HTC Titan im Test: Bildschirm mit 4,7 Zoll für Windows Phone 7

 2/8
Sasan Abdi (+1)
64 Kommentare

Titan im Überblick

Design & Verarbeitung

Groß, größer, Titan: Zumindest was die Maße angeht, wird der Testkandidat seinem Namen gleich beim ersten Kontakt gerecht. Bei einer Abmessung von 131,5 × 71 × 9,9 mm (L x B x H) und einem Gewicht von 160 Gramm hat man es im Vergleich zur Konkurrenz tatsächlich mit einem Giganten zu tun.

Diese äußeren Eigenschaften bringen natürlich einige Implikationen mit sich, die schon bei ganz praktischen Dingen anfangen. So macht sich der Testkandidat beim Transport in der Hosentasche durchaus bemerkbar, wobei man sich allerdings nicht nur durch ein leichtes Drücken im Komfort eingeschränkt fühlen kann, sondern auch Sorgen um das Gerät – beispielsweise beim Hinsetzen – nicht ganz unberechtigt sind.

HTC Titan
HTC Titan

Die Bewertung dieser Einschränkungen ist wie gehabt eine sehr individuelle Angelegenheit und berührt letztenendes wieder einmal das altbekannte Spannungsfeld von Portabilität vs. Komfort in der Nutzung. Entgegen der weit verbreiteten Meinung, wonach Smartphone-Displays maximal vier Zoll haben dürfen, sei an dieser Stelle einschränkend gesagt, dass eine häufige und umfassende Nutzung die Nachteile, die ein großes Display mit sich bringt, durchaus wettmachen kann – eine Feststellung, auf die in den folgenden Abschnitten immer wieder zurück zu kommen sein wird.

Beim Äußeren bekommt man die gewohnte HTC-Qualität geliefert. Dementsprechend orientiert sich das Design mit schwarzen bzw. schwarz-grauen Farben, einem dezenten Klavierlack-Rahmen für das Display sowie leicht-abgerundeten Ecken an Altbekanntem und dennoch immer wieder Gerngesehenem.

Als Schale kommt ein haptisch angenehmer Alu-Body zum Einsatz, der den überwiegenden Teil der Rückseite bildet und sich an den Seiten hoch und an der Stirn sogar minimal bis auf die Front zieht. Auf letzterer Fläche ist die schmale, aber vergleichsweise lange Hörmuschel platziert; darunter findet sich auf einer gut einen Zentimeter breiten Klavierlack-Fläche die Frontkamera sowie das HTC-Logo. Unterhalb des Displays ist wie immer die Standard-Softtouch-Knopfreihe von Windows Phone 7 platziert.

HTC Titan
HTC Titan

Sowohl die rückwärtige Stirn, als auch die Unterseite sind mit Teilen aus gummiertem Kunststoff verschlossen. Hier hat man es mit HTCs typischen Vorgehen für die Gewährleistung der Konnektivität zu tun. Nicht ganz konventionell ist dabei, dass es sich bei der gesamten Schale um eine einzelne Kompenente handelt: Über einen kleinen Knopf an der Unterseite lässt sich die komplette Abdeckung samt Rahmen entfernen, sodass die gesamte Rückseite blank liegt und Akku sowie SIM-Karte eingelegt werden können.

Gerade im Vergleich zu den hakeligen Plastikscharnier-Konstruktionen, die HTC bei anderen Geräte gerne einsetzt, hat man es hier mit einer solideren und praktischen Konzeption zu tun, die dank eines satten Einrastens auch bei häufigem SIM-Kartenwechsel vertrauenerweckend wirkt und zudem nicht die Gefahr von über die Zeit wachsenden Spaltmaßen bei der Akku-Verdeckung birgt.

Die Verteilung der Schnittstellen erfolgt wie folgt: An der Stirn finden sich der mit einem mäßigen Druckpunkt ausgestattete Power-Knopf sowie der 3,5mm-Klinken-Eingang; an der linken Seite wurde der microUSB-Eingang platziert; auf der rechten Seite finden sich die ebenfalls mit einem mäßigen Druckpunkt ausgestattete Lautstärkewippe sowie der Kameraauslöser, und die Unterseite bleibt, vom erwähnten Knopf zur Lösung der Schale abgesehen, unberührt.

HTC Titan
HTC Titan

Zusammenfassend gibt es somit in puncto „Design & Verarbeitung“ fast nichts zu meckern. Der einzige, kleine Kritikpunkt zielt auf die Kamera ab: Aufgrund der angenehm flachen Bautiefe von 9,9 Millimetern steht die zentral auf der Rückseite samt Lautsprecher und Doppel-LED-Blitz platzierte Linse ein wenig ab. Das Titan liegt zwar dennoch solide auf, doch ertappten wir uns immer wieder dabei, vorab nervös die jeweilige Fläche abzuwischen, aus Angst, dass sich Schmutz auf der Linse absetzen oder diese gar zerkratzen könnte.