2/5 Gigabyte Osmium im Test : Cherry-Schalter und Wahlräder für die Helligkeit

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Äußerlichkeiten

Ebenso schwarz-blau wie die Tastatur kommt auch der Karton daher, dessen Inhalt recht mager ausfällt: Vier Caps für die Makro-Tasten mit besonderem „Symbol“ sowie ein Werkzeug zum entfernen selbiger sind neben der Osmium samt Handballenauflage alles, was Gigabyte spendiert. Einen Quick-Start-Guide gibt es nur laut Verpackung, eine Software-CD überhaupt nicht – ein unschöner Zug. Denn ohne Gigabytes „Ghost Macro Engine“ kann die Tastatur nur in fast vollem Umfang genutzt werden, da so das Erstellen und Speichern von Makros nicht möglich ist. Immerhin wird auf der Rückseite der Verpackung ein entsprechende Hinweis auf die Homepage des Herstellers gegeben, sodass Käufer nicht komplett im Dunkeln tappen müssen.

Gigabyte Osmium – Totale
Gigabyte Osmium – Totale
Knapper Lieferumfang
Knapper Lieferumfang
Tastenanstieg & Gehäusehöhe
Tastenanstieg & Gehäusehöhe

Die Osmium selbst nimmt inklusive der Sondertasten die 44,7 × 19 Zentimeter in Länge und Breite kaum mehr Platz ein als andere mechanischen Tastaturen im Normlayout, da alle Zusatzfunktionen oberhalb des Tastenfeldes liegen. Weitere 7,8 Zentimeter in der Breite addieren sich durch die Verwendung der ergonomisch kaum optional zu nennenden Handballenauflage. Dank insgesamt vier Aufstellfüßen kann zudem die maximale Höhe der Osmium variiert werden: Bis zur Oberkante der Caps gemessen ergibt sich ein Maximalwert zwischen 4,1 und 5,6 Zentimetern. An der Vorderseite ragen Chassis samt Caps immerhin noch 3,2 oder mit Aufstellfüßen 3,7 Zentimeter in die Höhe.

Gigabyte Osmium
Gigabyte Osmium
Gigabyte Osmium
Gigabyte Osmium
Vier Aufstellfüße an der Unterseite
Vier Aufstellfüße an der Unterseite

Material der Wahl am Gehäuse ist, bis auf das übliche Metall-Inlay, Kunststoff in mattem Schwarz und rauer Oberfläche. Dessen Ecken im vorderen Bereich sind jedoch im Gegensatz zu ihren hinteren Pendats spitz im fast schmerzhaften Bereich geraten, in dieser Preisklasse unschön. Das verwendete Material sorgt für akzeptable Schmutzresistenz bei guter Griffigkeit, woraus sich gleichzeitig ein recht hohes Gewicht von etwa anderthalb Kilogramm sowie eine hohe Verwindungssteifigkeit ergibt. Zusammen mit den gummierten Standfüßen verweilt die Osmium daher auch auf glatteren Oberflächen an ihrem Platz.

Für die anvisierte Zielgruppe wurde das hinreichend bekannte, 105-Tasten-Layout um einige Zusatzfunktionen ergänzt. Anstelle des rechten Windows-Buttons besitzt die Osmium nun einen FN-Schalter für die Medienfunktionen sowie einen weiteren zur Deaktivierung der noch vorhandenen, linken Windows-Taste. Am oberen Rand der Tastatur liegen hingegen fünf „G-Keys“, die sich mit Makros frei belegen lassen. Direkt rechts davon sind die beiden Drehregler für Helligkeits- und Lautstärkeregelung zu finden. Die aus dem Baukasten stammenden Räder können außerdem per Druck stumm beziehungsweise dunkel schalten – funktional und praktisch.

Praktische Wahlräder
Praktische Wahlräder
Fünf Makrotasten
Fünf Makrotasten
Tastenoberfläche
Tastenoberfläche

Die Tasten selbst sind wie in dieser Preisklasse üblich aus durchsichtigem Kunststoff gefertigt, der lediglich schwarz beschichtet wurde. Die Oberfläche der leicht zylindrischen Caps mit einer Auflagefläche von 12,5 × 14 Millimetern ist dabei nur minimal strukturiert, vermittelt also einen recht glatten Eindruck. Größere Tasten wie etwa „Shift“ sind zudem mittels Bügelhalterung von Costar stabilisiert, was das Tippgefühl prinzipiell erhält, gleichwohl aber für etwas Spiel sorgt.

Sämtliche Beschriftungen wurden per Lasercut-Verfahren aus der Beschichtung der Caps „ausgeschnitten“, was vor Abrieb schützt. Ewig haltbar ist diese Methode zumindest theoretisch nicht, da die Beschichtung als solche wie die herkömmlichen, aufgedruckten Tastenbeschriftungen zumindest theoretisch ebenso verschleißt. Allerdings gehört sie zu den bezahlbaren und besseren, in dieser Preisklasse daher zum Standard. Während des vierwöchigen Testzeitraumes ließen sich daher – wenig überraschend – keinerlei Abnutzungserscheinungen feststellen. Trotz des durchsichtigen Grundmaterials leidet überdies auch ohne Beleuchtung die Ablesbarkeit nur in Grenzen. Schicker ist das blaue Licht allerdings, für das wie bei mechanischen Tastaturen üblich LEDs zuständig sind, die direkt oberhalb der Switches selbst liegen.

Bauartbedingt leidet darunter wie schon bei der Zibal 60 von Mionix die Ausleuchtung, die so nicht auf ganzer Tastenbreite gleichmäßig sein kann. Dies fällt bei einigen Caps, etwa dem Windows-Button oder solchen mit Zweitbelegungen, durchaus unschön auf. Bei geringer Helligkeitseinstellung wandert der Farbton zudem mit zunehmender Entfernung zur Leuchtquelle in Richtung eines schwachen Violetts, während bei genauem Hingucken die Farbintensität nicht komplett homogen ist. Ein weiteres, nicht bauartbedingtes Manko liegt in der Helligkeitsregelung selbst begraben. Diese greift leider nicht bei den Status-LEDs: Num-, Caps-, und Scrolllock über dem Nummernfeld werden immer mit maximaler Kraft erleuchtet. Überdies kann hier die Position der LEDs klar wahrgenommen werden, welche ohne jegliche Eingewöhnung durchaus ins Auge stechen – ein wirklich scharfes Feature. Angesichts des aufgerufenen Preises fällt beides in die Kategorie erwähnenswerter und zumindest unglücklicher Punkte.

Gigabyte Osmium
Gigabyte Osmium
Gigabyte Osmium – I/O-Anschlüsse
Gigabyte Osmium – I/O-Anschlüsse
Gigabyte Osmium – Kabelstrang
Gigabyte Osmium – Kabelstrang

Das direkt darüber liegende Logo der Gamingserie ist von kraftvollen Beleuchtungsorgien bei normalem Sitzabstand zum Glück kaum betroffen. Die jeweils genutzte Farbe, wahlweise in pulsierendem Beleuchtungsmodus, gibt hier Auskunft über das derzeit aktive Profil, während ein Druck auf das Logo selbige in Reihe durchschaltet.

Der I/O-Hub der Aivia-Tastatur findet sich ebenfalls in dieser Ecke des Chassis. Direkt hinter der Profiltaste liegt am rückseitigen Ende des Gehäuses wie üblich der USB-2.0-Port, während der Anschluss im moderneren 3.0-Standard zusammen mit Audio-In und -Out besser zugänglich rechtsseitig untergebracht wurde. Die Einbauhöhe auf Gehäusemitte gewährleistet zudem auch ohne das Aufstellen der Standfüße eine gute Erreichbarkeit. Für die Strom- und Datenzufuhr der Anschlusszentrale sorgt ein recht dickes, mit Sleeve ummanteltes Kabel von insgesamt zwei Metern Länge. Die recht üppig bemessenes „Lebensader“ der Tastatur ist trotz des Durchmessers erstaunlich gut zu verlegen und teilt sich für die letzten 30 Zentimeter Wegstrecke in einzelne Adern auf. Da für den blauen USB-Port ein separates Kabel vorhanden ist, kann zumindest dieser auch durstigere Geräte versorgen.

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