News : Intel „Cedar Trail“: Erste Benchmarks der neuen Atom-CPUs

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Mit etwas Verspätung durch mutmaßliche Software-Probleme bezüglich der Grafikeinheit soll noch in diesem Jahr Intels neue Generation der Atom-CPUs erscheinen. Nun gibt es erste Hinweise auf die Leistung der mobilen Varianten „Cedar Trail M“, darunter die Modelle N2600 und N2800.

Eine Grafik, die direkt von Intel zu stammen scheint und von VR-Zone publiziert wurde, zeigt dabei deren Leistung gegenüber den Vorgänger-Chips in einschlägig bekannten Benchmarks. Demnach lässt der Intel Atom N2800 mit zwei 1,83 GHz schnellen Kernen die Konkurrenz aus eigenem Hause deutlich hinter sich, was unter anderem auf den wesentlich höheren Takt zurückzuführen sein dürfte. Der N2600 mit 1,6 GHz zeigt sich in den Grafik-Benchmarks zwar ebenfalls (leicht) überlegen, jedoch fällt er in den CPU-lastigen Szenarios hinter den aktuellen N570 zurück. Letzterer taktet auch mit 1,66 GHz etwas höher als der N2600 mit 1,6 GHz.

Benchmarks von Intels „Cedar Trail“
Benchmarks von Intels „Cedar Trail“

Wie die Ergebnisse des betagten 3DMark 2006 (DirectX 9) aufzeigen, hat Intel bei der Leistung der integrierten Grafikeinheit offenbar ordentlich zugelegt. Bekanntlich soll die GPU des N2800 mit 640 MHz takten, während sie beim N2600 mit 400 MHz arbeite. Die Spezifikationen der erstmals in 32 nm gefertigten Atom-CPUs sind bereits seit dem Frühjahr bekannt. Mit einer TDP von 6,5 (N2800) und 3,5 Watt (N2600) zielt man nach wie vor auf sparsame Mobilgeräte der Einsteigerklasse, wie die sogenannten Netbooks, deren Ende aber mancherorts bereits für die nahe Zukunft prophezeit wird, was aktuelle Zahlen aus der Marktforschung unterstreichen. Mit der „Brazos“-Plattform von AMD hat Intel zudem in diesem Bereich eine ernstzunehmende Konkurrenz bekommen, die zwar eine höhere Leistungsaufnahme besitzt, aber dafür gerade bei der Grafikleistung deutlich stärker aufgestellt ist.

Momentan wird vermutet, dass Intels „Cedar Trail M“-Prozessoren im November 2011 erscheinen werden. Für die Verspätung sollen unter anderem Probleme mit der DirectX-10.1-Unterstützung verantwortlich sein, wie spekuliert wird.