2/3 Apps für iOS im Test : Flipboard, Dropbox und Dragon Dictation

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Dropbox

Dropbox selbst bedarf wohl keine explizite Vorstellung mehr. Bereits seit vier Jahren bietet das gleichnamige Unternehmen kostenlosen Cloud-Speicher an, derzeit zwei Gigabyte kostenlos. Das generelle Prinzip hinter dem Dienst ist dabei so einfach wie genial. Per Browser oder Software können Daten zwischen gerade genutztem Gerät und Server hin- und hergeschoben werden, auf Wunsch werden Ordner auch automatisch synchronisiert.

Dropbox
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Ursprünglich für den Betrieb auf PCs konzipiert hat man nach und nach auch für alle wichtigen Mobilplattformen entsprechende Apps entwickelt. Somit kann ein Dokument, beispielsweise eine PDF-Datei, vom PC auf den eigenen Dropbox-Account übertragen und dann vom Handy aus aufgerufen werden. Dabei profitiert man dann insbesondere von der Möglichkeit, die gängigsten Formate direkt innerhalb der App anzeigen zu lassen. Möglich ist dies unter anderem bei .jpg, .tiff, .mp3, .wav, .doc, .docx, .ppt, .pptx, .xls, .xlsx und .pdf. Ist auf dem iPhone ein Programm installiert, mit dem die ausgewählte Datei ebenfalls geöffnet werden kann, ist dies per Befehl machbar.

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Kurze Einführung in die Funktionsweise

Dass Dropbox auch unter iOS 5 vermutlich trotz iCloud nur wenig Popularität unter den Nutzern einbüßen wird, liegt an den unterschiedlichen Funktionen, die beide Dienste bieten. Zwar laufen die wichtigsten Prozesse bei Apples Cloud-Dienst vollautomatisch im Hintergrund ab, dafür punktet Dropbox mit einer deutlich höheren Anzahl an unterstützten Plattformen und Dateitypen. Deshalb ergänzen sich beide Angebote ein Stück weit recht gut.

Allerdings gibt es im Umgang mit Dropbox auf dem iPhone auch einige Tücken. Denn durch das iOS-Sicherheitskonzept können Apps nicht auf alle auf dem Gerät gespeicherten Daten zugreifen, in der Album-App abgelegte Bilder können beispielsweise nur auf Umwegen in Dropbox eingefügt werden. Zudem werden auf dem Gerät vorgenommene Änderungen an einer per Dropbox heruntergeladenen Datei nicht automatisch auch bei der im Cloud-Speicher abgelegten Kopie vorgenommen. Hier muss der Nutzer manuell für Sicherungen sorgen, sofern die angesprochenen Restriktionen dies zulassen.

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Die erstmalige Einrichtung von Dropbox ist mit wenigen Schritten erledigt. Besteht bereits ein Account, müssen lediglich die entsprechenden Daten eingegeben werden. Falls nicht, muss ein kostenloser Account erstellt werden, welcher eine Kapazität von zwei Gigabyte bietet. Zu jedem beliebigen Zeitpunkt kann der Speicherplatz jedoch auf 50 oder 100 Gigabyte erweitert werden, die Kosten dafür betragen 9,99 respektive 19,99 US-Dollar. Im Anschluss an die Einrichtung des Kontos wird anhand von vier Illustrationen die Funktionsweise erklärt, im Anschluss erscheint die Ansicht der eventuell bereits hinterlegten Dateien.

Dropbox: Weitergabe von Daten
Dropbox: Weitergabe von Daten

Das Optionsmenü bietet neben der Möglichkeit, den Speicher gegen Gebühr zu erweitern auch weitere Möglichkeiten. So kann unter anderem festgelegt werden, in welcher Qualität Fotos und Videos übertragen werden sollen – angesichts der hierzulande häufig anzutreffenden Limitierungen des mobilen Datenvolumens sinnvoll. Ebenfalls empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang die Festlegung sogenannter Favoriten. Als solche markierte Dateien werden lokal auf dem iPhone gespeichert und müssen beim Aufruf nicht erst heruntergeladen werden.

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Darstellung in der App und im Browser

Neben der Original-App stehen auch einige weitere Programme bereit, die dank der von den Dropbox-Entwicklern freigegebenen API auf das eigene Konto zugreifen können. Hier werden dann teilweise weitergehende Möglichkeiten geboten.

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Ist man häufig darauf angewiesen, bestimmte Dateien möglichst immer bei sich zu haben, dürfte an Dropbox derzeit kein Weg vorbeiführen. Zwar gibt es auch einige andere Anbieter von kostenlosem Cloud-Speicher, genannt sei an dieser Stelle Microsofts Skydrive, mit teilweise deutlich umfangreicheren kostenlosen Kapazitäten, allerdings deckt derzeit kein Konkurrent so viele Plattformen ab. Geht es jedoch überwiegend um den Abgleich von Dokumenten wie Briefen, Tabellen oder Präsentationen, dürfte Apples iCloud im Zusammenspiel mit iWorks für iOS die bessere Alternative sein.

Dropbox – Übersicht
App-Kategorie Produktivität
Getestete Version 1.4.6 (vom 8. November 2011)
Größe 9,7 MB
Erhältlich für: iPhone (iOS 3.1)
iPad (iOS 3.1)
iPod touch (iOS 3.1)

BlackBerry (BlackBerry OS 4.5)

Android (Android 1.5)
Preis kostenlos (2 GB)
Entwickler Dropbox

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