News : LG vor Präsentation des „weltgrößten“ OLED-TVs mit 55 Zoll

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Bekanntlich setzt der Elektronikriese LG verstärkt auf die OLED-Technik bei kommenden Fernsehern. Nachdem man auf der IFA 2010 einen OLED-TV mit 31 Zoll Bilddiagonale und lediglich 2,9 mm Bautiefe zeigte und auf der CES 2011 ebenfalls mit einem solchen Gerät präsent war, soll auf der CES 2012 ein 55-Zoll-OLED-TV folgen.

Darüber berichtet Engadget unter Berufung auf eine Pressemitteilung des südkoreanischen Konzerns. Das darin als „weltgrößtes OLED TV Panel“ angekündigte Gerät soll zeigen, dass man bisherige Barrieren bei der Display-Größe und den Herstellungskosten überwunden habe. Der Einsatz organischer Leuchtdioden soll nicht nur in Sachen Reaktionszeit – angeblich mehr als tausendmal schneller – herkömmliche LCDs in den Schatten stellen, sondern auch bei der Bildqualität mit einem Kontrastverhältnis von über 100.000:1 sowie einem breiteren Farbraum überzeugen.

LGs OLED-TV mit 55 Zoll
LGs OLED-TV mit 55 Zoll

Weitere Vorteile soll der mit OLEDs mögliche Verzicht auf eine Hintergrundbeleuchtung bieten, da die OLEDs selbst leuchten. Somit verringere sich zum einen der Stromverbrauch, da sich einzelne Leuchtdioden komplett ausschalten lassen und zum anderen sind deutlich schlankere Displays machbar – LGs neuer 55-Zoll-OLED-TV soll dünner als 5 mm ausfallen. Der Einsatz der Oxide-TFT-Technologie soll dabei für geringere Herstellungskosten bei gleicher Bildqualität sorgen, während sogenannte White OLEDs (WOLED) unter anderem die Fehlerrate senken und für ein klareres Bild – hierbei ist zudem von „Ultra Definition“ die Rede – sorgen sollen.

LGs OLED-TV mit 55 Zoll
LGs OLED-TV mit 55 Zoll

Auf der am 9. Januar startenden Consumer Electronics Show 2012 in Las Vegas soll der 55-Zoll-OLED-TV für ausgewähltes Publikum zu sehen sein. In einer vorangegangenen Ankündigung hatte es geheißen, dass man im kommenden Jahr bereits ein verkaufsfähiges Gerät dieser Größe präsentieren wolle, dessen Produktion in der zweiten Jahreshälfte beginnen solle. Nicht zuletzt aufgrund der zu Beginn gering erwarteten Stückzahlen und entsprechend hoher Fertigungskosten dürfte der Preis des Gerätes aber noch jenseits von Gut und Böse liegen.