6/6 Qpad MK-50 & MK-85 im Test : Rote Cherry-MX-Tastaturen

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Fazit

Nachdem sich so genannte Spielertastaturen noch vor wenigen Jahren vorrangig durch enormen Funktionsumfang, Display- und Beleuchtungsspielchen sowie zahlreiche Zusatztasten und Konfigurationsmöglichkeiten definierten, ist mittlerweile ein Umdenkprozess zu beobachten. Hohe Qualität in der Verarbeitung und insbesondere klar definierte, langlebige Tasteneigenschaften sind wieder verstärkt in den Fokus der Anwender gerückt. Viele Peripheriehersteller und -Marken begegnen diesem Trend mit der Forcierung mechanischer Tastaturen.

Viel Spielraum bleibt den Firmen dabei nicht, ihr Produkt angesichts stetig wachsender Konkurrenz prominent am Markt zu positionieren. Schließlich setzen fast alle Spielermarken aktuell auf die Dienste teuer zugekaufter Cherry-MX-Tastenmechaniken, sodass zwischen den Kontrahenten ein relativ ähnliches Preis- und Leistungsgefüge herrscht.

Cherry MX red: Qpad MK-50 und MK-85
Cherry MX red: Qpad MK-50 und MK-85

Der schwedische Peripheriespezialist Qpad versucht sich zunächst durch den Einsatz der bisher noch relativ selten anzutreffenden, roten MX-Schalter eine Nische zu schaffen, verbaut auf Wunsch jedoch auch das übrige Cherry-MX-Sortiment. Gepaart mit einem stabilen Kunststoffchassis, das auf Basis der Soft-Touch-Oberflächen auch in Kombination mit der ergonomisch sehr guten Handballenablage eine angenehme Haptik vermittelt, bedruckten Tastenkappen sowie der N-Key-Rollover-Fähigkeit via PS/2-Anschluss (6KRO per USB) verkörpert die MK-50 eine ausgezeichnet puristische, mechanische Tastatur ohne aufgeblähten Funktionsumfang. Der veranschlagte Verkaufspreis von etwa 80 Euro rundet das in unseren Augen stimmige Angebot fair ab.

Wer es lieber etwas verspielter mag, könnte unter Umständen mit der MK-85 auf seine Kosten kommen. Speziell die mehrstufige LED-Hintergrundbeleuchtung jeder einzelnen Taste, die hochwertig gefertigten Tastencaps und die N-Key-Rollover-Fähigkeit per USB-Betrieb sind schlagkräftige Argumente für die MK-85. Hinzu gesellen sich die USB- und Audio-Hubfunktion, die angenehm schmeichelnde Soft-Touch-Beschichtung der Oberflächen, welche auch vor den Tasten nicht Halt macht, und natürlich die softwareseitigen Makro- und Profiloptionen. Letztere weisen in der Umsetzung allerdings noch deutliche Reserven auf. Insgesamt ist die Qpad MK-85 eine mechanische Tastatur für den gehobenen Anspruch. Dies schlägt sich zwangsläufig auch im Preis nieder, welcher mit etwa 145 Euro außerhalb jeglicher Schnäppchendimensionen rangiert.

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