4/4 Batman: Arkham City im Test : Willkommen in der Hölle!

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Fazit

Auch „Batman: Arkham City“ kann als Beweis dafür angeführt werden, dass nicht alle PC-Spiele zu großen Marken mit wenig Hingabe entwickelt werden. Im Gegenteil lässt sich festhalten, dass der Titel ähnlich wie sein Vorgänger in vielerlei Hinsicht für größte Zufriedenheit sorgt.

Hervorzuheben ist dabei vor allem die nochmals ein gutes Stück größere, sehr authentische und spannend konzipierte Spielwelt, die in Verbindung mit einer cleveren, wendungsreichen Story für jede Menge Spielspaß sorgt.

Nimmt man nun noch das abwechslungsreiche Missionsdesign und die gelungene KI hinzu, so könnte man das neue „Batman“ ohne Probleme als exquisite Spiele-Kost bezeichnen. Von diesem Rundum-Lob müssen wir aber absehen, denn BAC ist zugleich auch ein gutes Beispiel dafür, dass das Portfolio an PC-Spielen (abseits von sicher auch vorhandenen positiven Effekten) durch den starken Fokus auf die Konsolen qualitativ leidet.

Batman: Arkham City im Test

In diesem Kontext ist zum einen die Steuerung zu nennen. Mit etwas mehr Einsatz könnte diese auch über Tastatur und Maus bestens funktionieren, sodass unverständlich bleibt, wieso man die verspätete PC-Fassung nur mit einem Abklatsch der Konsolen-Steuerung versorgt.

Nicht zuletzt aus PR-technischer Sicht ist aber weitaus gravierender, dass sich die Verantwortlichen trotz der verlängerten Entwicklungszeit auch abseits von diesem Standard-Thema einen groben Schnitzer leisten, denn: Wer eine spätere Veröffentlichung mit Optimierungsbedarf verargumentiert, dann aber ein Spiel liefert, das neben „normalen“ Abstürzen auch noch über einen de facto nicht funktionierenden DX-11-Modus verfügt, kann den – dann auch tatsächlich erfolgten – Sturmlauf in den einschlägigen Foren schon Monate vorher intern einkalkulieren.

Vor diesem Hintergrund steht abschließend folgende Empfehlung: Wer sich mit dem Setting anfreunden kann, erhält mit „Batman: Arkham City“ ein hervorragendes PC-Spiel. Allerdings gibt es in diesem Fall keinen Grund zur Eile. Stattdessen sollte man die Patch-Entwicklung(en) in aller Ruhe abwarten, um dann später neben einem fertigeren vielleicht sogar ein günstigeres Spiel zu erhalten.

Kopier- & Jugendschutz

„Batman: Arkham City“ funktioniert über die zurecht stets kontrovers diskutierte Kombination aus „Games for Windows Live“ (GFWL) und SecuROM. Wie gehabt wird dabei zwingend ein kostenfreier Account benötigt. Zur Aktivierung wird außerdem einmalig eine Internetanbindung benötigt.

Auch bei diesem Spiel präsentiert sich GFWL als wenig ansprechende Plattform, die ständig aktualisiert werden möchte und dafür sorgt, dass vom Spielstart bis zum Spielbeginn gut und gerne dreieinhalb Minuten vergehen können. Zudem existiert unverständlicherweise nach wie vor ein großes Problem mit den Savegames: Wer seinen GFWL-Gamertag ändert, verliert sämtliche Spielstände, sodass hier wie eh und je größte Vorsicht geboten ist.

In Sachen Jugendschutz gilt es zu erwähnen, dass das Spiel von der USK die Einstufung „ab 16“ erhalten hat.

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