10/10 OCZ Octane 128 GB im Test : SSD mit Everest als Nachfolger von Barefoot

, 36 Kommentare

Fazit

Wir wollen an dieser Stelle ein zweiteiliges Fazit ziehen. Wie gut OCZs Octane und der „Everest“-Controller von Indilinx sind, hängt nämlich entscheidend davon ab, ob man sie in einem System mit oder ohne TRIM-Unterstützung einsetzt. Kommen wir zunächst zum Einsatz mit TRIM, das heißt unter Windows 7, einer aktuellen Linux-Distribution oder – sofern man ein wenig trickst – Mac OS X Lion. Hier zeigt die Octane eine ordentliche Leistung. Mit den schnellsten SSDs kann sie zwar meist nicht ganz mithalten, die Leistung gibt aber keinen Anlass zu großer Kritik. Lediglich wer auf hohe sequenzielle Schreibraten angewiesen ist, könnte mit der Octane in der 128-GB-Variante nicht ganz glücklich werden.

Preislich sind allerdings sowohl schnelle SandForce-Laufwerke wie Corsairs Force GT und OCZs Vertex 3 als auch Crucials M4 bei gleicher Kapazität ein paar Euro günstiger als die rund 150 Euro teure Octane und bieten eine oftmals höhere Leistung (aktuelle Preisübersicht). Das Preisargument, über das sich leicht Käufer locken lassen, greift also nicht zu Gunsten der Octane. Ob sie gegenüber den oftmals nicht ganz so zuverlässigen SandForce-Laufwerken eine höhere Zuverlässigkeit bietet, ist schwer zu sagen. Offizielle Zahlen von OCZ gibt es nicht, zumindest größere Probleme sind bisher aber nicht bekannt geworden. Das Risiko scheint also zumindest nicht höher als bei anderen SSDs. Ein echtes Argument, warum der Kunde unter all den Angeboten die Octane kaufen sollte, fehlt OCZ also, auch wenn das Unternehmen den Leistungsverlust (mit TRIM) über die Zeit relativ zu anderen SSDs gesehenen als geringer bezeichnet.

Kommen wir zum zweiten Teil des Fazits, dem Einsatz in Systemen ohne TRIM-Unterstützung. In diesem Fall würden wir klar vom Kauf der Octane abraten. Zwar wird der normale Heimanwender sie auch ohne TRIM schwerlich so weit bringen, dass sie im Alltag zum ärgerlichen Leistungshämmnis wird. Doch insbesondere die Schreibraten brechen im genutzten Zustand stärker ein als bei anderen SSDs, was in schreibintensiven Anwendungen ärgerlich werden kann, auch wenn man es zum Beispiel beim Starten von Anwendungen oder Hochfahren des Rechners kaum oder gar nicht merkt.

Preisvergleich
Modell/Kapazität 60-64 GB 120-128 GB 240-256 GB
Kingston HyperX (bulk) 170,03 € 327,70 €
Adata S511 88,70 € 145,55 € 296,44 €
Intel SSD 320 114,59 € (80 GB) 147,57 € 437,99 € (300 GB)
Intel SSD 510 216 € 467,95 €
Crucial M4 83,94 € 144,60 € 297,20 €
Extrememory XLR8 Express 108,99 € 169,28 € 330,96 €
OCZ Agility 3 74,58 € 127,25 € 248,71 €
MX-DS Fusion 95,69 € 148,65 €
Samsung Serie 830 91,42 € 168,50 € 298,60 €
OCZ Octane 149,90 Euro 298,10 Euro

Übersicht: Sämtliche SSD-Tests, die bisher auf ComputerBase erschienen sind
Preisvergleich: Preisübersicht SSDs

Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung in Form deaktivierter Werbeblocker oder eines Abonnements von ComputerBase Pro. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.