2/4 Apple Mac Mini im Test : Das kann der kleine Mac im Jahr 2011

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Technik

Wie beim iMac setzt Apple beim Mac Mini auf Komponenten aus dem Mobilbereich. So kommt als CPU im getesteten Einstiegsmodell eine Intel-CPU vom Typ i5-2415M zum Einsatz. Dabei handelt es sich um einen leicht abgewandelten i5-2410M. Beide unterschieden sich aber lediglich in der Package-Größe (2410M: 37,5 × 37,5 Millimeter; 2415M: 31 × 24 Millimeter) sowie dem Sockel (2410M: PGA988B; 2415M: BGA1023). Der i5-2415M taktet im Leerlauf mit 800 Megahertz, unter Last im Normalfall mit 2,3 Gigahertz. Wird mehr Leistung benötigt und ist die Temperatur des Prozessors nicht zu hoch, kann der Takt für einige Sekunden um bis zu 600 Megahertz auf 2,9 Gigahertz erhöht werden. Dank Hyper-Threading kann zudem jeder der zwei CPU-Kerne zwei Threads gleichzeitig ausführen, allerdings fehlen dem i5-2410M zahlreiche Erweiterungen wie AES-NI oder die Virtualisierungstechnik VT-d. In bestimmten Anwendungen fehlt so also ein zusätzlicher Geschwindigkeitsschub.

Apple Mac Mini: Schnittstellen auf der Rückseite
Apple Mac Mini: Schnittstellen auf der Rückseite

Dies gilt im Übrigen auch für die Grafik. Apple verzichtet hier auf einen dedizierten Grafikchip und vertraut vollends auf die in der CPU integrierte Lösung vom Typ Intel HD 3000. Dieser DirectX-10- und OpenGL-3.0-taugliche Chip arbeitet mit 650 Megahertz, kann aber wie die beiden CPU-Kerne dank Turbo Boost in bestimmten Situationen auf 1,2 Gigahertz „übertaktet“ werden. Da Intel für die GPU keinen eigenen Speicher bereitstellt, greift der Chip zum einen auf den drei Megabyte großen Level-3-Cache sowie den Arbeitsspeicher zu. Im Falle des Testgerätes werden 288 Megabyte des RAM für die GPU reserviert.

Festplattengeschwindigkeit

Letzterer fällt mit zwei Gigabyte fast schon zu klein aus. Die beiden Module zu je einem Gigabyte belegen beide Speicherbänke, wodurch das Aufrüsten unnötig teuer wird – auch wenn die Preise für die entsprechenden Riegel derzeit niedrig sind. Hier empfiehlt es sich vermutlich, direkt beim Kauf des Mac Mini eine Variante mit mehr Speicher zu ordern. Bei der Festplatte ist dies leider nicht so ohne weiteres – beziehungsweise nicht mit moderatem Mitteleinsatz – zu bewerkstelligen. Der 500 Gigabyte fassende Massenspeicher von Hitachi arbeitet mit 5.400 Umdrehungen pro Minute und verfügt über einen acht Megabyte großen Cache. In Summe arbeitet das Laufwerk teilweise sehr langsam, insbesondere beim Laden umfangreicherer Anwendungen stößt das System zusammen mit dem Arbeitsspeicher an seine Grenzen.

Blick ins Innenleben: CPU unter Lüfter, RAM und WLAN-Modul
Blick ins Innenleben: CPU unter Lüfter, RAM und WLAN-Modul

Auf den ersten Blick großzügig zeigt sich Apple bei den Anschlüssen, die allesamt auf der Rückseite platziert sind. Hier findet man vier USB-Ports sowie je eine HDMI-, Thunderbolt- und Ethernet-Schnittstelle vor. Dazu gesellen sich noch ein Slot für SD-Karten sowie je ein Audio-Ein- und -Ausgang für 3,5-Millimeter-Klinkenstecker, die sowohl optisch als auch analog arbeiten können. Leider setzt Apple aber nur auf USB 2.0, was sich in erster Linie durch eine unnötig geringe Übertragungsrate von maximal 480 Megabit pro Sekunde (USB 3.0: fünf Gigabit pro Sekunde) äußert. Solange es keine oder nur sehr wenige externe Geräte mit Thunderbolt-Technik gibt, ist dies ein echter Nachteil.

Auf dem neuesten Stand der Technik präsentiert sich der Mac Mini allerdings in Bezug auf die drahtlosen Funktechniken. Während WLAN „n“ schon seit einiger Zeit in vielen Geräten Verwendung findet, setzt Apple als einer der ersten Hersteller auf Bluetooth 4. Die neue Version des Kurzstreckenfunks unterschiedet sich in erster Linie durch die „Low Power“-Funktion von ihren Vorgängern. Somit soll im Standby deutlich weniger Energie verbraucht, gleichzeitig sollen Verbindungen zu anderen Geräten aber bereits nach fünf Millisekunden aufgebaut werden. Bei Übertragungen kommt zudem eine 128-Bit-AES-Verschlüsselung zum Einsatz, die Reichweite steigt auf maximal 100 Meter.

Apple Mac Mini 2,3 GHz (MC815D/A)
Prozessor Intel Core i5-2415M
2 Kerne, 4 Threads, 2,3 – 2,9 GHz
3 MB L3-Cache, VT-x
Chipsatz Intel 6 Series (Cougar Point)
Grafik Intel HD 3000, GPU-Takt 650 – 1.200 MHz
Grafikspeicher 288 MB, shared
Standards DirectX 10.1, OpenGL 3.0, Shader 4.1
Arbeitsspeicher 2 GB DDR3-1333
zwei Modul, zwei Bänke insgesamt
Massenspeicher Hitachi HTS547550A9E384
500 GB, HDD, S-ATA 3 Gb/s, 5.400 U/min, 8 MB Cache
Optisches Laufwerk nicht vorhanden
USB 2.0 4× (4× hinten)
USB 3.0 nicht vorhanden
eSATA nicht vorhanden
Thunderbolt 1× (hinten, max. 2.560 × 1.600 Pixel)
Netzwerk 1× RJ-45 (1.000 MBit/s) (hinten)
VGA nicht vorhanden
DisplayPort nicht vorhanden
HDMI 1× (hinten, max. 1.920 × 1.600 Pixel)
Audio 2× (hinten, 3,5 mm, je ein Ein- und Ausgang)
Sonstige Anschlüsse 1× FireWire 800 (hinten)
WLAN 802.11 b/g/n
Bluetooth 4.0
Kartenleser SD
Lautsprecher Mono-Lautsprecher
Sonstig Ausstattung nicht vorhanden
Maße [B × T × H, in mm] 197,0 × 197,0 × 36,0
Gewicht inkl. Akku 1,22 kg

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