4/7 Roccat Kulo und CMStorm Sirus im Test : Zwei Mal Nichtsbesonderes

, 70 Kommentare

Tragekomfort

CMStorm Sirus

Das CMStorm Sirus von Cooler Master ist das deutlich größere Headset in diesem Test, sitzt aber angenehm auf dem Kopf. Die üppige Polsterung, die solide umgesetzten Einstellmechaniken sowie das noch vertretbare Gewicht sorgen dafür, dass das CMStorm Sirus fest sitzt und dabei nicht übermäßig drückt. Die Ohrpolsterung könnte aber etwas weiter ausfallen, da sie das Ohr an einigen Stellen berührt.

Roccat Kulo

Das Roccat Kulo liegt durch die kleinen Ohrmuscheln nur auf dem Ohr auf, was den Halt gegenüber Headsets mit einer ohrumschließenden Polsterung nicht unbedingt begünstigt. Dennoch sitzt das Headset sicher auf dem Kopf und verrutscht auch nicht bei schnellen Kopfbewegungen. Das geringe Gewicht und ein angenehmer Anpressdruck sowohl auf den Ohren als auch am Kopfbügel sind Pluspunkte, die für den Tragekomfort sprechen. Schlecht fiel allerdings auf, dass die mit Kunstleder bespannten Standardohrpolster schon nach kurzer Zeit an den Ohren klebten. Hier sollte man zur Velour-Alternative greifen.

Software und Steuerung

CMStorm Sirus

Das CMStorm Sirus von Cooler Master macht es einem nicht leicht, die ideale Art des Anschlusses und der Steuerung zu finden. Das ist eigentlich verwunderlich, weil das Headset prinzipiell vorbildlich ausgestattet ist: Neben dem Anschluss via USB kann es auch über 4 Miniklinkenstecker direkt mit einer Soundkarte verbunden werden. Das ist toll – auf dem Papier. In der Praxis entsteht folgende Situation: Will man das Headset via USB mit dem PC verbinden, so wird erst die Kabelfernbedienung des CMStorm Sirus mit dem DIN-Stecker des Headsets verbunden und diese dann über gleich zwei USB-Anschlüsse mit dem PC. Eine Treiberinstallation wird automatisch vorgenommen, die vollständige Software zum Headset muss man sich allerdings online bei Cooler Master herunterladen. Diese enthält (unsinnigerweise allerdings sehr versteckt über einen Rechtsklick auf das Symbol für Lautsprecher oder Mikrofon) zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten für das CMStorm Sirus.

Software des CMStorm Sirus

Leider – und das ist die Crux an der Sache – arbeitet das Mikrofon im USB-Betrieb allerdings viel zu leise. Mehr als ein leise Fiepsen ließ sich in unserem Test trotz maximaler Mikrofonlautstärke nicht entlocken. Cooler Master ist das Problem bekannt, sodass man auf der Internetseite zum Betrieb mit Klinkensteckern rät. Diese werden allerdings ebenfalls an den DIN-Stecker des Headsets angeschlossen, sodass die Kabelfernbedienung ausgeschlossen wird. Will man diese dennoch nutzen, soll man sie zusätzlich zum Headset (das seinerseits mit 4 Miniklinken und einem USB-Anschluss verbunden wird) verbinden, weshalb das CMStorm Sirus ganze 3 USB-Ports und vier Miniklinkenanschlüsse belegt. Das ist einfach zu viel, selbst für ein Mehrkanalheadset mit sechs dedizierten Kanälen. Die Konfiguration des Ganzen ist überdies fehleranfällig und fummelig.

Auf der nächsten Seite: Roccat Kulo