News : Einschränkungen für WP7-„Tango“-Geräte bekannt

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Mit Windows Phone 7 „Tango“ will Microsoft auch im Einsteigersegment Marktanteile gewinnen. Dazu hat man einige der bislang sehr strikten Hardware-Vorgaben gelockert, wodurch die Preise für WP7-Smartphones sinken sollen.

So müssen die Hersteller beispielsweise nicht mehr 512 Megabyte Arbeitsspeicher verbauen, sondern können diesen um die Hälfte reduzieren – wie Nokia es beispielsweise beim Lumia 610 getan hat. Damit gehen aber einige Einschränkungen einher, von denen bislang nur sehr wenige bekannt waren.

So benötigen einige Programme aus dem Marketplace zwingend die volle Speichermenge und lassen sich auf Geräten mit nur 256 Megabyte RAM gar nicht erst installieren – im Marketplace erscheint eine entsprechende Warnung. Darüber hinaus sind auf solchen Smartphones aber auch einige bereits vorinstallierte Funktionen deaktiviert. So werden aufgenommene Fotos beispielsweise nicht automatisch nach SkyDrive exportiert, einzig der manuelle Upload ist hier möglich.

Ärgerlicher dürften aber einige andere Einschränkungen sein: Weder können derartige Geräte mit Podcast-Abonnements umgehen, noch steht der mit dem „Mango“-Update eingeführte Taskswitcher zur Verfügung. Hintergrundprozesse sind ebenfalls deaktiviert, was im Falle einiger Apps funktionslose Live Tiles bedeutet. Verzichten muss man auch auf die Wiedergabe zahlreicher Videoformate respektive -Codecs, betroffen sind hier in erster Linie HD-Filme.

Entwickler sollen ihre Applikationen entsprechend den neuen Empfehlungen insbesondere in Hinsicht auf Ladezeiten optimieren und auf einige Funktionen verzichten, um die Systemauslastung zu minimieren. In erster Linie soll so die Benutzeroberfläche weiterhin flüssig genutzt werden können, nach eigenen Angaben ein großer Wunsch von Smartphone-Nutzern.

Ob man bei all diesen Einschränkungen – noch ist unter anderem unklar, wie viele Apps gar nicht erst auf „Tango“-Smartphones funktionstüchtig sein werden – noch von einer von Microsoft so betonten guten „User Experience“ sprechen kann, werden erste Tests zeigen müssen.