Apps für iOS im Test : Flipboard, Dropbox und Dragon Dictation

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Apps für iOS im Test: Flipboard, Dropbox und Dragon Dictation

Die Zahl der verfügbaren Apps nimmt stetig zu, mittlerweile können Nutzer von Android- und iOS-Geräten auf weit mehr als 500.000 Programme zurückgreifen, die in den jeweiligen App Stores bereitgehalten werden. Dabei entsprechen längst nicht alle dem, was man landläufig als sinnvoll bezeichnen würde. Deshalb wird es immer wichtiger, die Perlen im schier endlosen Meer an Spielen und Anwendungen zu finden. Vieles kennt man von anderen Plattformen, vieles ist neu oder exklusiv bei nur einem bestimmten Betriebssystem zu finden.

Für unseren ersten – zugegeben winzigen – Einblick haben wir uns für drei Programme entschieden, die für iOS bestimmt, in sehr ähnlicher Form aber auch für anderen Plattformen verfügbar sind. Während Flipboard mehr Übersicht für Nachrichteninteressierte bieten soll, soll Dropbox die Festplatte des heimischen PCs virtuell mit dem Smartphones verbinden. Zu guter Letzt versucht Dragon Dictation zu zeigen, dass man auch zu bereits integrierten Funktionen Alternativen bieten kann.

iOS deshalb, da es hier die geringste Fragmentierung gibt und neben iPhones auch Tablets – das iPad – sowie Mediaplayer – der iPod touch – mit den Apps bedacht werden können. Getestet wurden die Apps auf einem iPhone 4S unter iOS 5.0.1. Wir freuen uns auf Feedback in den Kommentaren!

Flipboard

Mit der Zahl der favorisierten Nachrichtenangebote steigt schnell auch die Unübersichtlichkeit. Denn entweder legt man im Browser Links zu Dutzenden Internetauftritten an, oder „pflastert“ den Homescreen mit ebenso vielen Apps zu, um auch unterwegs auf dem Smartphone auf den aktuellen Stand bleiben zu können. Am Ende verbringt dann aber doch eine nicht unerhebliche Zeit damit, zwischen den verschiedenen Programmen zu wechseln und diese jeweils auf dem aktuellen Stand zu halten.

Flipboard
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Genau dieses Problem will Flipboard aus der Welt schaffen. Die im vergangenen Jahr von Apple zur „iPad App des Jahres 2010“ gewählte Anwendung ist nichts anderes als ein sogenannter News-Aggregator. Die mit 8,6 Megabyte recht schlanke Anwendungen sammelt Nachrichten von verschiedensten Seiten und stellt diese optisch ansprechend auf dem Smartphone dar. Zu den bekanntesten Quellen, die abgegriffen werden können, gehören BBC News, The Guardian, The Economist, Bloomberg, Engadget, The Verge und ESPN.

Flipboard – Trailer

Aber nicht nur auf die voreingestellten Nachrichtenportale kann zurückgegriffen werden. Der Nutzer kann zusätzlich unter anderem auch seinen Facebook- und Twitter-Account einbinden, aber auch LinkedIn- und Flickr-Profile können verknüpft werden. Aber auch RSS-Feeds anderer, nicht integrierter Seiten können abgerufen und angezeigt werden. Hierzu kann entweder ein kleiner Umweg über den Google Reader gemacht werden oder anhand der in Flipboard integrierten Suchfunktion unter der Eingabe der URL der gewünschten Seite nach Feeds gesucht werden. Allerdings gibt es in der Darstellungsqualität der per RSS abgerufenen Meldungen große optische Unterschiede. Hier hängt es stark vom Anbieter ab, ob beispielsweise Bilder in der Themenübersicht angezeigt werden.

Flipboard
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Schnelle Ersteinrichtung

Die erstmalige Einrichtung von Flipboard ist innerhalb kürzester Zeit erledigt. Prinzipiell müssen nur die bevorzugten Themengebiete – unter anderem allgemeine Nachrichten, Wirtschaftsmeldungen, Sport, Technik und Unterhaltung – ausgewählt werden, direkt im Anschluss präsentiert Flipboard seine Titelseite. Titelseite deshalb, da die Optik stark an ein Magazin erinnert. Mit einem kurzen „Wisch“ nach oben gelangt man dann zur Übersicht der zuvor eingestellten Themen. Diese werden mit jeweils eigenen Kacheln präsentiert. Auf Wunsch kann ein Flipboard-Account erstellt werden. Mit diesem können die persönlichen Einstellungen auch auf das iPad oder ein anderes iPhone übernommen werden.

Flipboard
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Nach einem „Klick“ auf die gewünschte Kategorie werden die Themen dann in chronologischer Reihenfolge präsentiert, per „Wisch“ nach oben wird geblättert, in die andere Richtung wird nach neuen, zum Themengebiet passenden Meldungen gesucht. Bei der Darstellung der einzelnen Nachrichten – wo vorhanden – auf Bilder und Schlagzeilen, zur eigentlichen Meldung kommt man mit einem weiteren „Klick“. Ab hier erinnert die Aufmachung dann an die üblichen Mobilversionen von Internet-Auftritten. Je nach News-Quelle werden innerhalb der Meldung unterschiedliche Optionen geboten. Mal kann zur klassischen Web-Ansicht gewechselt werden, mal kann direkt zu anderen Nachrichten der gleichen Quelle gewechselt werden. In diesem Fall erfolgt die Anzeige dann aber nicht mehr innerhalb von Flipboard, sondern im Browser. Generell können alle Meldungen auf verschiedenen Wegen Freunden empfohlen werden, unter anderem per E-Mail-Link oder Tweet.

Flipboard
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Hat man die selbst genutzten sozialen Netzwerke eingebunden, kann hier durch Beiträge geblättert werden, die in der eigenen Timeline respektive der eigenen Pinnwand auch einsehbar wären. Auch hier bemüht Flipboard sich, die Inhalte optisch ansprechend zu präsentieren. Das Verfassen eigener Beiträge innerhalb dieser Ansicht beschränkt sich allerdings auf Kommentare oder Antworten zu bereits vorhandenen Meldungen, gänzlich neue Texte können hier nicht geschrieben und veröffentlicht werden. Dazu muss die Optionsübersicht aufgerufen werden, innerhalb derer dann zwischen den Netzwerken gewechselt werden kann.

Flipboard
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Flipboards größte Stärken sind sicherlich die optische Aufbereitung der Meldungen sowie die Möglichkeit, sich zahlreicher Quellen zu bedienen, ohne zwischen verschiedenen Anwendungen wechseln zu müssen. Allerdings sind die Quellen gleichzeitig auch – zumindest aus deutscher Sicht – mit die größte Schwäche. Denn derzeit stehen überwiegend US-amerikanische und englische Publikationen zur Auswahl, deutsche Medien sind einzig per RSS-Feed einbindbar. Dennoch dürfte es für Apples iOS-Plattform derzeit in Summe kaum einen besseren News-Aggregator geben.

Flipboard
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Flipboard – Übersicht
App-Kategorie Nachrichten
Getestete Version 1.7.1 (vom 8. Dezember 2011)
Größe 8,6 MB
Erhältlich für: iPhone (ab 3GS/iOS 4)
iPad (iOS 4)
iPod touch (3G / iOS 4)
Preis kostenlos
Entwickler Flipboard

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Themen:
  • Patrick Bellmer E-Mail
    … hat für ComputerBase von August 2010 bis Mai 2013 über Smartphones, Tablets und Notebooks geschrieben.