versehen kann der Kühler nun auf die zuvor gereinigte und mit Wärmeleitpaste ausgestattete GPU aufgesetzt werden, während man die Haltebolzen durch das Grafikkarten-PCB fädelt. Grafikkartenrückseitig wird schließlich erneut isoliert, das Rückplattenkreuz aufgelegt und mit Hilfe von Rändelmuttern alternierend handfest fixiert.

Trotz Leistungsoptimierung relativ kompakt
Trotz Leistungsoptimierung relativ kompakt
Überbaut sicher alle Peripheriebauteile
Überbaut sicher alle Peripheriebauteile
Abstand zwischen Kühler und PCB
Abstand zwischen Kühler und PCB

Hinsichtlich der Kompatibilität müssen beim Shaman drei Faktoren kritisch betrachtet werden. Zunächst wird das PCB vom Lamellenkörper etwa zwei Zentimeter überbaut. Höhere Peripheriebauteile, etwa Kondensatoren, im überdeckten Bereich führen natürlich zu entsprechenden Kollisionen. Bekannte Probleme treten etwa bei einigen Radeon-HD-5870-Modellen mit analogen Spannungswandlern auf, die im Klapptext näher genannt sind.

Kompatibilitätsprobleme bei HD 5870

Ein weiteres Problem wird durch die Gesamthöhe der Shaman-Konstruktion generiert und ist im Speziellen beim angedachten Einsatz von Zwei-Grafikkarten-Lösungen von Bedeutung. Denn in der Serienkonfiguration verdeckt der Shaman beachtliche vier PCI-Slots (68 mm), wodurch der Platz im Steckkarten-Raum des Motherboards natürlich erheblich eingeschränkt wird. Ein SLI-Betrieb ist demnach nur möglich, wenn zwischen den beiden PCIe-Slots mindestens vier nominelle Steckplätze frei und auch der Platz unterhalb des zweiten PCIe-Slots ausreichend sind. Andere Erweiterungskarten haben bei dieser Kühlerbestückung dann keinen Platz mehr, was in vielseitig eingesetzten Systemen auch durchaus problematisch sein könnte.

Nicht zuletzt müssen natürlich die vom Shaman angebotenen Bolzenabstände mit den Bohrlöchern der Grafikkarten übereinstimmen. Thermalright listet folgende Grafikkarten-Familien als grundlegend unterstützt auf (Auflistung jeweils mit gleichem Lochabstand).

  • Nvidia Geforce GTX 260, 265, 270, 275, 280, 285
  • Nvidia Geforce GTX 480, 8800er Serie
  • AMD Radeon HD 3850, 3870, 4850, 4870, 5850, 5870
  • Nvidia Geforce GTS 250, 9800 GTX(+)
  • Nvidia Geforce GTX 460

Ausdrücklich nicht unterstützt werden Beschleuniger der Radeon HD 6850-/6870-Generation.

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