3/15 AMD A6-3650 vs. Intel Core i3-2100 im Test : CPU + GPU für unter 90 Euro

, 146 Kommentare

Video-Wiedergabe

Eine der großen Stärken von AMDs Llano-Plattform soll die Videowiedergabe sein. Doch von Worten haben wir uns noch nie allzu beeindrucken lassen und schauen uns deswegen alle drei Testkandidaten anhand zweier Blu-rays an. Als Vertreter für den H.264-Codec (1080p) muss dabei der neue Star-Trek-Film herhalten, während sich The Dark Knight um den VC-1-Codec-Test kümmert. Darüber hinaus nutzen wir erstmals zwei Blu-rays im 1080i-Format, wobei es sich um „Wildes Russland“ (H.264) sowie „Die Südsee“ (VC-1) handelt.

In allen Filmen sehen wir uns die Entlastung der CPU durch die Grafikchips an. Als Abspielsoftware nutzen wir die aktuellste Version von CyberLinks PowerDVD 11. Den HQV-Benchmark für die Bildqualität haben wir diesmal nicht eingesetzt, da sich die Ergebnisse komplett auf die des A8-3850 übertragen lassen.

CPU-Belastung

Bei der CPU-Entlastung in der Disziplin Blu-ray-Wiedergabe orientiert sich der A6-3650 logischerweise stark am A8-3850, was aufgrund der identischen Architektur auch nicht weiter verwunderlich ist. Der kleinere A6-Prozessor hat, unabhängig vom Codec, leicht schwächere Ergebnisse, im Endeffekte schenken sich die AMD-APUs aber nichts. Sämtliche Codecs, unabhängig von der Auflösung, können ohne weiteres abgespielt werden.

Intels IGP im Core-i3-2100-Prozessor muss sich dabei knapp geschlagen geben. Im VC-1-Codec kann dieser generell aufholen, sieht im H.264-Codec aber kein Land. Problematisch ist aber auch das nicht.

Leistungsaufnahme

Leistungsaufnahme - Filmwiedergabe
Angaben in Watt (W)
  • Blu-ray (1080p, H.264):
    • AMD A6-3650
      54
    • Intel Core i3-2100
      55
    • Intel Pentium G840
      55
    • Intel Core i5-2500K
      57
    • Intel Core i7-2600K
      58
    • AMD A8-3850
      61
    • AMD A8-3850 + GT 430 (GPU)
      63
    • AMD A8-3850 + HD 6450 (GPU)
      65
    • AMD A8-3850 + HD 6670 (GPU)
      74
  • Blu-ray (1080p, VC-1):
    • Intel Pentium G840
      51
    • AMD A6-3650
      53
    • Intel Core i3-2100
      54
    • Intel Core i5-2500K
      57
    • Intel Core i7-2600K
      58
    • AMD A8-3850
      60
    • AMD A8-3850 + GT 430 (GPU)
      62
    • AMD A8-3850 + HD 6450 (GPU)
      64
    • AMD A8-3850 + HD 6670 (GPU)
      73
  • Blu-ray (1080i, H.264):
    • AMD A6-3650
      54
    • Intel Pentium G840
      57
    • Intel Core i3-2100
      60
    • AMD A8-3850
      62
    • Intel Core i5-2500K
      65
  • Blu-ray (1080i, VC-1):
    • Intel Pentium G840
      52
    • Intel Core i3-2100
      53
    • AMD A6-3650
      55
    • AMD A8-3850
      63
    • Intel Core i5-2500K
      63

Der AMD A6-3650 geht bei der Blu-ray-Wiedergabe ein gutes Stück energieeffizienter zu Werke als das Flaggschiff A8-3850. So zieht der A6-Prozessor beim H.264-Codec und der 1080p-Auflösung 54 Watt aus der Steckdose (gemeint ist der gesamte PC), während der größere Bruder sieben Watt mehr benötigt. Der Core i3-2100 von Intel benötigt ein Watt mehr als die kleinere AMD-APU. Beim VC-1-Codec lautet die Differenz 53 Watt zu 60 Watt im AMD-internen Duell. Der Intel-Prozessor ist erneut um ein Watt „hungriger“.

Kommt ein 1080i-Video zum Einsatz, steigt der Energiebedarf minimal an. Beim H.264-Codec braucht der A6-3650 54 Watt und der A8-3850 62 Watt. Beim VC-1-Codec sind es jeweils ein Watt mehr. Der Intel-Prozessor schneidet bei den Halbbildern im H.264-Codec schlechter als bei Vollbildern ab und zieht 60 Watt beim H.264-Film aus der Steckdose. Bei einem VC-1-Video ist der Strombedarf dagegen gar um zwei Watt geringer als beim A6-3650.

Auf der nächsten Seite: Transcodierung