6/6 Apple iPad 2 im Test : Dünner, leichter und auch besser

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Fazit

Apple betreibt mit dem iPad 2 in erster Linie Modell-Pflege: Der ambitionierte Tablet-Pionier wird mit dem Nachfolger auf den Stand der Zeit gehievt, sodass man keine bahnbrechenden Änderungen, sondern solide Anpassungen erwarten sollte. Akzeptiert man diesen offensichtlichen Hintergrund, so kann man dem iPad 2 abschließend ein gutes Zeugnis ausstellen, denn dieses Vorhaben ist geglückt.

Diese Feststellung leitet sich im Wesentlichen von drei Punkten ab: Zum einen ist der neue, sehr attraktive Formfaktor zu nennen, der bereits im Vorfeld der Veröffentlichung des iPad 2 zur Folge hatte, dass Konkurrenten wie Samsung nochmal am eigenen Portfolio zu feilen begannen. Das iPad 2 liegt hervorragend in der Hand und setzt mit einer Höhe von nur 8,8 Millimetern neue Maßstäbe. Zum zweiten ist die potente SoC-Lösung hervorzuheben, die für eine ordentliche Leistungsbasis sorgt, welche dazu beitragen dürfte, dass das iPad 2 auch mittelfristig noch in der gehobenen Liga spielen wird. Der dritte Punkt betrifft schließlich die Laufzeit: Hier legt Apple ordentlich vor, sodass das iPad 2 im Vergleich zu den meisten Konkurrenten als echter Langläufer gelten kann.

Apple iPad 2
Apple iPad 2

Auf dieser Basis kann der Testkandidat als eines der derzeit interessantesten Tablets angesehen werden. „Interessant“ bedeutet dabei aber längst nicht „perfekt“, denn auch das Apple-Gerät hat mit Problemen zu kämpfen. Abseits von individuell zu klärenden Aspekten wie der restriktiven Bindung an iTunes, der zumindest diskussionswürdige Schnittstellen-Politik und der weiterhin vorhandenen Flash-Problematik kann man im Multimedia-Bereich neben kleineren Punkten wie der Lautsprecher-Lösung die Integration der Kameras kritisieren: Diese erfolgt mehr als kosmetisch-produktstrategisches Beiwerk denn als effektiver Featuresprung, sodass man leider nur Schnappschuss-Qualität erwarten kann.

Dennoch steht am Ende dieses Tests folgende positive Empfehlung: Wer derzeit mit einem Tablet-Kauf liebäugelt und die genannten individuellen Apple-Aspekte positiv mit sich ausmachen kann, sollte das iPad 2 unbedingt in die engere Auswahl aufnehmen. Für Besitzer des ersten iPads gibt es dagegen noch keine Veranlassung, nervös zu werden: Der Wiederverkaufswert ist noch stabil und die Anzahl der Anwendungen, die vom Leistungsplus profitieren, noch übersichtlich. Dies wird sich mittelfristig aber ändern, da davon auszugehen ist, dass iOS nun auch in Tablet Segment leistungstechnisch immer stärker auseinanderfallen wird. Für iPad-Besitzer lautet deshalb die Devise: Abwarten und Tee trinken – und bei Bedarf den richtigen Zeitpunkt zum Wiederverkauf und Upgrade erwischen.

Verfügbarkeit & Preise

Das iPad 2 ist bereits seit dem 25. März in Deutschland erhältlich. Mit der Verfügbarkeit war es in den ersten Wochen allerdings schlecht bestellt, sodass man sich auf lange Wartezeiten bei der Lieferung einstellen musste. Die dahinterstehenden Engpässe haben sich mittlerweile aber weitgehend entspannt.

Preise iPad 2
Variante 16 GB 32 GB 64 GB
WiFi 479 Euro 579 Euro 679 Euro
WiFi + 3G 599 Euro 699 Euro 799 Euro

Das günstigste Modell ist die WLAN-Variante mit 16 GB Speicherplatz, für das Top-Modell mit WLAN und 3G-Unterstützung sowie 64 GB Flash-Speicher verlangt Apple 799 Euro. Die übrigen Varianten bewegen sich preislich zwischen diesen beiden Modellen, wobei die 3G-Variante bei gleicher Speicherausstattung jeweils 120 Euro mehr kostet als die WLAN-Variante und die nächst größere Speicherplatzvariante jeweils 100 Euro mehr kostet. Ohne Auswirkung auf den Preis ist die Wahl der Farbe des iPad 2, das in Schwarz und Weiß angeboten wird.

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