3/8 Apple MacBook im Test : Air und Pro mit 13 Zoll im Vergleich

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CPU & GPU

Nüchtern betrachtet kann man die Neuerungen der beiden neuen MacBooks auf einen Begriff reduzieren: Ivy Bridge. Nachdem die vorherige MacBook-Air- und -Pro-Generation auf Intels Sandy-Bridge-Plattform basierte, kommt nun die aktuelle Technik zum Einsatz. Dies bedeutet neben einem Chipsatz der Serie 7 auch den Verbau von Core-Prozessoren der dritten Generation.

MacBook Pro: HDD, RAM und optisches Laufwerk
MacBook Pro: HDD, RAM und optisches Laufwerk

Im MacBook Air handelt es sich dabei um um das Modell i5-3427U mit zwei Kernen und vier gleichzeitig ausführbaren Threads. Das „U“ in der Bezeichnung weist darauf hin, dass es sich dabei um eine Ultrabook-CPU handelt; sie wird in den kommenden Wochen also auch in zahlreichen Wintel-Notebooks (Windows und x86-Intel-CPUs) zum Einsatz kommen. Klar wird dadurch auch, dass man keine Leistungswunder erwarten darf, was im MacBook Air aber noch nie der Fall war. Der Nominaltakt beträgt 1,8 Gigahertz, einer der beiden Kerne kann allerdings auf bis zu 2,8 Gigahertz getaktet werden, falls das thermische Budget – die TDP beträgt 17 Watt – nicht ausgeschöpft ist. Der Level-3-Cache weist wie bei den Ultrabook-CPUs der Sandy-Bridge-Reihe eine Kapazität von drei Megabyte auf.

Spiegelndes Display des MacBook Pro
Spiegelndes Display des MacBook Pro

Dies gilt auch für den im MacBook Pro steckenden Core i5-3210M. Dabei handelt es sich um einen „gewöhnlichen“ Mobilprozessor, der ebenfalls über zwei Kerne und Hyper-Threading verfügt – also vier Threads parallel ausführen kann. Mit 2,5 Gigahertz fällt der Nominaltakt deutlich höher aus, in der Spitze werden dank Turbo Boost 3,1 Gigahertz erreicht. Die TDP fällt mit 35 Watt ungefähr doppelt so hoch wie beim i5-3317U aus. Beide CPUs können auf Zusatzfunktionen wie VT-d, VT-x und AES-NI zurückgreifen und so in bestimmten Anwendungsbereichen von einer höheren Leistung profitieren.

Gleich und doch anders fällt die integrierte GPU aus. Wie auch schon bei Sandy Bridge verbergen sich hinter identischen Bezeichnungen unterschiedlich starke Grafikeinheiten, da sie unterschiedlich schnell takten. Sowohl im i5-3427U als auch im i5-3210M handelt es sich dabei um das Modell Intel HD 4000. Im Vergleich zum Vorgänger HD 3000 wurde die Zahl der Execution Units von zwölf auf 16 erhöht, zudem ist die neue GPU DirectX-11-fähig. Über einen eigenen Speicher verfügt sie jedoch nach wie vor nicht, in beiden MacBooks werde 384 Megabyte vom Arbeitsspeicher abgezweigt. Ebenfalls gleich geblieben ist auch hier die automatische Takterhöhung. Ist die von CPU und GPU gemeinsam genutzte TDP nicht ausgeschöpft, kann der Grafikchip mit höherer Frequenz arbeiten. Während im MacBook Air das Spektrum von 350 bis 1.150 Megahertz reicht, sind es im MacBook Pro 650 bis 1.100 Megahertz.

Speicher, Laufwerke & Schnittstellen

Einer der eingangs angeführten Unterschiede zwischen beiden Baureihen betrifft die Laufwerksbestückung. Während man im dünnen MacBook Air mir einer SSD auskommen muss, wird das MacBook Pro mit einer HDD und einem optischen Laufwerk ausgeliefert. Bei ersterer handelt es sich um einen 500 Gigabyte fassenden Massenspeicher aus dem Hause Toshiba, der beim Lesen und Schreiben maximale Übertragungsraten von circa 80 Megabyte pro Sekunde erreicht. Das SuperDrive – so bezeichnet Apple nach wie vor seine DVD-Laufwerke – kann CDs und DVDs lesen und beschreiben und arbeitet unauffällig. Bei der im MacBook Air verbauten SSD handelt es sich im Vergleich zum Vorjahresmodell um ein neues Laufwerk.

Anschlüsse im Vergleich
Anschlüsse im Vergleich

Zwar stammt auch dieses wieder von Toshiba, erreicht mit fast 450 und 230 Megabyte pro Sekunde (lesen, schreiben) aber deutlich höhere Geschwindigkeiten und auch der Anschluss wurde leicht verändert – es könnte sich um einen herkömmlichen mSATA-Anschluss handeln, was jedoch noch nicht bestätigt werden kann. Doch auch wenn der Anschluss jetzt eventuell dem mSATA-Standard entspricht, die SSD selbst weist weiterhin ein angepasstes Layout auf, so dass sie nicht ohne Weiteres ersetzt werden kann, obwohl sie nicht verlötet ist und sich somit theoretisch auswechseln ließe. Identisch fällt in beiden Notebooks die Bestückung mit Arbeitsspeicher aus. Verbaut sind jeweils vier Gigabyte vom Typ DDR3-1600. Während man jedoch im MacBook Pro den Speicher selbst tauschen kann, ist dies beim MacBook Air unmöglich. Hier ist der RAM fest auf dem Mainboard verlötet.

Disk Speed Test
  • Read:
    • Apple MacBook Air 13" 2012 (i5-3427U, HD 4000, SSD)
      447,2
    • Apple MacBook Air 2011 (Core i5-2467M, Intel HD 3000 SSD)
      203,1
    • Apple MacBook Air 2010 (C2D SL9400, GeForce 320M, SSD)
      194,7
    • Apple MacBook Pro 17" 2011 (Core i7-2720QM, HD 6750M, HDD)
      107,7
    • Apple MacBook Pro 13" 2012 (i5-3210M, HD 4000, HDD)
      80,5
    • Apple MacBook Pro 15" 2011 (Core i7-2635QM, HD 6490M, HDD)
      71,1
    • Apple Mac Mini 2011 (Core i5-2410M, Intel HD 3000, HDD)
      62,0
  • Write:
    • Apple MacBook Air 13" 2012 (i5-3427U, HD 4000, SSD)
      227,3
    • Apple MacBook Air 2011 (Core i5-2467M, Intel HD 3000 SSD)
      186,7
    • Apple MacBook Air 2010 (C2D SL9400, GeForce 320M, SSD)
      176,9
    • Apple MacBook Pro 17" 2011 (Core i7-2720QM, HD 6750M, HDD)
      106,3
    • Apple MacBook Pro 13" 2012 (i5-3210M, HD 4000, HDD)
      78,2
    • Apple Mac Mini 2011 (Core i5-2410M, Intel HD 3000, HDD)
      72,7
    • Apple MacBook Pro 15" 2011 (Core i7-2635QM, HD 6490M, HDD)
      70,1

Durch den Wechsel hin zu Chipsätzen der Serie 7 von Intel steht nun erstmals USB 3.0 in MacBooks zur Verfügung. Im Vergleich zu den Vorgängern mit ihren USB-2.0-Ports steht so eine deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeit zur Verfügung. Sowohl das MacBook Air als auch das MacBook Pro verfügen jeweils über zwei der schnellen Anschlüsse. Auch wenn der Wechsel hin zu USB 3.0 nicht als Bankrotterklärung der Thunderbolt-Technik, die ebenfalls in Form jeweils eines Anschlusses vorhanden ist, verstanden werden darf: Eine wirkliche Existenzberechtigung hat die von Intel entwickelte Schnittstelle noch immer nicht. In erster Linie liegt dies an der verschwindend geringen Zahl kompatiblen Zubehörs sowie den drastischen Preisen für dieses und die benötigten Verbindungskabel.

Anschlüsse im Vergleich
Anschlüsse im Vergleich

Verbaut ist die Thunderbolt-Schnittstelle entsprechend den Vorgaben in jeweils einem Mini-DisplayPort. Bei beiden MacBooks kann lediglich auf diesem Wege ein zweiter Monitor angesteuert werden, auf HDMI, DVI oder VGA muss man verzichten. Im Zweifelsfall muss so zu einem nicht mitgelieferten Adapter gegriffen werden. Anders als im MacBook Air stehen im MacBook Pro darüber hinaus noch ein FireWire-800-Anschluss sowie eine Ethernet-Schnittstelle zur Verfügung. Ein SD-Kartenleser sowie ein 3,5-Millimeter-Audio-Ausgang ist dann wieder bei beiden Modellen zu finden, wobei der 3,5-Millimeter-Audio-Ausgang beim MacBook Pro gleichzeitig auch als Audio-Eingang fungiert – beim MacBook Air handelt es sich hingegen nur um einen Audio-Ausgang.

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