2/15 AMD A6-3650 vs. Intel Core i3-2100 im Test : CPU + GPU für unter 90 Euro

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Die Testkandidaten

AMD A6-3650

Über die Technik des AMD A6-3650 gibt es nicht viel interessantes zu berichten, da die APU einen leicht abgespeckte A8-3850 darstellt. Somit empfehlen wir bei Interesse an derArchitektur die Technikabschnitte unserer beiden Launch-Reviews über den CPU- und den GPU-Part.

CPU-Z Cache
CPU-Z Cache
CPU-Z Idle
CPU-Z Idle
CPU-Z Last
CPU-Z Last

Der CPU-Part auf dem A6-3650 hat nur eine ziemlich unspektakuläre Änderung gegenüber dem größeren Bruder erfahren: Die Taktfrequenz wurde verändert, so das der A6-3650 mit 2,6 GHz anstatt mit 2,9 GHz zu Werke geht. Davon abgesehen sind die CPUs absolut identisch.

HWInfo Idle
HWInfo Idle
HWInfo Last
HWInfo Last

An der GPU hat sich dagegen mehr geändert, Takt und Anzahl der Ausführungseinheiten sind gefallen. Das „Sumo“-Design (so der Codename der Llano-GPU) verfügt insgesamt über fünf SIMD-Einheiten, wobei auf dem A6-3650 aber nur noch deren vier übrig geblieben sind. Pro SIMD gibt es vier Shadercluster mit je fünf 5D-Shadereinheiten (insgesamt 64 5D ALUs mit einem MADD pro Takt) sowie einen Textur-Cluster bestehend aus fünf vollwertigen Textureinheiten (16 TMUs), die pro Takt einen Pixel adressieren sowie texturieren können. Der Name der GPU lautet „Radeon HD 6530D“, während auf dem A8-3850 eine „Radeon HD 6550D“ eingesetzt wird.

AMD A6-3650
AMD A6-3650
AMD A6-3650 Rückseite
AMD A6-3650 Rückseite

Bei den ROP-Partitions hat sich auf der Radeon HD 6530D dagegen nichts geändert, dort bleibt es bei zwei Partitions und insgesamt acht ROPs. Die Taktfrequenz der GPU liegt mit 443 MHz jedoch deutlich unter den 600 MHz des Flaggschiffes. Als Speicher wird maximal DDR3-1.866 unterstützt.

Intel Core i3-2100

Der Core i3-2100 ist das aktuelle Einsteiger-Modell in die zweite Generation der Core-i-Prozessoren. Es taktet zwei Kerne bei einer TDP von 65 Watt mit 3,1 GHz, und kann auf verschiedene Zusatz-Features bauen. Dazu zählt in erster Linie Hyper-Threading, das aus den vorhandenen zwei Kernen virtuelle vier macht.

Intel Core i3-2100
Intel Core i3-2100

In vielen anderen Bereichen mussten die Core i3 gegenüber den bereits seit Anfang Januar verfügbaren Core i5 und Core i7 Abstriche in Kauf nehmen. Dies betrifft sowohl den L3-Cache, der nur noch 3 statt 6 oder 8 MByte umfasst, aber auch den Turbo-Modus, der völlig fehlt. „Hinzu“ kommt das Feature AES-Unterstützung, das – wie bereits bei den „Clarkdale“-Core-i3 – auch in diesem Jahr wieder nicht mit von der Partie ist. Gleichzeitig gibt es keine Unterstützung für die erweiterte Virtualisierungsfunktion VT-d (VT-x wird unterstützt) sowie die Trusted Execution Technology (TXT). Die Advanced Vector Extensions (AVX) als eine der wesentlichen Neuheiten bei „Sandy Bridge“ darf jedoch auch ein neuer Core i3 sein Eigen nennen.

Der Core i3-2100 setzt wie alle „SB-CPUs“ auf eine Grafikeinheit – konkret auf die Variante HD 2000, die mit 850 MHz Basistakt und 1,1 GHz Taktfrequenz im Turbo zu Werke geht. Wie sich diese im Vergleich zu den AMD-APUs schlägt, soll heute auch das Thema sein.

Intel Pentium G840

Anhand des CPU-Z-Screenshots zeigt sich bereits sehr gut, was dem Pentium gegenüber dem Core i3 fehlt: Hyper-Threading für zwei zusätzliche Threads und die AVX-Unterstützung. Der Rest ist auf den ersten Blick, abgesehen vom Takt, identisch.

Intel Pentium G840
Intel Pentium G840

Einige Unterschiede gibt es unter der Haube allerdings noch, die jedoch nicht den Prozessorteil betreffen, sondern die Grafikeinheit. Während der Pentium in Spielen dank gleicher Anzahl an Execution Units (EU) und Taktraten wie beim Core i3-2100 auch die gleiche Performance zeigt, werden ihm in Video-Anwendungen einige fehlende Features zum Verhängnis. Denn dem Pentium fehlt nicht nur die „Clear Video HD Technology“, sondern auch das neue „Quick Sync“, was sich in speziellen Anwendungen deutlich bemerkbar macht. Deshalb nennt Intel die Grafikeinheit nur noch „HD Graphics“, von einigen Programmen wird sie auch als „HD 1000“ in Anspielung auf die HD 2000/3000 ausgegeben.

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