Groupons Börsengang fällt kleiner aus

Patrick Bellmer 21 Kommentare

Der bereits ursprünglich für den Sommer vorgesehene Börsengang des Gutscheindienstes Groupon wird geringer als geplant ausfallen. Dies geht aus den bei der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC eingereichten Unterlagen hervor.

Demnach sollen insgesamt 34,5 Millionen Anteile zu maximal 18 US-Dollar verkauft werden – dies würde einen Gesamtumfang von 612 Millionen US-Dollar bedeuten. Die untere Grenze pro Aktie setzt Groupon bei 16 US-Dollar, was immer noch 552 Millionen US-Dollar wären. Der Gesamtwert des Unternehmens würde demnach bei 11,4 Milliarden US-Dollar liegen.

Angesichts der noch immer fehlenden Gewinne dürften Zukunftsaussichten oder -hoffnungen eine wesentliche Rolle spielen. Zwar konnte Groupon im gerade abgelaufenen Quartal mit rund zehn Millionen US-Dollar bei einem Umsatz von rund 430 Millionen US-Dollar einen vergleichsweise geringen Verlust ausweisen, erst vor einigen Wochen musste man aber die angewendeten Bilanzierungsregeln ändern – mit negativen Folgen für die auszuweisenden Zahlen.

Kritiker halten die Bewertung des Unternehmens für deutlich überzogen und befürchten das Entstehen einer zweiten „Dotcom-Blase“. Denn auch den Bewertungen von anderen, im rein im Internet tätigen Unternehmen wie Facebook, Twitter und LinkedIn stehen kaum echte Werte gegenüber.