6/17 11 CPU-Wasserkühler im Test : Wasser marsch!

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Enzotech WB Stealth Full Copper

Die im kalifornischen Chino beheimatete und bereits 1982 gegründete Firma Enzotech ist nach langer Konzentration auf OEM-Lösungen erst vor einigen Jahren am Retailmarkt aktiv geworden. Seitdem fertigen die Spezialisten qualitativ hochwertige, aber auch hochpreisige PC-Produkte aus der Luft- und Wasserkühlwelt. Stellvertretend für die CPU-Kühler Enzotechs haben wir uns mit dem „Water Block Stealth Full Copper“ einen weiteren Edelkühler in den Vergleich geholt. Mit einem Straßenpreis von knapp 80 Euro rangiert der Stealth aus Kostensicht immerhin auf Platz drei in unserer Gegenüberstellung.

Enzotech Water Block Stealth Full Copper
Enzotech Water Block Stealth Full Copper

Bei der Kompatibilität beschränkt sich der Enzotech-Spross zunächst auf die Intel-Plattformen LGA 775 und 1366. Die aktuellen Sockel 1155 und 1156 werden aber optional mit einem Nachrüst-Kit unterstützt. Demnach beinhaltet der Lieferumfang neben dem Kühlblock samt vormontierter Halterung vornehmlich das Montagematerial inklusive Rückplatten für die beiden Intel-Systeme 775 und 1366. Ergänzt wird die Beigabe von einer Spritze Arctic Ceramique Wärmeleitpaste, zwei geraden Anschlusstüllen für Schläuche mit 13-mm-Innendurchmesser sowie zwei Schlauchschellen. Die gedruckte Installationsanleitung ist leider nur in englischer Sprache vorhanden.

Enzotech Water Block Stealth Full Copper
Enzotech Water Block Stealth Full Copper
Enzotech Water Block Stealth Full Copper
Enzotech Water Block Stealth Full Copper

Immerhin 270 Gramm wiegt der Enzotech Stealth und ist damit hinter den beiden Innovatek-Wasserblöcken i7 und Q-max sowie dem Aquacomputer cuplex kyros HF viertschwerster CPU-Kühler im Vergleich. Dass der Wasserblock trotz seiner kompakten Abmessungen von 54 × 54 × 21,8 Millimetern ein derart stattliches Gewicht aufbringt, liegt an der vollkupfernen Ausstattung. Denn zur etwa 4,4 Millimeter mächtigen Bodenplatte gesellt sich der neun Millimeter dicke, ebenfalls aus Kupfer gefertigte Deckel. Auch die Anschlussgewinde sind aus dem Edelmetall gefertigt, sodass der Stealth einen insgesamt enorm hochwertigen und robusten Eindruck hinterlässt und damit seinem hohen Anschaffungspreis zumindest aus qualitativer Sicht zunächst gerecht wird. Einzig die kleine, aufgrund ihrer kantigen Oberflächengestaltung für die Stealth-Optik des Wasserblocks verantwortliche Deckelhaube weist eine Kunststofffertigung auf.

Enzotech Water Block Stealth Full Copper
Enzotech Water Block Stealth Full Copper
Enzotech Water Block Stealth Full Copper
Enzotech Water Block Stealth Full Copper

Das Innenleben des Enzotech Stealth erinnert an die Gestaltung des XSPC Rasa Black, allerdings in spürbar wertigerer Ausführung. Die Bodenplatte weist unzählige Mikropins über die gesamte Kühlfläche auf, während der Deckel einen zentralen Wasserein- und einen seitlich positionierten Wasserauslass generiert. Somit wird auch hier das einströmende Fluid zunächst in das Zentrum des Kühlers gepresst und muss sich dann seinen Weg durch die Pins in den peripheren Bereich suchen. Ein- und Auslass sind beim Stealth nur im Handbuch gekennzeichnet, unterscheiden sich jedoch logisch durch ihre Position. Ihr Abstand ist mit 24 Millimetern noch ausreichend dimensioniert.

Montiert: Enzotech WB Stealth Full Copper
Montiert: Enzotech WB Stealth Full Copper

Die Montage des Enzotech-Wasserblocks wirkt, ausgehend von einer ursprünglich auf den Sockel 775 abgestimmten Unterstützung, für aktuellere Plattformen etwas improvisiert. Zunächst muss die passende Backplate positioniert und mit motherboard-rückseitig durchgeführten Schrauben sowie entsprechenden Isolierringen vorderseitig mit den zwei sockelspezifischen Haltestegen verschraubt werden. Dieser Akt erfordert etwas Geschick, ein ausgeglichenes Gemüt und ruhige Hände, wird aber vom Aufbau eines sicheren Montagerahmens belohnt, der ein nachträgliches Demontieren des Kühlkörpers problemlos und ohne Motherboardzugriff erlaubt.

Die Installation des Wasserblocks erfolgt anschließend selbsterklärend mit Hilfe vierer Federdaumenschrauben. Leider sind die Schraubenköpfe etwas klein geraten und ohne Kreuzfassung versehen, sodass das werkzeuglose Eindrehen etwas erschwert wird.

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