6/16 Doppelturm-CPU-Kühler im Vergleich : Neues Testsystem vorgestellt

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Beurteilung Serienlüfter

Subjektive akustische Einschätzung

Scythe SM1425SL12HPVS

Der Serienlüfter des Scythe Mine 2 hinterlässt ein zwiespältiges Bild. Insbesondere qualitativ sollte man seine Erwartungen angesichts des niedrigen Verkaufspreises nicht allzu hoch ansetzen. Zwar sind Rahmengestaltung und -Fertigung durchaus ordentlich und sogar eine Kabelummantelung vorhanden, ein etwas wackliger Sitz des Rotors und leichte Schleifgeräusche bereits beim manuellen Andrehen sind jedoch nicht die besten Voraussetzungen. Durch die Möglichkeit, den PWM-fähigen Lüfter mit Hilfe des permanent angeschlossenen Drehpotentiometers zu drosseln, ergibt sich ein riesiger Drehzahlbereich von 180 bis 1.700 U/min (etwa 180 bis 800 auf „low“, 600 bis 1.700 auf „high“).

Aus akustischer Sicht kann man mit dem Ventilator auf Gleitlagerbasis nur bedingt zufrieden sein. Im Bereich der Maximaldrehzahl agiert er ausgesprochen forsch mit aufdringlich hellem, lautem und von starkem Luftrauschen begleitetem Antriebsgeräusch. Erst unterhalb von 1.200 U/min rückt dieses in den Hintergrund und macht Platz für ein leichtes, unterschwelliges Rotorrattern durchaus akzeptabler Intensität. Bis 600 U/min kann der Lüfter durchaus in leisen Systemen eingesetzt werden. Drosselt man weiter, treten immense Schleifgeräusche hervor, die wir in diesem Ausmaß bis dato noch nicht erlebt haben.

Serienlüfter von Thermalright und Scythe
Serienlüfter von Thermalright und Scythe

Thermalright TY-141

Der ebenfalls PWM-fähige Thermalright TY-141 entspringt einer im Vergleich zum Scythe-Exemplar gehobeneren Güteklasse. Mit seinem Drehzahlbereich von etwa 600 bis 1.300 U/min ist er jedoch nicht ganz so flexibel. Dafür glänzt der doppelt kugelgelagerte Antrieb auch bei voller Geschwindigkeit durch vornehme Zurückhaltung und einen angenehmen Klang. Auch beim Drosseln treten nahezu keine Ratter- und lediglich sehr leise, unterschwellige Schleifgeräusche hervor, was den Lüfter für den Einsatz in moderat leisen Systemen prädestiniert. Leider ist die Minimal- und Anlaufdrehzahl mit etwa 580 U/min respektive 730 U/min etwas hoch für echte super-silent-Tauglichkeit. Allerdings kann davon ausgegangen werden, dass der TY-141 aus einem ansonsten stillen Gehäuse bei 600 bis 700 U/min kaum oder nicht mehr identifizierbar ist.

Thermalright TY-150

Die größere Schwester des TY-141 besitzt eine grundlegend ähnlich gefällige Charakteristik, wirkt bei gleicher Drehzahl aufgrund der höheren Leistung jedoch minimal brummiger. Auch der TY-150 agiert weitgehend frei von signifikanten Störgeräuschen. Ein unterschwelliges, sehr leichtes Antriebssäuseln darf jedoch bei direktem Ohranlegen nicht verschwiegen werden. Mit einem Arbeitsbereich von 180 bis 1.100 U/min ist der TY-150 für alle Eventualitäten des Silent-Einsatzes gewappnet und erfreut darüber hinaus mit einer vergleichsweise niedrigen Anlaufdrehzahl von etwa 500 U/min.

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